Schützenhilfe aus Nachbars Garten
24.04.2010 | 08:00 Uhr 2010-04-24T08:00:00+0200
Dortmund. Zumindest ein Ministerpräsident unterstützt Dortmunds CDU im Wahlkampf. Aber ist es der richtige? Beobachtungen in einem Gartencenter in Brackel.
Gewieften Politstrategen gilt es als ungeschriebenes Gesetz: Die beiden letzten Wochen vor dem Wahltermin sind die entscheidenden im Rennen um die Gunst des Wahlvolks. Auch deshalb bezeichnen Politiker den Countdown vor dem Urnengang gern als heiße Wahlkampfphase. Die läutete die Dortmunder CDU gestern an ungewöhnlichem Ort und mit ungewöhnlich hohem Besuch ein: In Brackel, auf dem Außengelände eines großen Gartencenters, erschien in Begleitung von OB-Kandidat Joachim Pohlmann und Dortmunds CDU-Chef Steffen Kanitz: der Ministerpräsident.
So weit, so üblich. Spötter allerdings könnten an dieser Stelle einwenden, es habe sich um den falschen Landesvater gehandelt, der da eine gute Stunde lang zwischen Strandkörben, Hängematten und Grillwurst dem vorwiegend eigenen Parteivolk Mut zu machen trachtete. Denn es kam und sprach nicht, wie man hätte erwarten können, NRW-Mann Jürgen Rüttgers, dessen politische Zukunft im Land am 9. Mai ja am seidenen Faden hängt. Es kam Rüttgers Amtskollege aus Hessen: Roland Koch.
Nun darf man fast sicher sein, dass sich die Wahlkampfstrategen der Union etwas dabei gedacht haben, den Chef der Nachbarland-Regierung und Hardliner der Union an die Vorortfront der heimlichen Hauptstadt der Sozialdemokratie zu schicken. Die Frage ist nur: was? Denn eigentlich hat Koch im nordrhein-westfälischen Wahlkampf herzlich wenig zu suchen (da könnte ja gleich der Seehofer kommen). Doch Roland Koch wäre wohl kaum der Polit-Profi, der er gemessen an seiner treffsicheren und sattelfesten Verbalattacke gegen den politischen Gegner offenkundig zu sein scheint, wenn er nicht bündelweise Argumenten für seinen Freundschaftsdienst am „verlässlichen Partner aus Düsseldorf” hätte ins Feld führen können. Für nicht das schwächste hält Koch seinen Sachverstand als „Kronzeuge” rot-roter Verbandelungen. „Ich kenne Frau Ypsilanti”, ruft er den kaum hundert Anwesenden mahnend zu, als ginge es am 9. Mai um die Neuauflage jenes hessischen Wahldesasters aus 2008, an dessen Ausgang der ursprüngliche CDU-Wahlverlierer Koch dann doch noch wie der Phönix aus der Asche dastand.
Ein anderes Erklärungsmuster für die Schützenhilfe aus Nachbars Garten lieferte Koch ebenfalls frei Haus: „Diese Wahl hat bundesweite Bedeutung”, spielte der einstige innerparteiliche Widersacher von Bundeskanzlerin Merkel auf die wackelige Bundesratsmehrheit von Schwarz-Gelb an.
Detailkenntnisse über die Dortmunder Sonderwahl konnte man dem Mann aus der Ferne freilich nicht abverlangen. Stattdessen verteilte Koch ein paar Motivationsdrops für die lokalen Doppelwahlkämpfer („Ihre Kraft ist unsere Chancen”). Dann eilte er zum nächsten Auftritt nach Ostwestfalen.
01:21
Koch als CDU-Hardliner hat in einer weltoffenen Stadt, wie Dortmund eigentlich nichts verloren. Ich glaube, da habe sich die Konservativen keinen Gefallen getan einen von Rechts-Außen als Wahlkampfhelfer zu engagieren.
17:56
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11:36
Na mit Polit - Verstand haben ALLE Kommentare leider NIX zu tun !
Nach Langemeyer , Sirau dem lieben Guido da .....
Schon eine traurige Parteien - Amateur - Landschaft in Deutschland !
Da hat / hätte EINER wie Helmut Schmidt mit alles diesen Artisten ein leichtes Spiel.
Probleme in Afganistan , die Griechen Pleite aber
Daumen hoch ...... Ackermann macht 25 und alle diese Amateure kukkken zu !
02:24
Zu tbnordstadt... Wieviel schneid bedarf es denn, einen wahlkampfauftriit nicht in einer kleingartenanlage sondern in einem gartencenter abzuhalten? Mit ebenfalls kostenlosen bratwürstchen.. Und wohl gemeinter spitzenpolitiker der homosexuel ist, ist wohl ein jemand gemeint, der der fdp angehört und ohne eben diese partei die cdu in einer koalition mit der fdp heute nicht die mehrheit stellen würde.
Über dies lebt jemand, der meint eine frau oder ein homosexueller könne keine verantwortung übernehemen einfach hinter dem mond. Wichtig ist, ob konzepte greifen. Was hat denn die jetzige regierung geleistet? Ein gesetz verabschiedet, den eigenen personalaufwand zulasten der steuerzahler erhöht und schwächt inter die eigene regierungschefin. Und tbnordstadt: Was sie als fortschritt betrachten, ist nur ihre eigene verwunderung darüber, daß eine frau was kann und ein homosexueller aussenminister ist... Sorry! Und das ist dann doch wieder alte verkrustete struktur....
22:31
Diese vermeintlich unfähige, alte und verkrustete CDU ist doch die modernere und innovativere Partei – in Dortmund und darüber hinaus.
Die CDU stellt als erste Partei eine Frau als Bundeskanzlerin, homosexuelle Spitzenpolitiker sind Normalität und in Dortmund hat die CDU auch kein Problem damit, einen recht jungen Parteivorsitzenden zu wählen – charismatisch, eloquent, clever, einfach gut.
Heute hat die CDU gezeigt, dass sie auch neue Wege im Wahlkampf geht. Weg aus der City, hin zu den Bürgern. Nicht nur im Rathaus und Kleingartenverein, wie die alten Männer der SPD. Die Dortmunder CDU kauft der spd doch längst den Schneid ab. Erst Recht wenn es um politische Inhalte geht.
20:32
Westerwelle als ProDepp inner Bravo und nun auch noch nen Koch innem Gartencenter....es wäre wirklich ein witziger Wahlkampf, wenn es nicht so traurig wäre!
16:51
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12:52
Was haben sich die Strategen der Union dabei nur Gedacht? Die CDU und Herr Pohlmann haben sich mit dieser Veranstaltung wirklich keinen großen gefallen getan. Haben sie doch mit Herrn Kotz einen bekennenden Anti-Demokraten eingeladen, dem unabhängige Journalisten ein Dorn im Auge sind und die er aus dem Amt entfernen lässt, weil sie ihren job tatsächlich unabhängig ausführen! Dortmund ist eine Weltoffene und Tolerante Stadt. Ein Mann wie Herr Kotz, der seinen Ressentiments ausländischen Mitbürgern gegenüber immer wieder freien lauf lässt hat hier nichts zu suchen! Er sollte seine braunen Suppen lieber weiter daheim in Hessen Kochen.
Die Dortmunder waren schon immer sehr kluge Menschen. Deshalb werden sie am 9. Mai die asoziale Politik von Herrn Rüttgers ab- und Herrn Sierau zum Oberbürgermeister wählen. Herr Sierau hat im Gegensatz zu Herrn Pohlmann gute Ideen und Konzepte für unsere Stadt. Ein Mann, der wie Herr Pohlmann jede sinnvolle Investition in die Zukunft ablehnt, ist unfähig für das Amt des Oberbürgermeisters!
12:28
Roland wird seit der letzten Wahl von Angie ich merkel gar nichts mehr am Nasenring durch die Politarena geführt. Ein Gegner ist er für Angie nicht mehr. Daher steht eine Gewinnerin des 9. Mai jetzt schon fest, egal wie das Ergebnis aussieht. Entweder kommt schwarz-gelb durch, dann kann Angie durchregieren. Oder schwarz-gelb scheitert, dann hat Angie den Konkurrenten Rüttgers vom Hals. Das wäre in diesem Fall für Angie mehr als ein Trostpflaster.
09:24
von Nappo,
nach ihrem kommentar sind sie mit mir einer meinung das u.katler nicht der richtige mann ist.
ich sage danke.
vom roten sumpf kann ich nur sagen der 9 mai wird für sie eine überraschung geben.
in ihrem sinne natürlich negativ.
das ist auch gut so