Sierau stoppt Flüchtlinge-Umzug nach Hacheney

Das Gebäude der Gehörlosenschule in Hacheney wird kein Asylantenwohnheim.  Foto: Knut Vahlensieck
Das Gebäude der Gehörlosenschule in Hacheney wird kein Asylantenwohnheim. Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.. OB Ullrich Sierau zieht die Reißleine: Der Umzug der Asylbewerber vom Westfalendamm in die Gehörlosenschule nach Hacheney ist so gut wie vom Tisch - der Rat wird am morgigen Donnerstag nicht entscheiden: Die Verwaltung zieht alle Beschlussvorschläge zurück - auch den, die Menschen im Grevendicks Feld unterzubringen.

Nach der Sitzung des Verwaltungsvorstandes ließ Ob Sierau durchblicken, dass er die Einrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen lieber „an anderen Standorten in der Region“ untergebracht sähe. Beispielsweise in Unna-Massen. Da aber spielt wohl das Land nicht mit - offenbar gebe es Überlegungen, das fragliche Grundstück zu vermarkten. Die Gebäude der Gehörlosenschule des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Hacheney allerdings ist für Sierau keine Alternative, wenn die Einrichtung an der B1 Ende des Jahres geschlossen wird. Grund: Dem OB ist das Risiko zu groß, dass Anwohner vor Gericht marschieren. „Klagen gegen eine Genehmigung für diesen Standort sind keineswegs ausgeschlossen“, sagt Sierau. Und er sehe nicht, dass die Stadt 100-prozentige Rechtssicherheit habe.

Stattdessen sollen die Verhandlungen mit dem Land um einen Alternativ-Standort fortgesetzt werden - der möglicherweise außerhalb Dortmunds zu finden ist. Die Einrichtung zur Erstaufnahme muss von der B1 verlegt werden, weil der Grundstückseigentümer, die Stadtkrone Ost, das Gelände entwickeln will.