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PCB-Skandal

Sanierung des Envio-Geländes in Dortmund ist mühselige Angelegenheit

11.07.2012 | 06:00 Uhr
Die Sanierung des PCB-verseuchten Geländes der Giftfirma Envio zieht sich hin, im Herbst könnte es losgehen.Foto: Archivbild: Rottmann

Dortmund.   Die Sanierung des vor gut zwei Jahren stillgelegten Geländes der PCB-Giftfirma Envio kommt kaum voran. Der konkrete Starttermin ist nach wie vor offen, obwohl mittlerweile das Strafverfahren am Landgericht Dortmund läuft. Der Insolvenzverwalter rechnet mit einem Termin im Herbst.

Seit dem 9. Mai läuft das aufwändige Strafverfahren im PCB-Skandal um die Firma Envio . Parallel wird auf unterschiedlichen Ebenen die Sanierung des Geländes an der Kanalstraße angegangen. Doch sie gestaltet sich ähnlich langwierig, wie das Verfahren. Ein konkreter Starttermin steht nach wie vor nicht fest.

„Es muss das Ziel sein, mit ersten Maßnahmen noch im Laufe des Herbstes zu beginnen“, sagt Insolvenzverwalter Achim Thomas Thiele der WR. Thiele ist neben der Bezirksregierung in seiner Rolle als Insolvenzverwalter Hauptbeteiligter im laufenden Verfahren. Er ist dabei, Angebote von Unternehmen einzuholen. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, was und welche Gerätschaften auf dem Gelände noch genutzt werden können. Sie würden dann als Erlöse in die Insolvenzmasse einfließen.

"Es ist sehr zäh"

Man verhandele derzeit über verschiedene Angebote und über deren Überarbeitung, sagt Thiele. Zuvor gab es noch Aspekte hinsichtlich der Verwertbarkeit von Transformatoren zu bearbeiten, deren Verwertbarkeit noch nicht geklärt war. Das sei aber inzwischen geschehen. Thiele beschreibt die Pole seiner Arbeit wie folgt: Das Ergebnis müsse wirtschaftlich vertretbar, umweltrechtlich sicher und zeitlich passabel sein. Man werde bei der Sanierung ja Schritt für Schritt vorgehen, sagt Thiele, und in der Halle mit der geringsten Belastung starten. Das sollte noch im Lauf des Herbstes geschehen.

Envio-Skandal vor Gericht

Auch die Bezirksregierung weiß, dass die dieses Verfahren und die Abläufe „sehr mühselig“ sind, so Sprecher Christoph Söbbeler. Erst wenn der Insolvenz verwalter seine Entscheidungen getroffen habe und über die verbliebene Materialmenge Bescheid wisse, könne man selbst mit der weiteren Ausschreibungen für die Sanierung beginnen. Söbbeler: „Es ist sehr zäh“. Gleichwohl: Eine Alternative gebe es nicht.

Rundgang bei Envio

Frank Bußmann



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