Revolte am Theater geht weiter
18.04.2008 | 20:36 Uhr 2008-04-18T20:36:19+0200Die Palastrevolte am Musiktheater geht weiter: Nachdem sich, wie berichtet, die Abteilungs- und Werkstättenleiter bei Kulturdezernent Stüdemann über die Arbeitsweise von Opernintendantin Christine Mielitz beschwert haben, melden sich weitere ...
... Betroffene. Sie alle vereint, dass sie aus Angst vor Jobverlust anonym bleiben wollen; die Namen sind der Redaktion bekannt. Sie berichten von Gesprächen, in denen die Opernintendantin als Reaktion auf die Berichte versucht habe, die Mitarbeiter einzuschüchtern.
Ein Theater-Mitglied schildert, dass es ihn belaste, wenn er mit Christine Mielitz arbeiten müsse. "Sie hat eine demotivierende Art, so dass man mit seinem Idealismus und Engagement gegen die Tür läuft. Nach dem Motto: Ich sage, was gut und was schlecht ist - das Denken könnt ihr mir überlassen." Die Stimmung am Haus sei "angespannt".
Ein weiterer Theater-Mitarbeiter erklärt: "Auf den Bühnen spielen wir Schiller und Goethe, die Dichter der Freiheit und des Humanismusses - aber in einigen künstlerisch leitenden Positionen wird einem gänzlich anderen Geist gehuldigt." Auch er will seinen Namen nicht veröffentlichen, aus Angst, dass seine Karriere beeinträchtigt würde. "Auch auf diese Weise wird das Leben von künstlerisch-technischen Mitarbeitern zerstört, deren Verträge zunehmend befristet sind und die an dem Spagat zwischen künstlerischen Forderungen einerseits und technischen Realisierbarkeiten andererseits zerbrechen. Depression und Arbeitslosigkeit sind die Folge." Im Online-Forum schließt Nutzerin "cowgirl24": "Ich glaube, ein frischer Wind würde dem Haus und Dortmund gut tun."
Opernintendantin Christine Mielitz selbst hatte erklärt, dass sie "keine grundsätzliche Missstimmung" mit ihren Mitarbeitern sieht. Sie hat einen Gesprächstermin mit Stüdemann vereinbart.
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15:29
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