Schüler stellen sich in "Hamster-Affäre" von Dortmund hinter Lehrerin
14.11.2011 | 18:06 Uhr 2011-11-14T18:06:00+0100
Dortmund. In der "Hamster-Affäre" an der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund stärken die Schüler jetzt der beschuldigten Lehrerin den Rücken. Sie sammeln Unterschriften und veranstalteten einen Sitzstreik für sie. Die Schilderungen der angeblich gemobbten Mitschülerin weisen sie zurück.
Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule, die im Zusammenhang mit der sogenannten „Hamster-Affäre“ in die Schlagzeilen geraten ist, ergreifen Partei für die in die Kritik geratene Lehrerin . Sie sammeln Unterschriften und veranstalteten einen Sitzstreik für sie.
Julia Haas und fünf Mitschüler aus der zehnten Klasse brachten jetzt einen Brief zur Redaktion, unterschrieben von einem „Großteil unserer Schule“. Sie schreiben: „Da wir unsere Lehrerin seit mehreren Jahren kennen, können wir mit gutem Gewissen sagen, dass die Geschichte in den Medien nicht der Wahrheit entspricht.“ Weiter heißt es: „Unsere Lehrerin ist in einem Tierschutzverein und hat damit auf keinen Fall falsch gehandelt, wenn sie gesehen hat, dass mit einem Tier Fußball gespielt wird.“ Mehrere Zeugen könnten diese Tatsache bestätigen.
"Liebevolle und nette Lehrerin"
Der Lehrerin war unter anderem vorgeworfen worden, eine Fünftklässlerin, die einen Hamster mit zum Unterricht gebracht hatte, vorzeitig aus dem Unterricht entlassen zu haben. Das Kind begab sich darauf hin auf einen 6.5 Kilometer langen, ihm unbekannten Heimweg.
Die Mitschüler behaupten jetzt: „Das Mädchen fährt jeden Morgen mit ihrem Bruder zur Schule und an diesem Tag sollte sie mit ihrem Bruder im Bus nach Hause fahren.“ Zu dem Vorwurf, dass die zehnjährige Hamster-Besitzerin nach dem Vorfall sich die Aufsätze der Mitschüler über Tierquälerin anhören musste: „Ihre Klassenkameraden konnten bezeugen, dass keiner einen Aufsatz über sie schreiben sollte, sondern über das allgemeine Thema, wie man ein Haustier richtig behandelt.“ Weiter berichtet Mitschülerin Julia Haas: „Am nächsten Tag haben nur zwei Schüler ihre Aufsätze vorgelesen.“ Die Pädagogin sei „eine liebevolle und nette Lehrerin, die immer hinter ihren Schülern steht“.
30-minütiger Sitzstreik
In der vergangenen Woche habe es in der Schule einen 30-minütigen Sitzstreik für die Lehrerin gegeben, die des Mobbings bezichtigt wird. Sehr viele Schüler hätten dabei in der „Schülerstraße“ gesessen und protestiert. Dadurch sei „bewiesen, dass die betroffene Lehrerin eine beliebte und pädagogisch korrekte Lehrerin ist“, so die Schüler. Ihr Fazit: „Der Großteil unserer Schule unterstützt die Lehrerin.“
Die Schulaufsicht ermittelt, wie berichtet, wegen Mobbings und Verletzung der Dienstaufsichtspflicht gegen die Lehrerin. Der Fall war ins Rollen gekommen, als die Behörde nahe legte, die Beschwerde zurückzuziehen. Nach Presse-Berichten hatte sich RP Dr. Gerd Bollermann vermittelnd eingeschaltet.
14:48
Im Interesse kommender Noten werden die Eltern ihre Kinder gut geimpft haben.
00:36
Aber die Aussagen in diesem Artikel bestätigen ja tatsächlich die ursprünglichen Vorwürfe zumindest teilweise:
- es gab den Rauswurf
- es gab die Artikel
und indirekt
- die verbliebenen Kinder werden instrumentalisiert
Ich bin froh, wenn meine Kinder dieser Frau nie begegnen werden.
20:40
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18:00
müsste jetzt langsam Schluss sein mit der "nerver-ending story".
Einfach mal abwarten, wie die BR reagiert und welche Wahrheiten noch ans Licht kommen, oder nicht.
Für mich bleibt die Hoffnung, dass derwesten.de aus diesem Desaster gelernt hat und nun ordentlicher arbeitet. Erspart den Moderatoren auch das Blockieren unerwünschter Meinungen...
16:34
Bitte hier lesen, danke: http://www.hackblog.de/2011/11/16/betrifft-hamsteraffare/
Bitte, gelesen.
15:15
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13:34
@dummmberger 44
Weder unterstütze ich die Lobby, die auf dem Kind oder dessen Familie rumhackt,
noch sage ich, daß ausschliesslich die Lehrerin Recht hat.
Ich finde nur nirgends mal jemand, der zumindest ansatzweise bedenkt, daß auch der Hamster ein Lebewesen ist, das man respektieren muss.
Als vor einigen Wochen in Dortmund (oder war es Duisburg?) der Westen über Kinder berichtete, die einen Igel auf ihrem Spielplatz angezündet haben, da war der Aufschrei seitens der Presse und der Kommentaroren gross und alle verlangten eine sofortige Ahndung und Zurechtweisung der Kinder, bzw. die Untersuchung der familiären Verhältnisse dieser Missetäter. (Ja, so wurden sie im Artikel und Kommentaren genannt).
Wenn man feststellt, daß manche Kinder nicht gelernt haben, daß jedes Leben schützenswert und zu respektieren ist, dann sollte dieser Missstand behoben werden.
Natürlich, wenn die Lehrerin all das getan hat, was manche Medien geschrieben haben (und ich sage WENN, denn manche Berichterstattung war doch sehr einseitig), dann will ich gerne zugestehen, daß das ganze etwas überzogen war.
WENN es aber NICHT so war, sondern die Nachrichten schlichtweg subjektiv, sprich einseitig verfasst waren, dann verlangt es schon die Gerechtigkeit, daß sowohl Lehrerin als auch der Tierschutzgedanke nicht beiseite geschoben werden dürfen.
Ich hoffe, daß jetzt wenigstens jeder meinen Kommentar wirklich liest.
Aber, ich kann nur die Sätze schreiben,.... aber wenn andere nur das daraus entnehmen und verstehen, was sie wollen,.... das ist nicht mein Fehler..
Dieser Kommentar ist so etwas von überflüssig, den muß nun wirklich nicht jeder lesen.
Ist es denn für Sie das gleiche, ob man sein Lieblingstier aus Unwissenheit in einem Hamsterball transportiert oder mit Absicht einen Igel anzündet?
Außerdem hat es bereits genügend Kommentare gegeben, die das Schicksal des Hamsters thematisiert haben.
Ach ja, damit ich Sie nicht wieder "falsch verstehe": Sie schreiben: "wenn gewisse Kommentatoren hier oder bei vergangen Artikeln zu dieser Angelegenheit sagen, das Kind sei wichtiger als das Tier, dann fliegt mir echt der Draht aus der Mütze."
So wie das da steht, heißt das, dass ein Kind für Sie nicht wichtiger ist als ein Tier. Meinen Sie das im Ernst so?
13:04
Die Kommentare werden ja immer unerträglicher.
Ysann versucht ja erfolgreich, den ganzen Unsinn noch zu toppen.
Dass der Transport eines Hamsters in einer Laufkugel verkehrt war, darüber müssen wir doch gar nicht diskutieren. genauso sciher dürfte aber auch sein, dass es sich nicht um vorsätzliche Tierquälerei handelt, sondern einfach um Unwissenheit. Wie hier manche ein 9 oder 10jähriges Mädchen zum monströsen Tierquäler hochstilisieren, ist schon grotesk.
Was ich schon ein paarmal schrieb: Anscheinend ist die Gabe, eine Sache von 2 Seiten zu betrachten, nicht sehr verbreitet. Entweder ist man auf der einen Seite, sieht die böse Lehrerin, ein armes gemobbtes Kind oder auf der anderen Seite, sieht ein tierquälendes Monster mit einem querulanten Patenonkel sowie als Opfer des ganzen einen Hamster und eine Lehrerin.
12:02
Ich hoffe, dass Sie nach diesem monströsen Plädoyer für Tierrechte Ihrem Sohn die Haltung von Kleintieren generell verbieten. Sonst könnte es ja passieren, dass er genauso konsterniert reagiert, wenn seine Lehrerin ihn irgendwann bittet, "sein liebstes Ding" mitzubringen und ihn dann derart abkanzelt.
PS: Sollte Ihr Schwein wirklich pfeifen, muss es dringend zum Tierarzt.
1. MAbgesehen davon, daß unser Sohn nicht mal ansatzweise auf die Idee käme, ein Tier dem Stress auszusetzen, den es in der Schule hätte, würde er,
2. aus Respekt vor jeder Art Lebewesen niemals zulassen, daß es zu irgendwelchen abgestumpften Spielen missbraucht wird.
3. Das Pfeifen meines Schweines hat der Tierarzt ganz klar als fehlgeschlagenen Versuch erkannt, einen neuen Handyklingelton zu etablieren. Wir haben Piggy jetzt das I-phone einfach weg genommen und durch Flötenunterricht ersetzt.
10:50
Also, ob pädagogisch oder psychologisch wert voll oder nicht, was immer zwischen Leherin und Schülerin (bzw. Klasse) abgelaufen ist, ist eine Sache,
aber wenn gewisse Kommentatoren hier oder bei vergangen Artikeln zu dieser Angelegenheit sagen, daß Kind sei wichtiger als das Tier, dann fliegt mir echt der Draht aus der Mütze.
Menschen, noch dazu, wenn sie bereits alt genug sind, um die Realschule zu besuchen, oder noch älter, um auf einer solchen zu arbeiten, haben Verstand und können für sich selbst sprechen.
Aber ich würde mich doch sehr wundern, wenn man den Hamster befragen könnte, ob er das so vorbehaltlos hinnimmt, daß zwar ein Kind nicht gemobbt, aber ein wehrloses Tier misshandelt werden darf.
Das Kind kann seinen Eltern berichten, welche dann etwas unternehmen können, bzw. hier der sehr medienaffine (Paten-) Onkel..
Was bitte konnte oder kann der Hamster tun, der hilflos in seinem Laufball hin und her geschoben, oder geschubst oder gar getreten wurde?
Hat ein Tier überhaupt keine Rechte? Sind wir immer noch der Meinung, WIR seien die Krone der Schöpfung und alles müsse nur nach unserer Richtschnur gehen?
Wenn wir die Krone der Schöpfung sind, dann lediglich dergestalt, daß wir als vermeintliche "Könige" die Pflicht haben, zu schützen und zu erhalten,... nicht auf Kosten wehrloser "Untertanen" unser Spässchen haben.
In dem Sinne warte ich jetzt auf die empörten Perfektmuttis und Vatis, die empört ihre Kinder in Schutz nehmen werden, weil die armen doch so hilflos sind.
Ich jedenfalls würde noch ganz andere Dinge tun, wenn ich sehen würde, daß gleichgültige oder abgestumpfte Kinder einem wehrlosen Tier Angst, Schmerz und Schaden zufügen.
Ich bin im übrigen selbst Mutter.und mein Sohn war entsetzt bei der Vorstellung, was dieser Hamster möglicherweise durchgemacht hat.
In diesem Sinne, liebe Lehrerin: Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz für ein wehrloses Tier, daß keine wehrhaften oder redseligen Onkels hat.