So soll das DFB-Fußballmuseum in Dortmund aussehen
26.09.2011 | 18:26 Uhr 2011-09-26T18:26:00+0200Dortmund.So soll Dortmunds neuer Prachtbau also aussehen: Die Jury hat sich für ein Modell des DFB-Fußballmuseums entschieden. Zudem laufen seit Montag die Vorbereitungen zur Zob-Verlegung an die Nordseite des Hauptbahnhofs.
Die Zeit drängt: Seit Montag (26. September 2011) laufen die Arbeiten für die Verlagerung des Zentralen Omnibusbahnhofs (Zob) von der Süd- auf die Nordseite des Hauptbahnhofs Dortmund. Ende März muss die Anlage fertig sein – der Deutsche Fußballbund (DFB) benötigt die Fläche für den Bau des Nationalen Fußballmuseums. Das, soviel steht inzwischen fest, wird nach den Entwürfen des Düsseldorfer Architekturbüros HPP (Hentrich-Petschnigg & Partner) errichtet.
Wie berichtet hatte sich die Jury in der Vergangenheit zweimal nicht auf einen Sieger-Entwurf einigen können. Als größtes Manko entpuppten sich die Baukosten: Der DFB hatte die Baukosten für den ingesamt 36 Mio. Euro teuren Fußballtempel konsequent auf 14,5 Mio. Euro gedeckelt. Nach letzten Verhandlungen mit den Büros HPP, pmp Architekten aus München und dem Dortmunder Büro ARGE Petersen hat sich die Jury nun für das Modell der Düsseldorfer entschieden – die Verträge sind am Montag unterzeichnet worden.
OB Ullrich Sierau sieht in dem Sieger-Entwurf eine „neue urbane Landmarke“. Es entstehe ein repräsentatives Gebäude mit einem Wechsel aus geschlossener und transparenter Fassade. „Beste Voraussetzungen für eine innovative, multimediale und inhaltlich anspruchsvolle Erlebniswelt“ adelt Manuel Neukirchner, Sprecher der Geschäftsführung der Stiftung DFB-Museum die Arbeit. Und DFB-Präsident Theo Zwanziger ergänzt: „Die sorgfältige Auswahl der Entwürfe wird sich auszahlen.“
Baubeginn ist für 2012 geplant
Der erste Spatenstich für den rund 6000 qm großen Fußballtempel ist 2012 vorgesehen. Zwei Jahre Bauzeit, dann soll Dortmunds jüngstes Glanzstück stehen. Die Stadt jedenfalls will sich Verzögerungen nicht nachsagen lassen und zieht ihr Grundstück mit dem Omnibusbahnhof, das sie kostenlos zur Verfügung stellt, jetzt frei. Am Montag liefen die Kanalarbeiten an.
Der Planerladen, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) sowie Andere hatten Bedenken vorgebracht gegen die Zob-Verlegung zur Steinstraße, konnten sich aber nicht durchsetzen. Dem steigenden Lärmpegel durch den Busverkehr begegnet die Stadt mit „passiven“ Schallschutzmaßnahmen entlang des Straßenzuges Treibstraße, Grüne Straße, Steinstraße und Heiligegartenstraße: Die Anwohner können Zuschüsse für Lärmschutzfenster beantragen. Die zusätzlichen Belastungen durch Stickstoffdioxid sollen durch die Verlegung der Buslinie 460 zur Südseite des Hauptbahnhofs aufgefangen werden.
Zob-Verlegung kostet die Stadt 1,2 Mio. Euro
Die Kosten für die Verlagerung des Busbahnhofs (13 Halteplätze) belaufen sich auf 1,2 Mio. Euro – zuzüglich Kosten für Schallschutz, die sich im für die Stadt schlechtesten Fall auf 619 000 Euro summieren.
Dennoch wird der neue Busbahnhof an der Steinstraße nur ein Provisorium, das höchstens zehn Jahre halten soll. Die Stadt möchte die Anlage auf dem Gelände der Expressgutabfertigung unterbringen. Die Fläche nicht in ihrem Eigentum, sie gehört der Vivico Real Estate, einer Immobilientochter der Bahn.
12:48
Die Architektur des neuen Museums reisst einen wirklich nicht vom Hocker und auch der Standort erzeugt eher den Eindruck von Enge und Bedrängnis.
Wer mit der Bahn anreist, was vermutlich der kleinere Teil der Besucher sein wird, der wird sich über die Lage am Hbf freuen. Wer mit dem Bus oder dem Auto anreist, dem stellt sich erst einmal die Parkplatzfrage.
Insgesamt macht das Projekt keinen sehr durchdachten Eindruck und auch bei den Folgekosten kann man den kritischen Anmerkungen anderer Kommentatoren nur zustimmen.
10:39
Warum quetscht man solch ein ding noch in die city, an solch einer stelle ...es ist genauso wie mit dem murks an der petrikirche ..warum verbaut man auch da die aussicht auf die kirche ...freie flächen haben wir doch in dortmund genug oder ?? welche interessen werden da eigentich vertreten ..
10:37
Eine Landmarke wird dieses Gebäude sicherlich nicht. Dies würde vorraussetzen, dass dort ein Bau entsteht, der sich deutlich von den anderen Bauten in der umgebung absetzt. Das Fußballmuseum passt sich der Langweiligen Bebauung am Königswall aber nur zu gut an. Der Gläserne Eingangsbereich erinnert mich ein wenig an das Konzerthaus in der Brückstraße. Das ist schade, denn es gab im Wettbewebsverfahren viele weitaus bessere entwürfe als diesen. Anspruchsvolle Architektur sieht anders aus.
09:51
Warum ist eigendlich Geld da für solch einen Mist
08:47
Wieso hat man dafür eigentlich nicht das Museum am Ostwall genutzt und entsprechend umgebaut?
08:02
Zitat: Dafür wird der zentrale Omnibusbahnhof an die Nordseite des Bahnhofs verlagert...
Das i s t der zentrale Busbahnhof
07:18
Das schlimme ist garnicht wie es ausschaut sondern wo es hingebaut werden soll. Die Solon mal ein Bild zeigen wie es hinter dem Museum am Laufsteg da ausschaut. Als wenn wir sonst keine Flächen in do hätten.
00:39
Stuttgart 21 sollte hier wegweisend sein...wer wehrt sich real? Wer steht dafür auf? Eigentlich hätte schon lange im Vorfeld dagegen protestiert werden müssen, aber leider ist der Grill egal wo im irgendwo immer wichtiger als echtes Engagement. Die, die sich echt engagieren in sovielen Dingen, können wirklich nicht noch mehr. Deshalb rufe ich hiermit auf, sich bitte zu engagieren, Gruppen zu bilden, Bürgerunwillen zu zeigen. Ihr dürft das, keiner kann Euch das verbieten.
00:19
Es werden schon wieder Wetten angenommen um wieviel die Baukosten und die Termine über den Planungen liegen werden. Auch bei den Folgekosten für den Betrieb des Museum - die neuen Museen in Hagen lassen grüssen - darf man wohl - analog zum Dortmunder U - auf Überraschungen gefasst sein.
Und - die Architektur? Ein hässlicher Klotz - mehr nicht.
00:17
Das wirft eine Frage auf. Wer braucht das? Es gibt kein einziges Museum in Deutschland, das nicht subventioniert werden muss. Dieses Museum wird weitere Millionen aus Steuermitteln verschlingen, die an anderer Stelle dringend benötigt werden.
Im hoffnungslos verschuldeten Hagen werden Unsummen verschwendet, um den Betrieb des Emil-Schumacher-Museums aufrechtzuerhalten. Die im Vorfeld kalkulierten Betreibskosten von 400.000 € pro Jahr, nähern sich inzwischen der 2-Millionen-Marke an. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 hätten alle Besucher (im ganzen Jahr) das Westfalenstadion gerade einmal zur Hälfte gefüllt. Dieses Museum ist eine sinnlose Verschwendung von Steuermitteln. Einen ähnlichen Weg wird dieses Fußballmuseum beschreiten.