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Silbermond kommen in die Westfallenhalle Dortmund

08.09.2012 | 07:00 Uhr
Silbermond kommen in die Westfallenhalle Dortmund
Silbermond haben bereits im Jahr 2009 in der Westfalenhalle Dortmund gespielt. Vor Weihnachten ist es wieder soweit.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund. Ihre aktuelle Konzerttour „Himmel auf“ führt Silbermond durch ganz Deutschland und zum ersten Mal sogar ins europäische Ausland. Am 20. Dezember spielt die erfolgreiche, deutschsprachige Band in der Westfalenhalle 1. Mit Maike Rellecke sprachen Frontfrau Stefanie Kloß und Schlagzeuger Andreas Nowak über das Abenteuer Europatour und ihr besonderes Hobby Musik.

Ihr seid am 20.12.2012 in der Westfalenhalle. Ein Glücksdatum?

Stefanie: Das ist auf jeden Fall einfach zu merken für die Fans in Dortmund. Und ein Datum, das nahe an Weihnachten liegt. Da herrscht ja ein ganz besondere Atmosphäre. So ein Konzert ist ja gerade vor Weihnachten nochmal schön.

Andreas: Nach dem Tourabschluss geht’s dann auf direktem Wege zu den Familien. Zu Weihnachten sind dann auch alle Freunde in Bautzen und wir freuen uns das ganze Jahr darauf, viel Zeit mit denen und der Familie zu verbringen.

Mit eurer aktuellen Single „Ja“ habt ihr eine Ballade aus dem Album „Himmel auf“ ausgekoppelt. Oftmals sind es Balladen mit denen Ihr groß rauskommt, obwohl die meisten Songs eher rockig und spaßig sind. Ist das ein Gegensatz?

Stefanie: Das sind ja nicht wir, die entscheiden, welche Songs gut ankommen sollen, sondern die Fans entscheiden, was sie mögen. Ich glaube, die emotionalen Nummern sind die, die uns alle vereinen. Jeder kennt solche Gefühle wie Liebe, Schmerz, Freude. Jeder krasseste Rocker hat schon mal mit Gefühlen zu kämpfen gehabt. Das verbindet uns einfach.

Auf eurer aktuellen Tour seid ihr zum ersten Mal durch Europa gereist. Können die Fans in Paris oder London eure Lieder mitsingen?

Andreas: Das ist wie ein großer Traum, den wir uns jetzt erfüllen können. Es ist ein großes Abenteuer durch Europa zu touren. Und es war viel einfach als wir es und vorgestellt hatten. Stefanie hatten sich mit ihrer Moderation darauf vorbereitet englisch zu sprechen, aber die Lieder haben wir natürlich auf deutsch gesungen. Die meisten Leute bei so Konzerten wie in London waren aus Deutschland oder konnten gut Deutsch.

Stefanie: Zur Begrüßung habe ich einen französischen Satz vorbereitet, aber weil ich das gar nicht beherrsche, hätte ich nicht den ganzen Abend französisch sprechen können. Aber das erwartet ja auch keiner, wenn er zu einem Konzert mit deutscher Musik geht.

Ihr spielt zusammen, seit ihr 15 wart. Hat es mal Hobbys außerhalb der Musik gegeben oder bleibt dafür keine Zeit?

Andreas: Wenn man eine Sache mit ganzer Leidenschaft machen will, dann bleibt nicht mehr viel Zeit. Natürlich geht man auch mal mit den Jungs auf den Bolzplatz kicken oder man geht ins Kino – ganz normal.

Wenn man das Hobby zum Beruf macht, geht da auch was verloren von dem Spaß?

Stefanie: Man hat aber auch eine größere Motivation, besonders gut zu sein. Wir sagen uns: Boah, uns hören so viele Leute zu! Denen wollen wir einfach zeigen, dass wir ein tolles Konzert abliefern wollen. Wenn ich mal an einem Tag durchhänge, holen ich mir die Kraft von den Fans.

Wir haben aber auch schon erlebt, dass es mal nicht so locker lief. Kreativität kommt ja nicht einfach so. Bei der dritten Platte sind monatelang keine Songs zustande gekommen. Wir haben uns einfach zu sehr dem Druck von außen unterworfen. Aber wir sammeln die ganze Zeit Ideen für neue Songs, machen uns Notizen oder Demos und wenn’s dann ans Songschreiben geht, holt jeder alles raus und wir überlegen zusammen.

Maike Rellecke



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