So geht es für Ex-BVB-Chef Niebaum nach der Verurteilung weiter

Wie geht es mit Ex-BVB-Chef Gerd Niebaum  nun weiter? Archivfoto: dpa
Wie geht es mit Ex-BVB-Chef Gerd Niebaum nun weiter? Archivfoto: dpa
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Was wir bereits wissen
Wie geht es nun mit Ex-BVB-Chef Gerd Niebaum nach seiner Verurteilung am Freitag vom Landgericht Dortmund weiter? Wo wird er beispielsweise gemeinnützige Arbeit verrichten?

Dortmund.. 20 Monate Haft auf Bewährung - und jetzt? Ex-BVB-Chef Gerd Niebaum ist am Freitag vom Landgericht Dortmund verurteilt worden. Der einst angesehene Rechtsanwalt und Notar hat sich des Betruges, der Untreue und der Urkundenfälschung schuldig gemacht. Doch wie geht es nun weiter für den 66-Jährigen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Da sowohl Oberstaatsanwalt Dirk Stickeln als auch Gerd Niebaum und sein Verteidiger Götz Reuker noch im Gerichtssaal auf Revision verzichtet haben, ist das Urteil bereits rechtskräftig. Das heißt: Niebaum steht ab sofort unter laufender Bewährung.

Sollte er umziehen, müsste er den Wohnungswechsel umgehend dem Gericht mitteilen.Und vor allem: Sollte er in den nächsten zwei Jahren - so lange dauert die Bewährungszeit - noch einmal straffällig werden, müsste er mit dem Widerruf der Strafe rechnen. Unter Umständen müsste Gerd Niebaum dann die 20 Monate Haft doch noch absitzen. Die Richter sind jedoch sicher, dass dies nicht passiert. "Wir sind davon überzeugt, dass allein die Verurteilung für den Angeklagten Warnung genug ist", sagte die Vorsitzende Susanne Rauhaus.

Gemeinnützige Arbeitsstelle steht noch nicht fest

Innerhalb der laufenden Bewährungszeit muss Gerd Niebaum darüber hinaus 50 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Wo, das haben die Richter noch nicht entschieden.

Oberstaatsanwalt Stickeln hat aber bereits angeregt, eine Stelle mit möglichst geringer Öffentlichkeit zu suchen. "Von der gemeinnützigen Arbeit soll keine zusätzliche Prangerwirkung ausgehen", sagte er in seinem Plädoyer.

Niebaum kann nie mehr als Anwalt arbeiten

Mit dem Urteil dürfte auch die berufliche Karriere des Angeklagten endgültig beendet worden sein. Seine Zulassung als Rechtsanwalt hat Gerd Niebaum schon vor Jahren verloren. Mit einer Vorstrafe von 20 Monaten Haft auf Bewährung im Führungszeugnis ist eine Neuerteilung ausgeschlossen.

Der Ex-BVB-Chef hat eine Rückkehr ins Berufsleben aber ohnehin schon ausgeschlossen. "Ich habe mich ins Privatleben zurückgezogen", hat er im Prozess einmal gesagt.

Was passiert mit den noch offenen Vorwürfen?

Bleibt die Frage, ob die zuletzt abgetrennten weiteren Anklagevorwürfe - Veruntreuung von Mandantengeldern - irgendwann noch mal zu einem weiteren Prozess führen. Gänzlich ausgeschlossen ist das nicht. Selbst bei der Staatsanwaltschaft geht man aber davon aus, dass diese Vorwürfe demnächst im Hinblick auf das jetzt verhängte Urteil eingestellt werden.