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Interview

Roth wirft Rechten „Goebbels-Propaganda“ vor

04.09.2010 | 21:10 Uhr
Roth wirft Rechten „Goebbels-Propaganda“ vor

Dortmund.Am Nordmarkt veranstalteten die Grünen eine Demonstration gegen den Nazi-Aufmarsch in Dortmund. Prominenteste Rednerin war Grünen-Chefin Claudia Roth. DerWesten bat sie zum Kurz-Interview.

DerWesten traf Samstagmittag die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, am Nordmarkt bei einer Gegenkundgebung und stellt ihr drei Fragen.

Frau Roth, wie bewerten Sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts?

Claudia Roth: Das ist nicht nachvollziehbar. Wir haben es hier mit Gewalttätern zu tun, die anderen nach dem Leben trachten. Da muss man das Urteil kritisch betrachten.

Die Polizei hat eine neue Qualität festgestellt und den Einsatz von Bomben befürchtet. Wann beginnt für Sie Terror?

Roth: Wir haben hier die Menschenjagd am 1.Mai 2009 erlebt, als Nazis eine DGB-Kundgebung gestürmt haben. Ich habe die Bilder gesehen - das ist Terror.

Das Bundesverfassungsgericht wird von Politikern meist zurückhaltend kritisiert. Muss sich das ändern?

Roth: Ich weiß nicht, was noch passieren muss, damit so eine Veranstaltung verboten wird. Ich verstehe nicht, wann das Bundesverfassungsgericht dem Einhalt gebietet. Aber so lange die NPD nicht verboten ist, darf sie auch demonstrieren. Aber hier besteht Gefahr für Leib und Leben. Dortmund wird immer mehr zum Aufmarschplatz. Wenn autonome Rechte zum Antikriegstag aufrufen, ist das Goebbels-Propaganda.

Stefan Reinke

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Kommentare
06.09.2010
19:23
Roth wirft Rechten „Goebbels-Propaganda“ vor
von stepido | #67

roth ?? wer ist das?? kenn ich nicht....

06.09.2010
14:17
Roth wirft Rechten „Goebbels-Propaganda“ vor
von Querdenker456 | #66

Zuerst einmal möchte ich den Erfolg der Gegendemonstranten würdigen. Das wieder einmal mehr Linke durch Gewalt auffielen als Rechte, daran haben wir uns ja gewöhnt. Auch ich bin, in höflicher Form, von den Polizisten zweimal kontrolliert worden und nach dem woher und wohin befragt. Aber eines kann ich nicht so ganz nachvollziehen. In einem Artikel der WR vom 30.08.2010 wurde berichtet, dass die Politiker die Nordstadt aufgegeben haben. Viele Bewohner hätten Angst vor Übergriffen. Selbst Gerda Horitzky, als Urgestein des Dortmunder Nordens bezeichnet, reiht sich in die Reihen der Ängstlichen ein. Claudia Roth und andere Redner, sowie viele Dortmunder Bürgerinnen und Bürger, demonstrieren ein paar Tage später auf einem, in dem Berichte geschassten Platz, für Multi-Kulti. Sprechen die Politiker nicht mehr miteinander? Hatte Claudia Roth keine Ahnung von den Zuständen auf dem Nordmarkt? Dies würde nicht für ihre sog. Bürgernähe sprechen.

06.09.2010
14:12
Roth wirft Rechten „Goebbels-Propaganda“ vor
von Stefan | #65

Gründen Sie doch eine eigene Zeitung, wenn Sie Ihre Propaganda verbreiten wollen. Die WR ist eine Zeitung mit einer demokratischen, antifaschistischen Tradition. Ich ERWARTE geradezu, dass neofaschistische Propaganda hier nicht zugelassen wird.

06.09.2010
13:58
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von Gegenfrage | #64

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06.09.2010
13:57
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von Anti-Zensur | #63

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06.09.2010
13:54
Roth wirft Rechten „Goebbels-Propaganda“ vor
von Oebguel | #62

@ AKG
Danke für die nachvollziehbaren, schlüssigen und vernünftigen Ausführungen.
Leider sind diese aber hier fehl am Platz, da die Teilnehmer solcher Anti-Anti-Anti-Aktionen für Logik und Wahrheit nicht zu haben sind. Versuchen Sie einem Verhungernden zu erklären, dass die Schokolade vor ihm schlecht für seine Zähne wäre.
Dass Modern-Nationalistische Veranstaltungen so große Zustimmung finden liegt daran, dass bei den etablierten Politikern dieses Thema für eine ernsthafte Debatte ausgeklammert wird.

06.09.2010
13:35
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von AKG | #61

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06.09.2010
13:22
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von Tummam | #60

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06.09.2010
12:46
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von NPD KV UNNA / HAMM | #59

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06.09.2010
11:16
Roth wirft Rechten „Goebbels-Propaganda“ vor
von DoBiDo | #58

@ 56

Zu Bob Geldorf auf den Friedensplatz kamen 2009 noch etwa 5000 Menschen um friedlich mit guter Musik, Bratwurst und Bier zu feiern. Die Veranstalter haben das dann als Anti-Nazi-Protest verkauft.

Die Bands 2010 waren auch nicht schlecht aber eben kein Vergleich zu Bob Geldorf. Zudem war durch die Medienberichterstattung mit den ominösen Nazi-Bomben sicher auch etlichen die Lust genommen in der Hochburg der Rechten zu feiern. So gesehen hat sich mit dieser reisserischen Bombenstory zwar die rechte Demo durch das vorübergehende Verbot dezimieren lassen aber eben auch der Protest gelitten.

Mein Vorschlag für 2011: Abschlussfest im Westfalenpark mit Top-Act Rolling Stones live on stage mit Anti-Nazi-Feuerwerk. Der Westfalenpark fasst etwa 80 000 Menschen, die man dann alle als Anti-Nazi-Demonstranten verkaufen kann. Und die vielen, die keinen Einlass finden, können das Stones Konzert auf den großen Plätzen der Stadt auf Video-Großwänden vergfolgen. Vorher noch Live-Bands auf den Plätzen und natürlich, Wurst und Bier. So kriegen wir leicht 150 000 Demonstranten gegen die Rechten zusammen.

Dürfte auch nur so etwa schlappe 5-6 Millionen kosten. Na und - das ist weniger als das Jahresbudget für das Dortmunder U. Wenn uns das die Nazis nicht mehr Wert sind? Ich freu mich schon auf die Stones.

Oder - wie wäre es, wenn wir den Dortmunder Weihnachtsmarkt in Anti-Nazi-Markt umbenennen und auf dem grössten Weihnachtsbaum der Welt demonstrativ ein durchgestrichenes Hakenkreuz oder Hammer und Sichel oder ein roter Stern prangt? Über den Weihnachtsmarkt ziehen mehr als 1 Million Menschen. Alles Anti-Nazi-Demonstranten wären das dann - und - es kostet kaum etwas. Der Glühwein ist sowieso schon rot. Herrlich (Satire Ende)

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