Sierau informiert über Nazi-Demo in Dortmund
31.08.2011 | 12:38 Uhr 2011-08-31T12:38:13+0200
Dortmund.Drei Tage vor der Nazi-Demo in Dortmund informiert Oberbürgermeister Ullrich Sierau über den Umgang der Stadt mit Rechtsradikalen. Sierau stellt fest, dass es offenbar keine andere Großstadt gibt, in der Neonazis so präsent sind wie in Dortmund.
Oberbürgermeister Ullrich Sierau informiert drei Tage vor der Nazi-Demo über die Pläne der Stadt im Umgang mit den Rechtsradikalen.In der Stadtgesellschaft gebe es aber eine große Bereitschaft, das Problem anzugehen: „Wir werden erleben, dass diese Stadt nazifrei ist:, so Sierau.
Schon wieder Provokationen
Noch während die Pressekonferenz läuft, verteilen Nazis vor dem Rathaus Flugblätter - eine weitere Provokation von Seiten der Rechten, die bereits in den vergangenen Tagen mit diversen Aktionen für Unruhe gesorgt hatten. So hatten sie beispielsweise eine Spontan-Demo gegen polizeiliche Willkür angemeldet, nachdem sie eine friedliche Hartz IV-Demo massiv gestört hatten.
Friedrich Stiller, Pfarrer der evangelischen Stadtgemeinde, fungiert als Sprecher des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus. Er stellt den gemeinsamenen Aufruf der Nazi-Gegner vor. Der Aufmarsch in der Nordstadt sei eine besondere Provokation, da gerade dieses Viertel für ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen stehe. In Dortmund leben 167.000 Menschen mit Migtationshintergrund. Insgesamt hat die Stadt rund 580.000 Einwohner. Um 12 Uhr wollen die Nazi-Gegner in der Nordstadt demonstrieren und ihre Solidarität mit den Bewohnern zeigen. Am Nordmarkt soll es um 14 Uhr eine Kundgebung geben.Stiller sagt, dass inzwischen auch die Nordstadt in den Fokus der Nazis gerückt sei.
Alexander Wuttke vom Bündnis "Dortmund nazifrei" erläutert die Planungen den Bündnisses. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis gegen rechts werde es eine Kundgebung an der Katharinentreppe geben. Für den 4. September ruft das Bündnis zum zivilen Ungehorsam auf. An der Schützenstraße wird es ab 9 Uhr eine Kundgebung mit NRW Integrationsminister Guntram Schneider und OB Sierau geben. Dort soll es auch zu Sitzblockaden kommen. Wuttke ist sich sicher, dass "Dortmund eine wehrhafte Stadt ist". Die Diskussion über zivilen Ungehorsam werde viele Bürger mobilisieren.
17:05
Hier werden schon seltsame Sichtweisen transportiert: Wenn Rechte sich einer linken Demonstration anschliessen wollen, dann stören sie, wenn Linke ohrenbetäubenden Lärm bei einer rechten Info-Veranstaltung erzeugen - wie vor einer Woche geschehen - um zu stören, dann ist das offenbar genau so legitimer Protest wie die Aufrufe eine genehmigte Demonstration zu sabotieren, zu behindern und zu blockieren.
Es scheint so, dass die Politprominenz nun begriffen hat, dass Aufrufe zu Blockaden Straftaten darstellen und auch die Zweckbündnisse mit den linken Krawallchaoten - von denen stammen die Blockade-Startegien - sich als kriminelle Vereinigungen und damit als derbe Rohrkrepierer erweisen. Zumindest die Polizei, Staatsanwaltschaft und die gerichte in Dresden sehen das so - und entscheiden auch so. Vielleicht - liebe Redaktion - sollte man da auch mal recherieren - und - berichten!