Restaurant im Dortmunder Fernsehturm findet keinen Wirt

Weil die Küche 5 Meter unter dem Restaurant liegt, gibt es zwei Aufzüge für Essen und dreckiges Geschirr.
Weil die Küche 5 Meter unter dem Restaurant liegt, gibt es zwei Aufzüge für Essen und dreckiges Geschirr.
Foto: WAZ FotoPool/Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
Das höchste Restaurant der Stadt ist verwaist, und an diesem Leerstand wird sich in den nächsten eineinhalb Jahren nicht wirklich viel ändern. Wir erklären, warum es keinen Pächter für das Turmrestaurant gibt - und zeigen auf einer Karte alle Lokale, die im Westfalenpark noch geöffnet haben.

Dortmund.. Der letzte Pächter der Turmgastronomie im Westfalenpark stammte aus dem fernen Hamburg und betrieb beide Restaurants: das rotierende Turmcafé in 137 Metern Höhe und das Terrassenrestaurant zu Füßen von Dortmunds Wahrzeichen "Florian". Der Pächter hatte sich an dem Turm schlicht verhoben. Zum Schluss war die Rede von Mietrückständen in sechsstelliger Höhe bei der Stadt.

Fernsehturm Ende März gingen die Lichter endgültig aus in den beiden Lokalen im Fernsehturm. Sie werden vorerst auch nur sporadisch wieder angehen, denn trotz intensiver Suche ist es der Parkleitung bisher nicht gelungen, einen Nachfolger für die Hamburger zu finden.

Nur wenig Interesse aus Dortmund

Dortmunder Gastronomen hatten reihenweise abgewunken, zu unsicher schien ihnen das Saisongeschäft. Stadtsprecher Frank Bußmann spricht nun von einer "Übergangslösung", die mit dem Festival Juicy Beats am 24./25. Juli ihren Anfang nehmen soll. "Für diese Saison und für die nächste wird der Turm punktuell öffnen bei Großveranstaltungen im Park, für private Feierlichkeiten oder Firmenevents auf Vorbestellung", so Bußmann.

Gespräche mit einem Gastronomen, der die beiden Restaurants im Turm sporadisch betreibt, stünden kurz vor dem Abschluss. Die Aussichtsplattform in gut 140 Metern Höhe ist von der Schließung der Gastronomien natürlich nicht betroffen.

Diese Lokale gibt es im Westfalenpark: