Samstag war der heißeste Juli-Tag überhaupt

Noch nie war es in Dortmund und Umgebung in einem Juli so heiß wie an diesem Samstag. 36,0 Grad hat der Deutsche Wetterdienst gemessen. Doch die Dortmunder waren gut auf die Hitze vorbereitet.

Dortmund.. Zu diesem Schluss kommt Marc Raschke, Sprecher des Klinikums, nach einem Blick auf die Zahlen: Jeweils zehn Patienten seien in den beiden Notaufnahmen des Klinikums, Mitte und Nord, aufgenommen worden. Also insgesamt 20 mussten laut Raschke wegen Hitzekollaps, Dehydration und Sonnenbrand behandelt werden. "Für eine Stadt, die über eine halbe Million Einwohner hat, ist das recht wenig", so der Klinikums-Sprecher. Die Menschen, so vermuteten die Mediziner, hätten sich gut auf die hohen Temperaturen vorbereitet: "Die Hitze kam ja mit Ansage."

75 Mal "Kreislauf"-Alarm

Nicht alle Betroffenen müssen in ein Krankenhaus. So verzeichnete der Rettungsdienst an den heißen Tagen Freitag und Samstag insgesamt 75 Einsätze unter dem Stichwort Kreislauf. Von Freitag 12.30 Uhr bis 0 Uhr 27 Einsätze, von Samstag 0 Uhr bis Sonntag 6 Uhr 48 Einsätze. Diese Zahlen seien aber nur ein Hinweis und nicht unbedingt auf die hohen Temperaturen zurückzuführen, schließlich könne ein Kreislauf auch unabhängig vom Wetter versagen, ordnete Athanassios Thanos von der Feuerwehr die Zahlen ein. Insgesamt hatte der Rettungsdienst in dem Zeitraum 276 Einsätze.

"Der heißeste Tag überhaupt war der Samstag nicht", so Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag auf Anfrage. Lediglich der Julirekord sei eingestellt worden. Der lag bei 35, 3 Grad. Die heißeste Temperatur überhaupt, die an der Bochumer Messstelle jemals gemessen worden war, lag allerdings bei 36,7 Grad.

Die Bochumer Messungen sind laut DWD auch auf Dortmund übertragbar. In Dortmund unterhält der Wetterdienst keine Messstation.

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