Das aktuelle Wetter Dortmund 15°C
PCB

Schwierige Suche nach Bombenblindgänger auf Envio-Gelände

01.06.2012 | 09:00 Uhr
Schwierige Suche nach Bombenblindgänger auf Envio-Gelände
Auf dem PCB-verseuchten Gelände von Envio wird unter Halle 55 ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet.Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.   Als ob das Envio-Gelände im Dortmunder Hafen nicht schon genug Probleme bereitet: Völlig unklar ist, wie die Bezirksregierung mit dem dort vermuteten Bombenblindgänger verfahren soll. Wie könnte die Fliegerbombe in der PCB-verseuchten Umgebung gefahrlos entschärft werden?

Zeitlich völlig offen ist der weitere Ablauf mit Blick auf den Umgang mit dem auf dem Envio-Gelände vermuteten Blindgänger im Hafen von Dortmund. Das teilte am Donnerstag Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung, auf Anfrage mit.

Während die Bezirksregierung weiterhin von einem Verdachtspunkt spricht, gibt es auf Unterlagen, die unserer Redaktion vorliegen, konkrete Hinweise auf einen Blindgänger. „Es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit“, so Söbbeler.

Experten der Bezirksregierung und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes werden nun die Gegebenheiten sondieren. Es wird geprüft, ob der an dieser Stelle, unmittelbar hinter dem von Envio genutzten Bereich der Halle 55, nun gebohrt oder aufgegraben wird, um Sicherheit über den Fund zu bekommen. Nach Auskunft von Söbbeler gibt es derzeit kein Gefahrenpotenzial - „so lange man es in Frieden lässt“. Man habe die Möglichkeit, strategisch ordentlich zu überlegen.

Verfahren zu gefahrloser Entschärfung

Sollte sich nach Ansicht der Bezirksregierung der Verdacht eines Blindgängers bestätigen, gelte es ein Verfahren zu finden, wie in der PCB-haltigen Umgebung gefahrlos entschärft werden kann.

Die Halle 55 wurde in den fünfziger Jahren gebaut - auf einem Blindgänger? Luftbildauswertungen wurden damals noch nicht ausgeführt, da die entsprechenden Bilder noch nicht durch die allierten Streitkräfte freigegeben worden waren. Eine Dokumentation von gefundenen und entschärften Blindgängern fand noch nicht statt. So ist für die Bezirksregierung noch nicht klar, ob der Blindgänger dort noch liegt.

FB

Kommentare
01.06.2012
11:20
Schwierige Suche nach Bombenblindgänger auf Envio-Gelände
von Malakostraka | #2

Soweit mir bekannt ist, ist da nichts Schwieriges dran, die Bombe zu finden.
Der Nachweis der Fundstelle erfolgt anhand von Luftbildern, das ist...
Weiterlesen

1 Antwort
Schwierige Suche nach Bombenblindgänger auf Envio-Gelände
von substral | #2-1

@Malakostraka: Wenn es so einfach ist, Bomben zu finden, bewerben Sie sich doch beim Kampfmittelräumdienst. Dort werden gute Mitarbeiter immer gerne genommen. Aber wie schon in dem Artikel erwähnt, weiß man nicht, ob die Bombe noch da ist, da in den 40-er und 50-er Jahren keine Blindgängerräumungen dokumentiert wurden. Vielleicht ist die Bombe schon längst weg? Dumm ist auch, dass man nicht die genauen Koordinaten der Bombe hat (wie wir es heute zu Zeiten von GPS gewohnt sind) Man wird also wohl mehrere Suchbohrungen anlegen müssen. Und dass das angesichts der PCB-Belastungen auf dem Grundstück nicht so ganz einfach sein wird, davon handelt dieser Artikel. Sie sehen: vieles ist nicht so einfach, wie man sich das manchmal auf den ersten Blick zurechtreimt.

Funktionen
Fotos und Videos
Kunstaktion in Dorstfeld
Bildgalerie
Fotostrecke
Kirmes in Lütgendortmund hat begonnen
Bildgalerie
Fotostrecke
Chuck Ragan im FZW
Bildgalerie
Fotostrecke
article
6716196
Schwierige Suche nach Bombenblindgänger auf Envio-Gelände
Schwierige Suche nach Bombenblindgänger auf Envio-Gelände
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/schwierige-suche-nach-bombenblindgaenger-auf-envio-gelaende-id6716196.html
2012-06-01 09:00
Blindgänger, Envio, PCB, Hafen, Dortmund
Dortmund