So können Dortmunder Gartenbesitzer Igel schützen

Rasentrimmer, Motorsensen und Fadenschneider kommen zunehmend auch in Dortmunder Privatgärten zum Einsatz und können Igel tödlich verletzen oder grausam verstümmeln. Wir erklären, wie Gartenbesitzer die Igel schützen können.

Dortmund.. Gartengeräte, darunter Kantenschneider, Vertikutierer, Grabeschaufeln mit Zinken oder ähnliches können Igeln häufig zum Verhängnis werden. Rosemarie Adam, die seit 25 Jahren die Arbeitsgruppe Igelschutz in Dortmund leitet, appelliert an Gartenbesitzer, achtsam mit Gartengeräten umzugehen, um das Leben von Igeln nicht zu gefährden.

"Besonders davon betroffen sind Igel, die sich noch im Winterschlaf befinden und nicht die Möglichkeit haben zu fliehen. Entweder werden die Igel getötet, was dann noch gnädig ist, aber meist tragen sie schwerste Verletzungen davon", berichtet die engagierte Tierschützerin, "ein qualvolles Leiden, ehe die Tiere sterben." Tiere, die das Glück hätten, gefunden zu werden, müssten langfristig gepflegt oder human eingeschläfert werden.

Das können Gartenbesitzer vorbeugend tun:

  • Vor dem Einsatz von Geräten wie Rasentrimmern und Fadenmähern sollte kontrolliert werden, ob sich irgendwo ein Igel eingerollt hat - entweder, weil er noch im Winterschlaf ist, oder weil er Gefahr wittert.
  • Im Fall zusammengerollter Igel ist eine Schutzblende wichtig, die man sich zu solchen Gartenschneidern kaufen kann. Sie schiebt die Tiere zur Seite, statt sie gleich zu skalpieren.
  • Hecken, Sträucher, hohes Gras und Efeuranken sollten nach Igeln abgesucht werden, damit ernste Verletzungen verhindert werden können.
Die Igelberatungsstelle im Tierschutzzentrum Hallerey in Dorstfeld eröffnet erst wieder am 16. September. Informationen zum Igelschutz in Dortmund und über das ehrenamtliche Engagement des Vereins Arbeitsgruppe Igelschutz gibt es hier.