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Schwerstarbeit für den kleinen Drachen Tabaluga

08.11.2012 | 17:38 Uhr
Aufbauarbeiten für Tabaluga. 30 Stunden dauert es, bis alles perfekt aufgebaut ist.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund. „Wir wollten keine Materialschlacht, wollten nicht Tausende von Lampen und die neueste Technik in die Hallen bringen“, erzählt Bernie Häfner, Produktionschef hinter den Kulissen der neuesten Tabaluga -Inszenierung in den Katakomben der Westfalenhalle . „Wir wollten alles emotional und szenisch umsetzen. Unser Ziel, das über allem stand, war: Kleine und große Kinder sollten das Leben in diesen drei Stunden genießen.“ Und wenn man die ganz Kleinen mit ihren ganz, ganz großen Augen sehe, dann sei das gelungen. „Und das ist, glauben Sie mir, für uns alle das allerschönste Dankeschön.“

Jede Halle eine neue Herausforderung

Häfner ist schon seit der Geburtsstunde des kleinen grünen Drachen dabei, hat die vorangegangenen Shows als Produktionsleiter in große Hallen gebracht. „Das spannende ist“, so Häfner, „dass jede Halle ihre Eigenarten hat, ihre eigenen Dimensionen und Abmessungen.“ Und das sei mit jeder neuen Produktion eine Herausforderung.

Schon vor einem Jahr habe man überlegt, wie man Teil 3 dieser Trilogie, deren Teil 1 und 2 in den Jahren 1994 und 2003 zu sehen waren, weiterführen soll. Man habe selbst viel über die Zeit nachgedacht, habe sich an alten Dingen orientiert, „da viele Besucher schon 1994 und 2003 dabei waren und viele Dinge, viele Charaktere in der Erinnerung haben“. So galt es, eine Symbiose zu erzeugen aus den ersten Shows und der aktuellen, „eine die die hohen „Erwartungen der Besucher, aber auch unsere eigenen Ansprüche erfüllt.“ Natürlich habe man das Musikalbum als Grundlage genommen. Daraus sei ein Spielbuch und Textpassagen entstanden. Am Reißbrett sei man alles immer wieder durchgegangen, habe mit Peter Maffay und Regisseur Rufus Beck , der auch den Magier spielt, daran gefeilt, getüftelt. „Und dann kam die spannende Frage: ,Wie setze ich das technisch alles um?’“

Alles im Maßstab 1:10 nachgebaut

Man sei in ein Showlabor gegangen und habe Szene für Szene in einem Maßstab 1:10 nachgebaut. Immerhin hat das Stück 41 Szenen. Lampen und Licht und die vier Bühnen habe man erschaffen, jede Videoprojektion. Vieles habe man wieder verworfen, „da es nicht das widerspiegelte, was wir uns vorgestellt hatten“. Passt die Musik auch wirklich zur visuellen Umsetzung? Bringen Musik und Licht die Emotionen rüber? Sechs Monate harter Arbeit, unzählige Meetings mit Maffay und Beck, bis am 10. September die Proben begonnen haben. So richtig fertig sei die Produktion immer noch nicht. „Hier und da ändern wir Dinge aus dem Moment heraus, auch nur für eine einzige Vorstellung“, sagt Bernie Häfner.

Fünf Vorstellungen in der Westfalenhalle

In der Dortmunder Westfalenhalle gibt es fünf Shows: 9. November, 20 Uhr; 10. November, 15 und 20 Uhr sowie am 11. November, 13 und 18 Uhr.

Tickets von 40,50 bis 75 Euro.

Infos: www.tabaluga.com

Dreißig Stunden benötigt man in drei Schichten für den Aufbau. Soundcheck, Proben, Eintanzen, Einsingen, dann geht’s los. Nachts schaue man sich die Shows noch mal an, übe Manöverkritik, ändere Nuancen. Ein Spektakel auf vier Bühnen und hinter den Bühnen, wo bei einem Team aus 115 Mann alles passen muss. „Wir bieten allen die Plattform, damit sie sich auf der Bühne, aber auch hinter den Kulissen wohlfühlen, damit sie Abend für Abend ihr Bestes geben, damit es ihnen Spaß bei Tabaluga macht, egal ob es Peter Maffay ist, der Graf von Unheilig oder Uwe Ochsenknecht.“

Und an der Stimmung im Publikum und auch im Backstagebereich merke er, dass das gelungen sei. „Wir könnten noch Monate auf Tour sein, nicht nur bis Weihnachten“, ist sich Bernie Häfner sicher. „Jeder weiß, was er hier zu tun hat in diesem großen Team. Und,“ so fügt er mit Nachdruck an. „Ich weiß zu schätzen, was die Leute hier mit sehr viel Herzblut machen.“

Tabaluga auf Tour

 

Andreas Winkelsträter


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