Signal Iduna gibt dem BVB mehr Geld
24.06.2010 | 18:51 Uhr 2010-06-24T18:51:00+0200
Dortmund.Da der BVB in der kommenden Saison in der Europa League spielt und somit im Signal Iduna Park internationaler Fußball zu sehen ist, muss der Sponsor mehr zahlen. Für den Versicherer Signal Iduna wohl kein Problem, denn er blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
„Wir haben einen Vertrag, der zwei erfolgsabhängige Komponenten beinhaltet“, erklärt Vertriebschef Michael Johnigk die Vertragsbedingungen zwischen dem Sponsor und dem BVB. Die eine beziehe sich auf die Reichweite und Bekanntheit des Signal Iduna Parks. Die andere richte sich nach dem Erfolg. „Darauf entfällt auch eine Sonderzahlung - aber über die Höhe ist Stillschweigen vereinbart.“
Ungeachtet der Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt sich der Versicherer Signal Iduna offen für weitere Fusionen und Zusammenschlüsse. „Wir streben nicht nach Größe um jeden Preis, aber suchen weiter nach Partnern, die zu uns passen“, sagte Vorstandschef Reinhold Schulte gestern bei der Bilanzpressekonferenz des Dortmunder Unternehmens.
Nachdem die Signal Iduna Innungskrankenkasse gerade erst die Fusion mit der IKK Nordrhein zur Vereinigten IKK zum 1. Juli 2010 bekannt gegeben hat, befindet sie sich bereits in Gesprächen mit weiteren Innungskrankenkassen, wie Schulte sagte. Die Fusion habe im wahrsten Wortsinne „Signalwirkung“. Die Bemühungen richteten sich aber klar an Innungskrankenkassen, an den Mittelstand und das Handwerk.
Erneute Kritik an Subventionierung des Flughafens
Erneut kritisierte der Vorstandschef die Dauer-Subventionierung des Dortmunder Flughafens: „Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass die Stadt weiter in das Unternehmen investiert“, sagte er. Schließlich habe der Vorstandschef, der auch Mitglied in der Spitze der IHK in Dortmund ist, bisher noch keine Planung vorgelegt bekommen, wie der Flughafen wieder schwarze Zahlen schreiben solle. Eine dauerhafte Unterstützung eines Unternehmens Flughafen ginge auf Kosten der ansässigen Unternehmen, wenn die Gewerbesteuer erhöht wird. Dadurch gerate Signal Iduna in einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz.
Trotz dieser Kritik an der Stadtspitze bekannte sich Schulte aber erneut zu seiner Heimatstadt: „Der Versicherungsstandort Dortmund ist für uns genauso gesetzt wie Hamburg“, sagte er. Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit und Kosten von 60 Millionen Euro wird denn auch seit Mai der Anbau der Signal-Iduna-Zentrale bezogen. Er bietet auf 8500 m² Fläche Raum für 350 Arbeitsplätze.
„Sehr zufrieden“ mit 2009
Mit dem Geschäftsergebnis 2009 war Schulte „sehr zufrieden“: Die Beitragseinnahmen stiegen um 14,2 Prozent auf 5,27 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis vor Steuern verzeichnete einen Zuwachs um gut 170 Mio. Euro auf 771 Mio. Euro, der Jahresüberschuss erhöhte sich von 60 Mio. Euro in 2008 auf 70,2 Mio. Euro in 2009. Das Eigenkapital der Signal Iduna Gruppe erhöhte sich auf insgesamt 988 Mio. Euro.
„Es war ein sehr gutes Jahr, es war ein spannendes Jahr“, resümiert Schulte. Ein Ziel habe die Signal Iduna aber trotz zahlreicher Verhandlungen nicht erreicht: von der Baloise-Gruppe (Schweiz) die Töchter Deutscher Ring Leben und Sach zu erwerben. Mit der Deutscher Ring Kranken ist die Signal Iduna seit dem 1. April 2009 in einem Gleichstellungskonzern zusammengeschlossen. Unter anderem durch die Aufnahme von Mitarbeitern der Deutscher Ring Versicherungen wird die Mitarbeiterzahl der Signal Iduna Gruppe von rund 13 000 auf 13 600 steigen – 2300 davon arbeiten in Dortmund.
23:09
Der BVB baut weiter seine Schulden ab und ist auf dem Weg wieder erfolgreich zu werden.
Vergleicht man den BVB mit anderen Vereinen, dann geht der BVB mit seinen Finanzen ordentlich um. Meilenstein ist - laut Watzke- der Signal Iduna-Vertrag. Die Evonik Industries AG (Evonik) hat ihr Engagement als Haupt- und Trikotsponsor der Borussia bis zum 30. Juni 2013 verlängert. Das spült weitere Millionen Euros in die Kasse.
Im Mai veröffentlichte zum Beispiel Schalke die Geschäftszahlen des Jahres 2009. Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahr um 20 Millionen Euro ein, obwohl die Personalkosten um sechs Millionen Euro gesenkt wurden. Insgesamt steht ein Minus von 17 Millionen Euro zu Buche, der Schuldenstand des Vereins beträgt 135 Millionen Euro. Nimmt man die angeschlossenen Tochtergesellschaften und damit die Schulden aus der Arena-Finanzierung hinzu, summieren sich die Verbindlichkeiten auf rund 250 Millionen Euro.
Magath muss aber Qualität in seinen Kader pumpen, um in der CL einigermaßen bestehen zu können.Vor allem muss ein Stürmer verpflichtet werden.
Quantität hat er hingegen genug. 39 (!) Spieler stehen bei Schalke 04 unter Vertrag. Auf Schalke kann eine ähnliche Entwicklung einsetzen, die der VfL Wolfsburg schon hinter sich hat. Dort tauschte Magath binnen zwei Jahren nahezu den kompletten Kader aus und wurde 2009 Deutscher Meister. Ähnlich will er nun auch in Gelsenkirchen vorgehen.
Man darf gespannt sein, was daraus wird, wenngleich mir der vorsichtige Stil von Watzke&co richtiger erscheint!
Auf eine gute Saison für beide Reviervereine!
PRO Revierfußball!
15:04
Dass ausgerechnet Freunde des Gazpromkirchener Veltinsclub hier beim Thema Geld mitreden möchten ist schon ein wirklich guter Witz...
11:32
@alle Finanzexperten hier:
Der Unterschied zwischen einer Subvention und einem Werbevertrag wie dem zwischen Signal Iduna und BvB ist folgender:
Eine Subvention erfordert keine Gegenleistung.
Ein Vertrag besteht aus Leistung und Gegenleistung. Signal Iduna zahlt Geld, BvB wirbt dafür - mir gefällt der blauweiße Schriftzug auch nicht, aber die wirtschaftlichen Realitäten sind eben so.
Der FC Schulden 04 würde auch einen schwarzgelben Schriftzug auf seine Turnhalle kleben, wenn dafür ein Sponsor dazu beitrüge, den Schulden-Everest abzutragen. Der Unterschied hier ist, dass der BvB das tut (Schulden abtragen), während der FC Leihhaus 04 weiterhin mit den Millionen um sich schmeißt, um Herrn Magath die Meisterträume zu finanzieren.
10:46
Leute, die das Westfalenstadion in einen Park umbenennen und blauweiß beschriften, wollen mit ihrer Heimatstadt verbunden sein?
Das ist absurd!
20:06
zu #7:
Mit subventionieren ist auch gemeint, für eine Sache viel Geld auszugeben, das aber nicht unbedingt erforderlich ist.
Mein Vergleich ist so gemeint:
Herr Schulte wirft der Stadt Dortmund vor, das sie ihr Geld am Dortmunder Flughafen verschleudert.
Ich werfe Herrn Schulte vor, das er die Versichertengelder am Dortmunder Stadion verschleudert.
16:49
Signal Iduna könnte ihren Kunde eine höhere Rendite zahlen. Aber sie sparen lieber Steuern, in dem sie Sportvereine sponern. Als Kunde weiß ich, wo ich mein Geld nicht hintragen will...
12:44
#6 Neues vom Hexer
Wieso denn subventionieren? Die Signal-Iduna-Versicherung ist ein Werbepartner von Borussia Dortmund, und das sogar im Premium-Bereich. Jedes grosse Unternehmen braucht solche Werbepartner. Diese Drohungen, Versicherungen evtl. zu wechseln, sind doch Schwachsinn. Dann darfst du heute auch kein Bier mehr trinken, keine Bank mehr betreten, nicht mehr mit der Bahn fahren, vom Fliegen mal ganz abgesehen.
PRO Revierfußball!
Glück auf!
11:35
Ich stimme #3 voll zu.
Lieber Herr Schulte,
einerseits beklagen Sie sich über die Subventionen der Stadt Dortmund an den Dortmunder Flughafen.
Andererseits:
Sie verwalten die Gelder Ihrer Versicherten aus ganz Deutschland.
Und dann subventionieren Sie mit diesen Geldern Borussia Dortmund.
Wenn ich Kunde in Ihrem Unternehmen wäre und Fan einer anderen Bundesligamannschaft, würde ich mir überlegen, ob ich nicht die Versicherung wechsle.
09:49
Hoffentlich wird der Vertrag mit Signal Iduna nicht verlängert und das Stadion wieder in Westfalenstadion umbenannt.
Der blau-weiße Schriftzug auf unserem Stadion ist doch echt eine Schande...
08:31
Hallo antibxb!
Wer ist den Ameroso? Hatt der bei Sch...05 gespielt!!!???.