Rewe-Filiale zieht in die neue Thier-Galerie
25.08.2010 | 18:43 Uhr 2010-08-25T18:43:00+0200
Dortmund.Im Herbst 2011 eröffnet Rewe eine Filiale in der neuen Thier-Galerie am Westenhellweg. Obwohl Supermärkte in großen Einkaufszentren oft Probleme haben, geht das Rewe-Management das Risiko ein.
Die Dortmunder Rewe-Zentrale hat sich entschieden: Den geplanten Rewe-Supermarkt, der auf 1450 qm im Herbst 2011 in der ECE Thier-Galerie öffnen soll, wird ein Manager leiten. Und er hat vier Jahre Zeit, um in die schwarzen Zahlen zu kommen, ein Jahr mehr als sonst üblich in den Läden.
Manager leitet den Laden selbst
Das erklärte Heinz-Bert Zander, Vorstandssprecher der Rewe Großhandels eG, der WAZ. Normalerweise werden die Rewe-Märkte von selbstständigen Kaufleuten geführt. Aber ganz ungewöhnlich sei die Lösung doch nicht, versichert Zander. So sei beispielsweise in Derne auch ein Rewe-Manager in einem neuen Supermarkt angetreten, der das Geschäft später als selbstständiger Kaufmann weiterführte. Und „für solche Projekte wie das ECE müsse es auch im Bedarfsfall besondere Lösungen“ geben.
Es habe in der Rewe-Führung keine Einwände gegen den langfristigen Mietvertrag gegeben, tritt Zander der Meldung entgegen, dass der Aufsichtsrat vorm ECE-Engagement abgeraten habe.
Wahrscheinlich eine Stunde länger geöffnet
„Solche Läden brauchen eine gewisse Anlaufzeit“, tritt Zander auch den Befürchtungen entgegen, dass sich das Geschäft nie rechnen könnte. Wie die WAZ berichtete, haben die Rewe-Händler im Einkaufszentrum in Hamm und im ECE-Bau am Limbecker Platz in Essen Probleme, schwarze Zahlen zu schreiben. „Hohe Durchläufe und niedrige Rechnungsbeträge“ seien typisch für solche Geschäfte, so Zander. Man werde Sortimentsteile anders als im Normalladen anbieten.
Noch ungelöst sei das Problem der Öffnungszeiten. Zander kann sich vorstellen, dass der Rewe-Markt eine Stunde länger öffnet als die übrigen Händler im Center, damit die Angestellten dort nach Feierabend einkaufen können. Das würde den Beschäftigen und dem Rewe-Manager helfen.
09:30
Dass der REWE im Limbecker Platz in Essen nicht funktioniert, dürfte nicht wirklich verwundern. Unfreundliches und unwissendes Personal und das Geschäft selber macht eher den Eindruck eines Ramschladens. Das tut man sich vielleicht einmal an, dann aber nie wieder.
10:55
Sehr fraglich, daß dies gut gehen wird. Es fehlen zwar Lebensmittelgeschäfte in der City aber es leben dort auch immer weniger Menschen und die Besucher der Einkausfsmeile oder eines Centers wollen bestimmt nicht schwere Einkaufstüten durch die City schleppen. Wer in der City arbeitet, der erledigt seine Einkäufe auf dem Weg nach Hause bei dem REWE, der in der Nachbarschaft ist. Dazu kommen in einem Center hohe Mieten und Betriebskosten.
Andererseits: Es leben immer noch sehr viele Menschen in der City, die diese neue Einkaufsmöglichkeit nutzen können und Mitarbeiter und Kunden, die mit dem Pkw unterwegs sind, können die guten Parkmöglichkeiten des Centers nutzen und die Einkaufsgüter gleich per Aufzug und Einkauswagen bis an den Pkw bringen. So könnte es funktionieren.
Unter Abwägung der Argumente würde ich derzeit aber kein Geld in so ein Projekt stecken. Nicht ohne Grund gibt es keine reinen Lebensmittelgeschäfte mehr in der City. Trotzdem wünsche ich dem Vorhaben und REWE: Viel Erfolg.
23:30
Hier und heute, das wird ein Desaster für REWE! Ein Manager führt den Laden, kein Wunder, hat man doch keinen richtigen Kaufmann für das Projekt finden können. Welcher kluge Kaufmann will sich schon bis zu seinem Lebensende hoch verschulden?