Sierau und Stüdemann gingen gemeinsam baden
17.12.2010 | 18:12 Uhr 2010-12-17T18:12:00+0100
Dortmund.Sollte sich Bernd Kruse, Chef im Revierpark Wischlingen, darauf gefreut haben, statt Kulturdezernent, Kämmerer und Stadtdirektor Jörg Stüdemann den Chefposten der städtischen Sport- und Freizeitbetriebe zu übernehmen - er hatte sich zu früh gefreut.
Denn dass sich OB Ullrich Sierau und Stüdemann, die mächtigsten Figuren der SPD auf dem politischen Schachbrett, für seine Beförderung stark gemacht hatten, dafür konnte sich Kruse nichts kaufen. Auf Antrag der Grünen entschied der Rat am Donnerstag, anstelle von Kruse den grünen Stadtrat Wilhelm Steitz, den die Genossen bei jeder gelegenheit abmeiern, an die Spitze des Eigenbetriebes zu setzen. Mehr Geld will und bekommt Steitz dafür nicht.
Was mag da bloß wieder so dumm gelaufen sein?
Bei seiner Bewerbung zum Kämmerer hatte Stüdemann, wie berichtet, darauf gedrungen, angesichts der Mehrarbeit die (ehrenamtliche) Geschäftsführung der Sport- und Freizeitbetriebe loszuwerden. Dieser Posten sollte zunächst hauptamtlich, also richtig teuer, an Reinhold Plätz gehen; der aber setzte seinen Aufstieg zum Personalamtsleiter durch.
Nächster Vorschlag, von Sierau Anfang November unter die Leute gebracht: Kruse. Nur: Die Ausgangslage hatte sich inzwischen völlig verändert. Bereits im September hatte der Rat Steitz die Ägide übers Umweltamt weggenommen, ihm als Trostpflaster aber die Sport- und Freizeitbetriebe zugeschanzt. Besser, Sierau und Stüdemann hätten mit ihrem inzwischen zuständigen Kollegen ein Wort gewechselt, bevor sie Kruse als neuen Chef präsentierten. Denn Steitz reichten wenige Anrufe bei Ratsfraktionen, um die Lage transparent zu machen und sich eine Ratsmehrheit für seine Bewerbung zu beschaffen.
14:59
Wir haben alle einen Fehler gemacht:
Wir sind nicht in die SPD eingetreten und sind vermutlich wegen der nicht vorhandenen Verwaltungslaufbahn auch nicht in der Lage derartige Jobs auszuführen.
Genau deshalb bedient man sich immer der selben Deppen
09:05
Politik, gleich ob auf Bundes-Landes- oder Kommunalebene verkommt zusehends zum Kasperletheater.
Schuld daran sind wir. So lange überwiegend Flitzpiepen die Geschicke unseres Landes und unserer Kommunen bestimmen, wird sich nichts ändern. Ein Indiz dafür, dass es uns noch viel zu gut geht.
22:56
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22:54
Ganz einfach #8, wenn die Dortmunder SPD schon in der Wüste ist und im Büßerhemd gen Mekka schlurft.
22:54
@ #8
Welchen Artikel meinen Sie? Oder wollten Sie nur mal ein bisschen an Ihrem Polemikstil feilen?
20:42
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16:34
Letztlich sollte doch nur Steitz Schritt für Schritt weiter kaltgestellt werden. Also zieht man für viel Geld eine SPD-Zwischenebene ein, die Steitz als Dezernenten blockiert und entmachtet.
Das der Rat dieses Spiel nicht mitgemacht hat und den Sozen von CDU bis zur Linken hier die gelbe Karte gezeigt hat, ist vollkommen richtig.
15:13
Wer Personalpolitik betreibt macht Fehler.
Was aber erstaunlich ist, ist die Tatsache, das beide Personen, beide Politiker,
so ein handwerklicher Fehler unterlaufen kann.
Beide Politiker sind im politischen Geschäft keine Anfänger.
Die Frage, die sich der politische Betrachter stellt, lautet: Warum, weshalb, wieso, passieren diese Eigentore, erfahren Politikprofis?
Ist es die Abgehobenheit im Tagesgeschäft, die Arroganz der Macht?
Oder doch nur eine politische Fehleinschätzung, die jedem in der Politik passieren kann.
Die Frage, die sich der politische Beobachter, Leser, Bürger, Wähler stellt, ist aber: Gibt es eine strukturierte Personalpolitik - mit Perspektivcharakter in der Verwaltung?
Welches Anforderungsprofil muss, müssen die Bewerber, für Führungsaufgaben in der Verwaltung erfüllen?
Verwaltungen sind, werden langfristig Dienstleistungsunternehmen für den Bürger sein.
Dienstleistung ist gleich Service Leistung.
BITTE weniger politische Farbenlehre.
BITTE mehr zukunftsorientierte Personalpolitik!
12:54
@ #2
Ganz normaler Vorgang - Eine der schlimmsten Sprachsünden aus dem Tagesgeschäft von Politik und Wirtschaft.