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Sir Bob Geldof
06.09.2009 | 14:39 Uhr 2009-09-06T02:39+0200Konzert beim Friedensfest Dortmund gegen Nazis
5000 Besucher feierten auf dem Friedensplatz "Für Dortmund. Gegen Nazis" mit Sir Bob Geldof. Es war ein friedvoller Ausklang eines hektischen Tages in der Stadt, der viele Menschen in Atem gehalten hatte.
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14:57
Wer aus der Geschichte nicht lernt, wird sie wiederholen, so simpel ist das.
Wer sich freiwillig Thor nennt, muss das Wir auch nicht in Anführungszeichen setzen. Und da nutzt auch kein blabla zu Germanensagen und wilden Männern, die nerven genauso.
15:41
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16:42
@#6
Die Endlösung der Judenfrage zu leugnen wäre angesichts der belegten Tatsachen wahrlich töricht. Über die genauen Opferzahlen zu streiten ist ebenfalls vor dem Leid der Betroffenen und auch unter Berücksichtigung allierter Unwahrheiten - die sind bis heute Vorlagen für die Leugner - nicht hilfreich. Dieser bedauerliche Lauf der Geschichte - aber auch seine Hintergründe und historischen Grundlagen - muss als historische Wahrheit anerkannt werden und sollte als Lehre dienen. Auch wenn sie es nicht glauben werden - neue nationalsozialistische Ideen nehmen diese Lehren der Geschichte an.
Zur Frage des Nationalstaates sei gesagt, dass es eine endgültige Staatsform nie geben wird. Eines ist sicher : Alles - auch Staaten - sind der Zeit und damit dem Wandel unterworfen. Wer hätte beispielsweise 1988 gedacht, dass sich 2 Jahre später die DDR und die UdSSR auflösen würden?
Die Zeiten ändern sich - und mit ihnen die Menschen. Die Nazis, die sie vermeintlich bekämpfen sind die von gestern. Wir sind die von heute - mit neuen Ideen, Inhalten und jungen Menschen.
11:35
von wegen n eue nationale Ideen:
Die NPD und Hitlers “mehr als maßvolle” Forderungen
70 Jahre nach dem Überfall Deutschlands auf Polen hat die extreme Rechte noch immer sehr an der Kriegsschuld zu knabbern – führende Strategen versuchen daher weiterhin, die Geschichte umzuschreiben, die Schuld zu leugnen. Ganz vorne an der Front dabei: NPD-Vize Jürgen Rieger. Er lobt in einer Abhandlung mit dem Titel „Die Kriegsschuld-Lüge“ mehrmals den „Führer“, Adolf Hitler, für dessen realistische, maßvolle Außenpolitik – und erklärt das Deutsche Reich zudem als Opfer von Provokationen und Verleumdungen.
So meint Rieger, Hitler habe „anders als die Westmächte – die Gefahr des bolschewistischen Sowjetrußlands realistisch“ eingeschätzt“. Hitlers Forderung, Danzig ans Deutsche Reich anzuschließen, bezeichnet Rieger als „mehr als maßvoll“. Doch, man ahnt es schon: Undank ist der Welten Lohn. Rieger weiter: „Gleichwohl stellten die Polen sich stur.“ Also wirklich, diese Polen. Nicht umsonst hetzt die NPD auch heute noch gegen die Nachbarn im Osten; „Die Partei mit dem Elefantengedächtnis“ wäre doch ein schöner Wahlslogan.
“Es wurde nichts unterlassen, um Hitler zu provozieren”
Dann erläutert der NPD-Multifunktionär, warum der Anschluss Österreichs sowie der deutsche Einmarsch in der „Tschechei“ okay waren; eigentlich blieb dem armen Hitler nämlich gar nichts anderes übrig – zumindest wenn man Riegers Ausführungen glauben möchte – denn:
Es wurde nichts unterlassen, um Hitler zu provozieren. […] Es wurde das „Protektorat Böhmen und Mähren“ gebildet, das weitgehend tschechische Selbstverwaltung beinhaltete, bis auf Außenpolitik und die Frage einer eigenständigen Wehrmacht. Hitler wollte damit die Bedrohung, die von tschechischen Flugplätzen für zahlreiche große deutsche Städte und Industriegebiete ausging, ausschalten.
Einmal mehr äußerst maßvoll und weitsichtig, der Mann. Rieger stellt zudem fest: „Das Münchner Abkommen war durch Hitler also nicht gebrochen worden.“ Auch den Angriff auf die Sowjetunion kann Rieger erklären, wenn auch weniger originell: „Das Deutsche Reich ist mitten in einen russischen Offensivaufmarsch hineingestoßen.“
Und so geht es immer weiter: In London, New York und anderswo seien „deutschfeindliche“ Lügen verbreitet worden, Hitler habe reagieren müssen, undsoweiterundsofort. Die Leidensgeschichte des Adolf H. ist wirklich nur schwer zu ertragen. Genausowenig übrigens, wie der heutige Opfermythos der extremen Rechten. Ob Polizei, Juden, Kommunisten, Antifa, Medien oder gleich alle zusammen: die Neonazis werden verfolgt und drangsaliert, dass es nicht mehr feierlich ist. Kein Wunder, dass sie sich eben wehren müssen – wenn man so provoziert wird. Es ist ein Kreuz. Apropos Kreuz: In einer NPD-Handreichung für Kandidaten heißt es, man solle sich nicht auf das Thema Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg festnageln lassen. Warum? Das wird durch Riegers Text einmal mehr klar. Nirgendwo sonst wird die überragende Bedeutung der NS-Zeit auch für die heutige extreme Rechte so deutlich. Von Hitler und der NS-Zeit kommen sie nicht weg.
Streit um die richtige Strategie
Rieger macht sich im Gegensatz zu anderen Parteistrategen sogar dafür stark, die „Kriegsschuld-Lüge“ in den Mittelpunkt der eigenen Propaganda zu rücken. Denn, wenn es nicht gelinge
(zitat) ...die deutsche Jugend wieder selbstbewusst und stolz zu machen, wird sie auch weiterhin jeglicher ausländischen Anmaßung, der Ausplünderung unserer Sozialkassen durch Einwanderer, dem Verschleudern unseres Geldes an internationale Banken und ausländische Organisationen und Staaten keinen Einhalt gebieten.
Hier verläuft der strategische Graben zwischen Rieger und anderen NPD-Funktionären, die ihr Eigenheim noch nicht abbezahlt haben. Die werden nämlich einen Teufel tun und im Wahlkampf auf der „Kriegsschuld-Lüge“ herumreiten. Obwohl das vielleicht bei gar nicht so wenigen Leuten auch noch gut ankommen würde…
11:27
Neonazis und ihr „Nationaler Antikriegstag“ am 5. September
Die Nationalsozialisten begannen am 1. September 1939 den 2. Weltkrieg. Darin sind sich alle einig - fast. Neonazis haben ihre ganz eigene Deutung der Geschehnisse um und nach diesem Ereignis. Während am 1. September der Antikriegstag zelebriert wird, mobilisieren Nazis zum 5. September - dem Nationalen Antikriegstag. Die Hintergründe.
Die Textauszüge wurden uns freundlicherweise von mobim zur Verfügung gestellt. Mobim-Analysen, Hintergrundinformationen und Recherchen der Mobilen Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie
Vorgestellt von Bea Marer
Neonazis rufen zu Mahnwachen gegen Krieg auf
Am 1. September vor 70 Jahren brach mit dem Überfall der Deutschen auf Polen der 2. Weltkrieg aus, dem über 50 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Bereits seit 1957 wurde der 1. September daher als Antikriegstag betrachtet, an dem verschiedenste Gruppierungen mit Gedenkveranstaltungen Militarismus und Krieg ächteten.
Paradoxerweise hat die rechtsextreme Szene dieses Ereignis vor einigen Jahren auch für sich entdeckt. Sie rufen dann zum Nationalen Antikriegstag am 5. September auf, dem jedes Jahr mehr Neonazis folgen. Auch dieses Jahr sind in ganz Deutschland Mahnwachen und Kundgebungen für den 5. angekündigt. Zur zentralen Demo in Dortmund sind nach den Erfahrungen aus den letzten Jahren weit über 1000 Beteiligte zu befürchten. Die Veranstaltung dort wurde zunächst verboten, wenige Tage davor allerdings doch noch erlaubt. Zur Sicherheit sollen über 3000 Polizeikräfte in Dortmund im Einsatz sein.
Besonders die Autonomen Nationalisten kommen an diesem Datum gern zum Zuge, und verwirren mit ihrem Aussehen, das sie seit einigen Jahren zunehmend von der linken Szene abgekupfert haben. Auch die Sprüche auf ihren Bannern verunsichern, da diese auch ohne Stirnrunzeln bei jeder Friedensinitiative zu finden sein könnten.
Hier gilt es, Räume, die von Neonazis für ihre revisionistische Zwecke missbraucht werden sollen, mit dem Einsatz von engagierten Demokratinnen und Demokraten zu besetzten, wie es beispielsweise dieses Jahr bei den angekündigten Flash-Mobs für Rudolf Hess der Fall war.
Auseinandersetzung mit dem Phänomen von friedliebenden Nazis
Warum der Anspruch auf dieses Ereignis? Warum veranstalten Menschen, die chauvinistische, rassistische und autoritäre Wesenszüge aufweisen auf einmal vermeintliche Friedensdemos?
Die mobim aus Münster hat diese Frage in einer umfassenden Handreichung analysiert. Sie untersucht die Erwartungshaltung der Neonazis und schlägt Möglichkeiten zum Umgang damit vor. Im Folgenden sind einige Auszüge aus der Schrift zu finden. Die vollständige Analyse ist sehr zu empfehlen und kann auf der Homepage angefragt werden.
Ein bisschen Frieden… - derzeitige Strategien der extremen Rechten
In den zurückliegenden Jahren ist eine öffentlichkeitswirksame Hinwendung der neonazistischen Szene zu aktuellen politischen Themen und historischen Bezugspunkten zu beobachten, die zuvor nicht zum Kernbereich rechtsextremer Straßenpolitik in Form von Aufmärschen und Kundgebungen gehörten. Dominierten bis vor wenigen Jahren so genannte rechtsextreme Identitätsthemen die öffentlichen Aktionen der Szene, so müht man sich heute - teilweise durchaus erfolgreich - um eine Aktualisierung der im Kern weitgehend unverändert gebliebenen ideologischen Deutungsangebote. […]
Der Nationale Antikriegstag hat in den vergangenen Jahren ebenso erkennbar an Bedeutung gewonnen, wie die rechtsextremen Trauermärsche anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 oder die seit 2006 stattfindenden Aufmärsche im niedersächsischen Bad Nenndorf. […]Die Teilnehmerzahlen des Nationalen Antikriegstags sind in Dortmund kontinuierlich gestiegen; von ca. 200 Aktivisten im Jahr 2005 auf über 1 000 Teilnehmer im Jahr 2008. […]
Es ist absehbar, dass Neonazis auch künftig versuchen werden, weitere lokale wie überregional bedeutende Jahrestage gezielt zu instrumentalisieren, in ihrem Sinne umzudeuten oder sich eigene Gedenkanlässe zu schaffen. Das Muster hierfür bieten die zahlreichen regionalen Aufmärsche im zeitlichen Kontext der Jahrestage der Bombardierung deutscher Städte während des Zweiten Weltkriegs, bei denen die rechtsextreme Szene versucht, lokalgeschichtliche und aktuelle Aspekte mit ihrer Propaganda zu verknüpfen. Diese ständige Konstruktion neuer Demonstrationsanlässe macht indessen deutlich, dass Versammlungsverbote, wie etwa im Falle der Rudolf-Hess-Gedenkmärsche, nur ein bedingt wirksames Instrument gegen den aktionsorientierten Rechtsextremismus darstellen. […]
quelle und weiterlesen:
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/neonazis-und-ihr-nationale-antikriegstag-am-5-september-2415:
11:16
es gibt keine neuen nationalen ideen nur der abklatsch der ewig gestrigen.
immerhin fand das friedensfest nicht irgendwo auf einem abgelegenen parklpatz statt, wo es niemand mitbekommen hat. muss ganz schön frustrierend für die nazis gewesen sein, der ganz aufwand und dann kriegt das noch nicht einmal jemand von den bürgern mit. ausser vielleicht ein paar arme anwohner die einen leid tun konnten.
besonders als das schlimme gejaule der liedermacher zu hören war.
wie stehen sie als demokrat eigentlich zum holocaust, dr. thor ? den würden sie doch niemals leugnen , oder ?
Und die BRD als endgültige deutsche staatsform, in der verfassungsfeindliche nationalisten verboten werden, erkennen sie sicher auch problemlos an.
nicht wahr ?
22:13
Die Zahl von 5000 Besuchern stimmt wohl und es war ein wirklich gutes Konzert.
Als Sir Bob Geldorf dann - allerdings auf Englisch - sagte, dass überall dort, wo etablierte Politik versagte, politische Extreme aufkämen, da müssen der etablierten Politik (Langemeyer und Sierau waren anwesend) wohl die Ohren geklungen haben.
Letztlich war mit Bratwurst, Bier und guter Musik Partystimmung da aber was - bitte - hat das mit politischer Auseinandersetzung mit neuen nationalen und sozialen Ideen zu tun?
Die politische Wirkung dieser Veranstaltung - sofern sie überhaupt eine hatte - dürfte wenig nachhaltig sein und schnell verpuffen.
19:48
es geht doch nicht nur darum ob diese menschen den ganzen tag unterwegs waren gegen den braunen mob. 5000 am abend einige tausende auf den 30 veranstaltungen in dortmund, ein zeichen setzen das haben sie gemacht jeder einzelne der in dortmund war.........nazis will keiner, nicht in dortmund und nicht in andere städte.....
17:16
Es kamen um 22:00 Uhr 5000 anstatt der 20000 erwartenden Besucher zu dem eintrittsfreien Konzert.
Für die WR haben damit 5000 gegen Rechts demonstriert.