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Dortmunder Narren feiern auch ohne Rosenmontagszug

09.02.2016 | 11:06 Uhr
Dortmunder Narren feiern auch ohne Rosenmontagszug
Die meisten Narren verlegten die Party in die Kneipen der City.

Dortmund.  Zwar war der Dortmunder Rosenmontagszug kurzfristig abgesagt worden, doch die Narren feierten in den City-Kneipen weiter. Nachholtermin angedacht.

Auch ohne Rosenmontagszug haben sich die hartgesottensten Dortmunder Narren die Karnevals-Laune nicht vermiesen lassen: Sie feierten einfach in den Kneipen der City einen Indoor-Rosenmontag. Und das absolut friedlich: Der Polizei lagen gegen 18 Uhr keine Meldungen über Schlägereien oder Festnahmen vor.

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Es waren die aktuellen Wetterdaten, die die Karnevalisten am Montagmorgen zu der Entscheidung brachten, den Rosenmontagszug abzusagen . "Es war uns doch zu heikel", erklärte Organisationsleiter Maik Maevus vom Festausschuss Dortmunder Karneval. Zuletzt seien sogar Windböen bis zu 100 Stundenkilometern angekündigt worden. Es war seit 25 Jahre das erste Mal, dass der Dortmunder Rosenmontagszug ausfiel. 1990 war er ebenfalls wegen eines Sturms abgesagt worden, 1991 wegen des Golfkriegs. Ersatz-Umzüge gab es damals nicht.

Tränen bei den Dortmunder Karnevalisten

Auch die Karnevalistische Revue auf dem Friedensplatz, die ebenfalls um 14 Uhr beginnen sollte, fiel der Absage zum Opfer. Die Karnevalisten feierten derweil intern, unter anderem im Mercure Hotel an der Olpe und in den Rosenterrassen der Westfalenhallen. Dort, beim traditionellen Dankeschön-Essen des Festausschusses Dortmunder Karneval, herrschte Trauerstimmung. Tränen flossen bei den Narren, die durch die Absage des Zugs ihres Session-Höhepunktes beraubt wurden. Anschließend ging es in ihre jeweiligen Vereinsheime, in die Stadt zog es die meisten nicht mehr.

Trauriges Prinzenpaar: Bei Janine II. flossen beim Dankeschön-Essen der Karnevalisten in den Rosenterrassen Tränen. Prinz Christian I. und sie wurden durch die Absage ihres Session-Höhepunktes beraubt. Foto: Stephan Schütze

21 Karnevalswagen mussten am Montag in der Wagenbauhalle in Marten bleiben. Dort packten die Narren fünf Tonnen Kamelle im Wert von 15.000 Euro wieder ein. Sie hofften, dass der Rosenmontagszug nachgeholt werde, damit die ganze Arbeit nicht umsonst war.

Ob das passieren wird, ist derweil noch offen. Am Montag sprach Oberbürgermeister Ullrich Sierau von einer "hohen terminlichen Dichte" im ersten Halbjahr 2016 in Dortmund. Er kündigte aber Gespräche zwischen Stadt und Karnevalisten an. Gleichzeitig bedauerte er, dass der Rosenmontagszug abgesagt werden musste. "Ich habe aber natürlich mit Blick auf den Schutz der Besucherinnen und Besucher vollstes Verständnis für die Entscheidung", sagte Sierau. "Sicherheit geht vor."

Hoffen auf einen Zug in der zweiten Jahreshälfte

Die Dortmunder Karnevalisten hoffen auf einen Termin in der zweiten Jahreshälfte, so dass das amtierende Karnevalsprinzenpaar noch seinen eigenen "Zoch" kriegt - wenn denn die Brauchtumsverordnung des Bundes Deutscher Karneval mitspielt.

Der nachgeholte Zug müsste aber vor Beginn der nächsten Session am 11.11. über die Bühne gehen: Christian I. und Janine II. haben dem Karnevalspräsidenten am Montagvormittag gesagt, dass sie nicht mehr für eine zweite Session zur Verfügung stünden - ihre diesjährige Regentschaft sei für sie nicht mehr zu toppen.

Oliver Volmerich, Tobias Großekemper, Thomas Thiel

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2016-02-09 11:06
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