Sekundarschule soll zur Regel werden
25.11.2011 | 17:55 Uhr 2011-11-25T17:55:00+0100
Dortmund.Obwohl es sie faktisch noch gar nicht gibt, nimmt die Sekundarschule in Westerfilde schon Formen an: Bei der Befragung von 761 Eltern mit Kindern des 3. und 4. Jahrgangs der sechs Mengeder Grundschulen meldeten 150 Eltern Interesse für eine Schulanmeldung an.
Nach jetzigem Plan soll die Schule aber nur mit 75 Plätzen starten. Willkommen zurück bei der Diskussion um weitere Standorte.
Schon vor einigen Wochen hatte die Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD (AfB) einen Vorstoß gewagt, als Vorsitzende Monika Rößler in den Raum stellte, man könne sich mittelfristig in jedem der Stadtbezirke eine Sekundarschule vorstellen.
Eine Schule nach der anderen
Zuvor waren es die Grünen und die Stadteltern, die am liebsten neben Westerfilde auch die Standorte Aplerbeck, Hörde und Lütgendortmund ins Spiel bringen wollten. Gestern war es OB Ullrich Sierau selbst, der das Thema aufs Tapet brachte. Zwar wisse man im Moment noch nicht mal, wie viel Geld in die erste Sekundarschule fließen müsste, um beispielsweise das Raum-, Medien- oder Übermittagsbetreuungsprogramm auf eine solide Basis zu stellen - gleichwohl wolle sich Sierau der anstehenden Diskussion um weitere Standorte nicht verschließen. Devise: „Erst kommt Westerfilde - dann können wir über Aplerbeck und Lütgendortmund sprechen.“
Beginn schon zum Sommer 2012?
Vielleicht schon zum Sommer 2012 könne das Thema ernsthaft angegangen werden, stellte Sierau in Aussicht. „Wir sollten der gesellschaftlichen Nachfrage entsprechen und flexibel reagieren“, sagte der OB. Und: „Wir sind auf dem Weg, Sekundarschulen zur Regel zu machen.“
Flexibel will man auch in Westerfilde reagieren: Sollten sich mehr als (die nötigen) 75 Schüler für drei Eingangsklassen anmelden, müsse der Rat über eine mögliche Vierzügigkeit entscheiden. Man wolle möglichst wenig Interessenten abweisen.
19:44
Es geht nicht um die Schulform. Die Eltern werden sowieso mit den Füßen abstimmen.
Es geht um eine gute Ausstattung der Schulen und um eine Priorität im Bildungswesen. Die aktuellen Studien haben den Dortmundern und den Rest des Ruhrgebiets wieder eine absolute Blödheit bescheinigt. So wird es nicht gelingen, hier dauerhaft Erfolg zu haben.
Für Arbeit zu Sklavenlöhnen auf Autohöfen und in Lagerhallen reicht dies natürlich. Das scheint ja auch das Ziel der Politik zu sein, solche Arbeitsplätze zu fördern. Dann kann man nämlich EU-Mittel abgreifen und Kümmerer für alle Lagen zu den arbeitenden Armen schicken, um ihnen zu helfen. Natürlich für etwas mehr Geld. Schliesslich berät man ja.
Die Politik muss alle Schulformen gut ausstatten. Essen zeigt, dass insbesondere die Lieblingsprojekte der POltitker bzgl. der Personalausstattung bevorzugt werden. Das kann nicht sein. Auch Top-Schüler haben das Recht, im Ruhrgebiet gefördert zu werden. Wir brauchen eine Top-Bildung, um in der globalisierten Welt konkurrenzfähig zu sein.