Schau des Centre Pompidou im U-Turm verschoben
07.09.2010 | 11:22 Uhr 2010-09-07T11:22:00+0200
Dortmund.Der große Coup zur Eröffnung des Museums Ostwall im U-Turm ist geplatzt: Die Kinoausstellung des Centre Pompidou ist auf Mitte Dezember verschoben – wenn überhaupt. Eigentlich sollten die Franzosen schon im Mai kommen.
Dass das Museum Ostwall nicht wie zuletzt geplant am 24. September im U eröffnet, sondern erst am 8. Oktober – das ist schon seit ein paar Tagen klar. Die Museumsnacht ist damit zumindest fürs Ostwall passé. Neu ist aber: Die Kinoausstellung „Bild im Bild“ des Centre Pompidou wird erst ab Mitte Dezember im neuen Museum Ostwall gezeigt. Und selbst das steht offenbar noch nicht wirklich fest, klang am Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz im U-Turm heraus.
Eröffnung war für Mai geplant...
Dabei sollte die Sonderausstellung der Franzosen der große Coup des Museums sein. Jetzt soll daraus der Abschluss des Kulturhauptstadtjahres werden – und nicht wie anfangs gehofft dessen fulminante Eröffnung im Mai.
Unter anderem wegen der zu hohen Feuchtigkeit, die entscheidend ist für die Kinoausstellung des Centre Pompidou, hatten sich die Verantwortlichen am Montag noch einmal zu einer Baubegehung im U-Turm getroffen – und dabei entschieden: Die Ausstellung wird verschoben.
19:02
Wo Stümper zur eigenen Egopflege planen kann das Ergebnis nur Stümperei sein.
13:52
@3von Dieser Turm ist die reinste Verschwendung von Steuergeldern! So etwas braucht kein Mensch!:
Was wollen Sie uns mit Ihrem Wortbeitrag UrsulaG mitteilen?
13:29
UrsulaG
12:35
Das sowohl Kostenrahmen (die Kosten sollen bei mittlerweile 78 Millionen Euro liegen) als auch der Terminplan beim Dortmunder U nicht gehalten werden würden, war schon lange vorher klar, da beides nicht ungewöhnlich bei städtischen Projekten ist.
Der Skandal bei der Museumsverlagerung des Ostwallmuseums in das Dortmunder U ist, daß die Kunstwerke aus dem Ostwall wegen der dort angeblichen zu hohen Luftfeuchte (!) umziehen mussten - in ein Gebäude, das noch über längere Zeiträume feucht bleiben wird.
Ein Insider soll gesagt haben, daß die Feuchte ein Dauerproblem im U bleiben wird, da die alte Kühlturmkonstruktion aus bauphysikalischen Gründen die Feuchte im Innern dauerhaft halten wird und nur durch laufende und teure Entfeuchtungstechnik das Problem beherrschbar sei. Das klingt nach gigantischer Fehlplanung und hohen, dauerhaften Folgekosten.
Wer glaubt denn, das international bekannte Ausstellungen und Museen ihre Kunstwerken einem dauerfeuchten und gesprinklerten Museum als Leihgabe geben werden?
Ein Leuchtturm war geplant, ein Schandmal der Unfähigkeit ist daraus geworden - und das leuchtet auch noch international. Mega-peinlich.
11:36
Jetzt hat uns dieses grotesk überambitionierte Leuchtturmprojekt auch noch international blamiert.