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Schlecker-Kündigung wurde für 51-Jährige zu neuer Chance

17.01.2013 | 09:30 Uhr
Schlecker-Kündigung wurde für 51-Jährige zu neuer Chance
Elke Wacker , ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin, hat bei REWE To Go einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Foto: Knut Vahlensieck/WAZ Fotopool

Dortmund.  Im April hatte Elke Wacker ihre Kündigung bekommen — mit 51 Jahren. Heute ist sie wieder in Lohn und Brot und rundum zufrieden. „Es ist eine neue Chance“, sagt die ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin.

„Besser könnte es nicht sein“. Sagt eine, die vor knapp einem Jahr plötzlich noch vor dem Nichts gestanden hatte. Im April hatte Elke Wacker ihre Kündigung bekommen, mit 51 Jahren. Heute ist sie wieder in Lohn und Brot und rundum zufrieden. „Es ist eine neue Chance“, sagt sie.

Das Schwarz mit dem frisch-grünen Emblem steht ihr gut. Und die Aufgabe auch: Zusammen mit dem neuen Arbeitgeber kann sie ein komplett modernes Verkaufs-Konzept aufbauen – und gleichzeitig für sich ein neues Lebenskonzept. „Rewe to go“ – diese Form von hochwertigem Mini-Lebensmittelsortiment gekoppelt mit Snackangeboten gibt es so nur in drei Städten: in Köln, Düsseldorf und eben auch im Dortmunder Hauptbahnhof.

„Ich hatte das Gefühl, es klappt“

Seit Ende September, sagt Petra Wanzek, Leiterin der „to go“-Filiale, sind sie hier am Start – mit Erfolg. „Das ist frisch. Vielfältig“, schwärmt Elke Wacker und meint ihren Arbeitsplatz: „Es macht unheimlichen Spaß!“ Im April 2012 hatte sie daran nicht glauben wollen. Nach zehn Jahren bei Schlecker und ebenso langer Zeit in Dortmund stand die Verkäuferin plötzlich auf der Straße. „Wir haben ja bis zuletzt geglaubt, dass wir bleiben. Sind noch als Springer eingesetzt worden“.

Und hatten gehofft, bis zum Schluss. Bis zur Kündigung. „Das war schon ein Schock. Der Gedanke, arbeitslos zu sein – grausam“. „Ich hab mich dann zum Arbeitsamt getraut“ – ein ungewohnter Gang für die meisten Mitarbeiterinnen. Eben von dort war dann das Angebot von Rewe gekommen. Konnte sie beim Vorstellungsgespräch überzeugen? „Ja“, sagt sie, „und ich war auch sofort überzeugt. Ich hatte das Gefühl, das klappt“.

„Ich habe hier viel Neues gelernt“

Man müsse offen sein, sagt sie und nach knappen fünf Monaten auch das: „Ich habe hier viel Neues gelernt“. Sie zögert ein bisschen: „Wir“, sagt sie und meint damit noch die alten Schlecker-Bande , „waren schon ein bisschen veraltet“. Hier, findet sie, sei eben auch Mitdenken, Mitgestalten gefragt. Teamarbeit werde groß geschrieben. Dass es Schichtdienste gibt zwischen sechs Uhr morgens und 24 Uhr nachts? „Das ist abwechslungsreich“. Und überhaupt: „Man muss es wollen.“ Die Zukunft. „Schlecker – das ist Vergangenheit...“

Anja Schröder


Kommentare
20.01.2013
01:28
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

17.01.2013
10:34
Schlecker-Kündigung wurde für 51-Jährige zu neuer Chance
von Polyethylen | #1

Mein LIDL um die Ecke hat jetzt auch wieder eine neue Kassiererin - dort gibt es auch hochwertige Lebensmittel und Snackangebote. Die Kassiererin hat vorher in einer Videothek gearbeitet, die jetzt dicht gemacht hat. Anja Schröder, bitte übernehmen Sie!

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