Das aktuelle Wetter Dortmund 2°C
Messerattacke

Sicherheitsdienst überwacht die Pforte in Dortmund

Einsatzfahrzeuge der Polizei und ein Notarztwagen stehen am Mittwoch in Neuss vor dem Jobcenter-Gebäude, wo eine 32 Jahre alte Mitarbeiterin niedergestochen wurde.Foto: dapd

Im Dortmunder Jobcenter setzen sie indes auf Präsenz: Ein Sicherheitsdienst überwacht die Pforte, eine Patrouille zeigt tagsüber in den Gängen Flagge. „Hier geht es um die Existenz. Da ist das Konfliktpotenzial sehr hoch, ein Restrisiko gibt es immer“, sagt Dortmunds Jobcenter-Sprecher Christian Scherney.

Messerstiche, Fingerbrüche, Geiselnahmen in NRW

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Übergriffe auf Sachbearbeiter - auch in NRW. Einige der schlimmsten Beispiele:

18. März 2010: In Essen attackiert ein 29-Jähriger, der sich beschweren wollte, zwei Angestellte mit einem Teppichmesser. Die Mitarbeiter werden leicht verletzt.

1. Oktober 2009: In Herne bricht ein Mann (26) einem Sicherheitsmann der Arbeitsagentur zwei Finger. Der Täter durfte die Behörde ohnehin nur mit einem Sicherheitsdienst betreten, weil er Hausverbot hatte. Auslöser des Ausrasters war ein fehlender Antrag.

5. September 2007: In Aachen bedroht eine 46-Jährige in einem Jobcenter zwei Mitarbeiter mit einer Waffe und nimmt sie als Geiseln. Die Frau, der die finanzielle Unterstützung gestrichen worden war, wollte Geld oder Essensmarken erpressen.

„Eine solche Tat wie in Neuss kann man aber nicht hundertprozentig verhindern“, sagt Thorsten Opel, Pressesprecher des Jobcenters in Hagen. Dazu geht es oft viel zu schnell, wenn die Situation eskaliert. In diesem Jahr seien bereits zwölf Hausverbote ausgesprochen worden, in den Vorjahren war es jeweils nur fünf. „Wir tolerieren nicht mehr so viel wie früher“, begründet Opel die steigende Zahl.

Das Jobcenter Kreis Unna beschäftigt bei Bedarf externe Sicherheitsdienste. „In Lünen, Bönen und Fröndenberg waren sie schon im Einsatz“, sagt Sprecherin Katja Pfeifer. „Immer anlassbezogen – also wenn Mitarbeitern vorher gedroht worden ist, reagieren wir.“ Richtig zum Einsatz kamen die Sicherheitskräfte dabei noch nie. „Es scheint, präventiv zu wirken.“ Ob überlegt werde, künftig ständig Sicherheitsleute in den zehn Geschäftsstellen einzusetzen, könne sie nicht sagen. Kurzfristig wolle sich der Geschäftsführer jedoch mit dem Personalrat zusammensetzen, „um das Thema Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz erneut zu besprechen“.

Facebook
Fotos und Videos
Kunst in der Kaue in Mengede
Bildgalerie
Fotostrecke
Kinder zeigen Musical über Müll
Bildgalerie
Fotostrecke
Das Leben im kleinen Horrorhaus
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
So wird eine Sporthalle zur Notunterkunft umgebaut
Flüchtlinge ziehen in...
Auf dem Turnhallen-Boden drinnen schaffen dünne Stellwände ein Minimum an Privatsphäre, draußen patrouilliert ein Wachdienst Tag und Nacht: Die Brügmann-Hallen sind bereit für die Ankunft von bis zu 300 Flüchtlingen. Dortmunds neue Notunterkunft eröffnet Dienstagvormittag. Wir haben vorab schon...
Riesen-Tanne auf dem Hansaplatz ist angeknipst
Dortmunder...
Endlich ist er an! Der 45-Meter-Weihnachtsbaum auf dem Hansaplatz ist am Montag um 18 von Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau angeknipst worden. Bis zum 30. Dezember wird das Wahrzeichen des Dortmunder Weihnachtsmarkts in voller Schönheit erstrahlen.
Gesuchter Galatasaray-Fan stellt sich der Polizei
Fans
Ein Fan von Galatasaray Istanbul, der beim Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem türkischen Rekordmeister eine Sitzschale auf Polizisten geworfen haben soll, hat sich der Polizei gestellt und eine Aussage gemacht. Die Fahndung nach weiteren Werfern geht weiter.
Sitz-Werfer aus dem Stadion stellt sich der Polizei
Fan-Randale bei...
Nach dem Champions-League-Spiel BVB-Galatasaray warf er einen herausgetretenen Sitz vom Ober- auf den Unterrang des Signal Iduna Parks - jetzt hat sich ein 22 Jahre alter Galatasaray-Fan aus Bottrop bei der Polizei gestellt. Die Ermittler hatten ihn wegen versuchten Totschlags mit Fahndungsfotos...
23-Jähriger verhindert mögliche Vergewaltigung
Aufmerksamer Zeuge
Ein 23 Jahre alter Lüner war in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Innenstadt unterwegs, als er sah, wie ein Mann und eine Frau an einer Tiefgarage auf der Steinstraße eng beieinanderstanden. Weil er bemerkte, dass die Frau gegen ihren Willen festgehalten wurde, schritt er ein - und...