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Rote Zahlen und Stellenabbau am Johannes-Hospital in Dortmund

24.02.2012 | 09:00 Uhr
Rote Zahlen und Stellenabbau am Johannes-Hospital in Dortmund
Außenansicht des Johannes-Hospitals.Foto: Franz Luthe

Dortmund.  Am Johannes-Hospital brodelt die Gerüchteküche. Es geht um rote Zahlen und Stellenabbau. Am Freitag will Geschäftsführer Günther Nierhoff der Belegschaft Rede und Antwort stehen.

Die Gerüchte rund um das Johannes-Hospital haben sich aufgeschaukelt. Angeblich sollen 20 Ärztestellen und 80 Stellen bei der Pflege wegfallen. „Das ist totaler Quatsch“, reagiert Nierhoff, der am Freitag die Wogen glätten will. Genauso „Blödsinn“ sei es, dass das zur St. Johannes-Gesellschaft gehörende St. Marien Krankenhaus in Hamm das „Joho“ herunterziehe. Das Krankenhaus Hamm, das eine schwere Zeit hinter sich habe, sei eine eigene Gesellschaft, so Nierhoff.

Dennoch ist an den Gerüchten auch etwas Wahres dran. „Die Ergebnisse in 2011 waren nicht ganz lustig“, kommentiert der Geschäftsführer. Auch wenn der Rechnungsabschluss noch nicht vorliege, werde am Ende wohl keine schwarze Zahl unter dem Strich stehen.

"Wir haben die Kosten unterschätzt"

Hauptgrund für den ersten Verlust in der Joho-Bilanz sind nach Auskunft von Nierhoff die gestiegenen Personalkosten. Dass von dem kirchlichen Haus die TVÖD-Tarife übernommen worden seien - und teilweise sogar darüber hinaus gezahlt werde, „haben wir unterschätzt“, heißt es selbstkritisch.

Die Geschäftsführung sei jetzt bemüht, für dieses Jahr einen Wirtschaftsplan hinzubekommen, der zumindest ein ausgeglichenes Ergebnis ausweise. Das gehe nur über Stellenabbau. Nierhoff: „Wir reden über Personalkürzung in einzelnen Bereichen. Und es gehe nicht um betriebsbedingte Kündigungen. Klar sei, dass keine einzige Arztstelle geopfert werde. Beim übrigen Personal müsse jetzt sehr genau geprüft werden. Völlig abwegig seien die Gerüchte, dass 20 Stellen bei den Ärzten und 80 in der Pflege wegfielen, stellt Nierhoff klar. Das werde er auch heute Nachmittag bei einer Informationsveranstaltung so erklären.

Engpässe auch bei Routine-Eingriffen

Einen dezidierten Wirtschaftsbericht werde die Johannes-Gesellschaft, wie gehabt, dem Verwaltungsrat im Mai vorlegen. In die Öffentlichkeit kommt das Zahlenwerk, wie gewohnt, im August, verspricht Nierhoff.

Zusätzlich angeheizt wird die Stimmung am Johannes Hospital durch Nutzung der OPs bis nach 20 Uhr. Bedingt durch Umbau gibt es am Joho Engpässe - auch bei Routine-Eingriffen. Künftig solle spätestens um 20 Uhr Schluss sein - außer bei Notfällen. Die Umbauarbeiten im OP-Bereich werden sich noch das ganze Jahr hinziehen.

Gerald Nill

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2012-02-24 09:00
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