Rock-Konzert neu erfunden
09.04.2009 | 16:28 Uhr 2009-04-09T16:28:00+0200
Es gibt Leichteres, als sich nach dem Besuch eines Pink-Konzerts auf die Suche nach Superlativen zu machen. Denn das, was Alecia Beth Moore alias Pink am Mittwochabend vor 10.000 Zuschauern in der Westfalenhalle ablieferte, ist nur schwer in Worte zu fassen.
Die musikalische Zeitrechnung einzuteilen in die Momente vor und nach der Show, mag vielleicht zu epochal klingen, doch es spiegelt annähernd die Eindrücke wider, die gestandene Rock-Fans, die sonst wenig aus der Ruhe bringen kann, auf dem Abend der Funhouse-Tour erlebten.
Rock-Konzert, Zirkus und Theater. Durch ein opulentes, bizarr wirkendes Bühnenbild, einer Mischung aus einem überdimensionalen Flipper, Spiegelkabinett und Horror-Variete´ und vor allem Dank ihres nimmermüden, durchtrainierten und stimmgewaltigen Körpers ist es Pink gelungen, diese Unterhaltungselemente in einer Show zu vereinen. Bei den Songs ihres Funhouse-Albums „So What” und „Sober” und älteren Stücken fegt sie in den hochhackigsten Pumps über die Bühne, beziehungsweise schwebt in einer Trapez-Nummer über den Köpfen der atemlosen Zuschauer.
Dabei setzte das 29-jährige Kraftpaket nicht mehr nur auf ihre rotzige Art, mit der sie früher gern provozierte. Auch wenn sie gereifter wirkt, rissen ihre gewagten Outfits männliche Besucher noch zu Rufen hin, wie 'Ich will ein Kind mit Dir'. Dennoch: Pink bedient alle Gefühlslagen, des gesamten Publikums. Sie genießt sichtbar die Zeit der stillen Akkustik-Nummern - u.a. ein Cover von Led Zeppelins „Babe Im Gonna Leave You” und „I don't believe you”. Doch sie hält auch nicht hinterm Berg damit, dass sie viel lieber wieder Spaß haben und herumtollen möchte. Die Highheels hat sie inzwischen abgelegt und Frauen schauen erleichtert als sie gesteht, wie unbequem sie diese Dinger findet.
Der Show setzt sie mit dem Queen-Cover „Bohemian Rhapsody” die Krone auf, als zwei überdimensionale Horror-Clowns im Bühnenbild auftauchen und die Halle endgültig zu einem Tollhaus wird. Am Ende setzt Pink noch einmal voll auf ihre Reize. Als sie nach knapp zwei Stunden in einem weißen Nichts, das sie fast am Körper trägt, aus einem Wasserbad entschwebt, bekommt die Redewendung „feuchter Traum” eine neue Qualität.
06:33
ich hab sie in der Arena OB gesehen: einfach nur superkasse!! Das ist eine Musikerin die live noch besser ist als auf CD.
Und die sieht aus . . . =WOW!!!