Schon lange Land unter

Seit dem 23.02.2010 ist das Insolvenzverfahren für die Dortmunder Schiffswerft Fritz Figge eröffnet. Das Gelände an der Franziusstraße soll einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Seit dem 23.02.2010 ist das Insolvenzverfahren für die Dortmunder Schiffswerft Fritz Figge eröffnet. Das Gelände an der Franziusstraße soll einer neuen Nutzung zugeführt werden.
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Was wir bereits wissen
Kurz vor Weihnachten 2009 soff die Schiffswerft Fritz Figge GmbH & Co KG im Dortmunder Hafen ab. Seitdem dümpelt das Insolvenzverfahren vor sich hin.

Dortmund.. Kurz vor Weihnachten 2009 soff die Schiffswerft Fritz Figge GmbH & Co KG im Dortmunder Hafen ab. Reiner Sturm, Geschäftsführer der Sturm Verwaltungs GmbH, die die Werft managte, beantragte die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Seitdem dümpelt das vom Amtsgericht Dortmund am 23. Februar 2010 eröffnete Insolvenzverfahren vor sich hin.

Über viele Jahre lebte die Schiffswerft bereits vor der Insolvenz von der Hand in den Mund: von gelegentlichen Reparaturaufträgen. Die Hellinganlage - sie erlaubt, bis zu 100 Meter lange Schiffsrümpfe hoch zu hieven - erlebte 2005 den letzten Einsatz. Die Anlage galt bislang als einer der wenigen eventuell verwertbaren Vermögensgegenstände.

Im Moment sind noch drei Wohnungen auf dem Gelände vermietet und bringen dem Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, regelmäßige Einnahmen.

Die Hafen AG, die das Gelände, das der Stadt gehört, verwaltet, guckt dagegen in die Röhre. Sie muss seit dem Insolvenzantrag auf die Miete verzichten. Das sind mindestens 20 000 Euro im Jahr. Ob am Ende des Insolvenzverfahrens überhaupt noch eine nennenswerte Summe fließen kann, ist offen.

Wie die WAZ erfuhr, deutet sich jetzt eine Lösung für die Schiffswerft an, die zugleich das endgültige Aus für die Schiffbautradition im Dortmunder Hafen und für die - eigentlich nicht zulässige - derzeitige Nutzung von Betriebsgebäuden für Wohnzwecke bedeutet. Zwei der drei Mieter haben bereits signalisiert, dass sie ausziehen werden. Die Hallen, Betriebsgebäude und Wohnungen sollen komplett eingeebnet werden. Etwa die Hälfte des rund 6 000 qm großen Grundstücks ist überbaut. Für die weitere Nutzung der vorhandenen Gebäude hat der Insolvenzverwalter bislang keinen ernsthaften Interessenten finden können.

Interesse an dem Grundstück haben dagegen die Betonwerke Caspar Hessel, deren Betriebsgelände direkt an das Werftgelände grenzt.

Wann die Schiffswerft, die Fritz Figge im Jahr 1930 übernahm, gegründet wurde, ist unklar.