Sanierung des Envio-Geländes im Juni
28.01.2011 | 20:56 Uhr 2011-01-28T20:56:00+0100
Dortmund.Neues im PCB-Skandal in Hafen von Dortmund: Nach der Sanierung des verseuchten Zeltes auf dem Envio-Gelände an der Kanalstraße ist nun das Gesamtsanierungskonzept durch einen Gutachter in Arbeit. Die Umsetzung kann wohl im Juni beginnen.
Die groben Schritte wurden am Donnerstagabend auf der so genannten Multiplikatorenrunde, die sich mit der Bewältigung des Envio-Skandals beschäftigt, vorgestellt. Läuft es gut, kann die Sanierung im Juni beginnen, erfuhren die Teilnehmer.
Im Überblick sieht es die Räumung der Hallen über Schleusen vor, die Räumung der Freiflächen und den Abriss der Hallen 1 und 2, die aber zuvor gereinigt werden, sowie die Sanierung der Halle 55. Dort soll aber der Boden abgefräst und gereinigt werden, um sie wieder nutzbar zu machen. Aus dem Bürogebäude wird der Teppich entfernt und zum Schluss die Freiflächen gereinigt. Sie werden in einer Dicke von fünf Zentimetern abgefräst und dann erneuert.
Zwei Voraussetzungen
Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Zum einen muss verhindert werden, dass die Nachbarn im Rahmen dieser Arbeiten mit PCB belastet werden, des weiteren muss alles rechtlich einwandfrei eingestielt werden, dass alle - noch zu ermittelnden - Kosten an Envio weitergegeben werden können.
Wie die Vertreter der Bürgerinitiative erfuhren, ist das von ihnen geforderte Risikokataster „auf einem guten Weg“, wie Wilhelm Grote, Leiter des Umweltamtes, berichtete. 163 Anlagen - nicht nur aus dem Hafengebiet - werden dort aufgeführt. Beantwortet werden müssen in diesem Zusammenhang einige Fragen des Datenschutzes.
Für die Kleingärtner sprach sich Hans Peter Hoffmann (SPD) dafür aus, Messgeräte an bestimmten Stellen dauerhaft zu erhalten - als Frühwarnsystem. Eine Forderung, die Wiebke Claussen von der Bürgerinitiative unterstützt. Gefordert sei zudem eine „nachhaltige Sanierung, egal, was das kostet“, sagte sie in der Runde.
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