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Rogler macht „Stimmung“ gegen geklonte Minister

22.07.2012 | 15:18 Uhr
Rogler macht „Stimmung“ gegen geklonte Minister
Richard Rogler macht „Stimmung“ im Spiegelzelt.

Dortmund.   Wenn Kabarettist Richard Rogler auftaucht, dann verbreitet er pessimistische Stimmung. Natürlich nur auf den ersten Blick. Denn der scharfzüngige Wahl-Kölner nimmt die kleinen und größeren Schwächen seiner Mitmenschen gnadenlos aufs Korn.

„Ich habe nichts dagegen, dass die Leute Urlaub machen – das Problem ist nur, dass die wiederkommen.“ Wenn Kabarettist Richard Rogler auftaucht, dann verbreitet er pessimistische Stimmung. Natürlich nur auf den ersten Blick. Denn der scharfzüngige und -blickende Wahl-Kölner nimmt die kleinen und größeren Schwächen seiner Mitmenschen gnadenlos und mit spitzer Wortgewandtheit aufs Korn.

Da bekommt der eigene Nachbar ebenso sein Fett weg wie die Politiker oder die Bundeskanzlerin, die im ganzen Programm immer wieder auftaucht. Ein Programm, das sinnigerweise „Stimmung“ heißt und am Samstag zu sehen war im Spiegelzelt in der Reihe „RuhrHochdeutsch “: „Die grault alle raus, demnächst wahrscheinlich auch noch den Gauck , weil sie herausfindet, dass er aus Versehen einen evangelischen Knaben beschnitten hat.“

Ja, zimperlich ist er wirklich nicht, und mit wem er fertig ist, dem hängen die Kleider in Fetzen am Leibe, wie Guido Westerwelle , von dem er vermutet, dass er in China repliziert wurde, denn „die machen doch alles nach. Und: So doof kann einer alleine doch gar nicht sein?“ Überhaupt mutmaßt Rogler, dass Parteien Vereine für Menschen seien, die auf natürliche Weise keine Freunde fänden. „Nehmen Sie mal den Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel: Da fragt man sich doch, wo die in der Regierung immer die Leute hernehmen, so einen lernt man doch normalerweise gar nicht kennen.“

Kleine Mann kommt nicht ungeschoren davon

Aber auch der kleine Mann von nebenan kommt nicht ungeschoren davon. Dass die besten Erfindungen dadurch entstanden seien, dass ein Deutscher sich über etwas geärgert hat – Nikolaus August Otto etwa, als er durch Matsch laufen musste und so den Ottomotor erfand – diese These konnte Rogler noch nicht stichhaltig beweisen. Aber dass die Deutschen ein Volk von Heimwerkern sind, das sehe man ja jeden Samstagmorgen im Baumarkt, wo hilflose Vollakademiker vor Hochregalen stünden und sich darüber wunderten, dass es mehr als eine Sorte von Schrauben gebe.

Kabarett und RuhrHochdeutsch

 

Martina Lode-Gerke

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