So schön war es bei "Dortmund à la carte" 2015

Zehntausende Dortmunder und Gäste von außerhalb genossen fünf Tage Sommerauftakt bei leckeren Gerichten, kühlen Getränken und super Laune auf dem Hansaplatz: 30 Jahre Erfolgsgeschichte von "Dortmund à la carte" gingen Sonntagabend mit dem 31. Fest zu Ende. Das Fazit der Gastronomen und viele Bilder gibt's an dieser Stelle.

Dortmund.. "Wir sind so etwas wie die Großmarktschänke von à la carte", schmunzelt Christian Tacke, Betreiber der Internet-Plattform "Dortmunderisch" und Gastgeber am Stand vom "Goldenen Ömmes". Im Jubiläumsjahr feierte der "Ömmes" seine Uraufführung.

Nach fünf Tagen, die jedes Mal dort erst am frühen Morgen endeten, samt ausverkauften Stößchen-Vorrat, schreit der "Ömmes" nun danach, im nächsten Jahr wiederkommen zu dürfen. Auch ohne Jubiläum. Apropos Stößchen: Als die Sonderedition mit feiner Gravur zum Jubiläum komplett vergriffen war, musste nachts noch einer der elf gestandenen Wirte auf dem Hansaplatz den eigenen Vorrat in seinem Restaurant plündern.

Gäste sind hin und weg

Die Begeisterung über ein sehr gelungenes Fest war überall zu spüren. Oliver Schwanke von der "Dimberger" spricht von "sensationell". In dritten Jahr war er nun dabei - und jedes Mal haute das Wetter hin. Die Gäste seien hin und weg von den neuen Pagodenzelten, alles sei viel offener, freundlicher, luftiger. Dimberger Krüstchen und Rindertatar ließen sich die meisten am Stand von Schwanke schmecken.

Überrannt wurden vor allem am Samstag Dirk und Christian Kneis aus dem Restaurant "Pferdestall" vom Denkmal Zeche Zollern. Sie waren zum ersten Mal Gastgeber auf "à la carte" und wissen nun, dass sie nächstes Jahr deutlich mehr Stühle und Tische aufstellen müssen. Kalbsleber und Hattinger Blutwurst fanden viele Liebhaber, aber im nächsten Jahr wollen die Kneis' etwas mediterraner werden. Die klassische "à la carte"-Erdbeerbowle überließen sie den anderen Wirten. Im "Pferdestall" gab's Rhabarber-Prosecco als moderne Alternative.

O-Burger ein echter Renner

Dina Overkamp sehnt sich nach fünftägiger Dauer-Fete nun auch nach einer "Mütze Schlaf" und ein paar erholsamen Tagen an der Ostsee. Bis vier Uhr in der Früh feierten die Dortmunder schon am Donnerstag. Neben dem Klassiker Stielmus griffen viele Stammgäste der Overkamp-Gastronomie zum O-Burger, den es erstmals gab. Einige vermissten das Feuerwerk und wollten sich nicht so richtig anfreunden mit der Video-Performance auf der Karstadt-Fassade.

Für Philip Winterkamp von "Schürmann's im Park" ist die Mutter aller Genießerfeste immer eine schöne Gelegenheit, "aus unserem kostenpflichtigen Loch herauszukommen und uns mitten in der City zu präsentieren". Also ist "Dortmund à la carte" eine tolle Werbung für die Gastronomie am Buschmühlenteich im Westfalenpark, auch wenn der Park nun einmal eingezäunt ist und Eintritt kostet. Im schicken Ambiente genossen "Schürmann"-Gäste vor allem Pulled Pork Sandwiches und den Salat Spezial - der Sommer ließ grüßen!

"Der Samstag war der beste Tag"

Zum zweiten Mal dabei waren die Barsties vom "Stravinski" am Konzerthaus. Und Laurence Barsties-Hertzog hat bereits einen Klassiker ausgemacht: den kross gebratenen Pulpo auf Asiagemüse. Auch sie sagt: "Der Samstag war der beste Tag". Die Stadt sei knallvoll gewesen, und auf dem Hansaplatz hätte es keine Pause gegeben. Da wäre auch so manche Bedienung mit Tintenfisch-Armen gefragt gewesen. Und noch etwas fand sie klasse in diesem Jahr: Jeder Gastronom hatte eines seiner Rezepte verraten. Es gab insgesamt 30.000 Karten, die im Vorfeld des Festes verteilt wurden, und bei Facebook sind die Rezepte auch nachzulesen.