Rentnerin leugnet vehement Unfallflucht
10.03.2010 | 17:37 Uhr 2010-03-10T17:37:00+0100Dortmund. Seit 1961 hat die Rentnerin einen Führerschein, ließ sich in all den Jahren nichts zu Schulden kommen. Am 17. August 2009 soll die weiße Weste der Frau jedoch einen schwarzen Fleck bekommen haben. Laut Anklage fuhr sie nach einem Unfall auf dem Aldi-Parkplatz in Hombruch einfach weg.
„Das stimmt nicht”, sagt die Frau sehr bestimmt und lässt jenen Tag Revue passieren: „Ich war zwar bei Aldi einkaufen, aber erst viel später. Erst war ich bei Lidl, Plus und Kaufland.” Amtsrichter Georg Junglas nimmt zur Kenntnis, dass sich „die Einkaufsroute der Angeklagten geändert hat”. Was jedoch bleibt, ist der Schaden in Höhe von 4200 Euro, den sie laut Anklage anrichtete, als sie mit ihrem Golf beim Ausparken mit Karacho gegen einen silberfarbenen Mercedes SLK stieß.
Zeugen sahen Unfall und hörten lauten Knall
Gleich zwei Zeugen - ein auf dem Gelände ansässiger Physiotherapeut und einer seiner Patienten - sagten gestern übereinstimmend: „Es krachte, die Frau am Steuer schlug die Hände vor das Gesicht, fuhr ein Stück weiter und parkte dann woanders.” Später sei sie weggefahren. Ob es sich bei der Fahrerin jedoch um die Angeklagte handelte, konnten sie im Prozess nicht bestätigen. Der Physiotherapeut hatte damals geistesgegenwärtig die Nummer des Golf notiert.
Die Fahrerin des Mercedes traute jedenfalls ihren Augen nicht, als sie damals zum Auto zurückkam: „Der stand plötzlich ganz schräg, die Motorhaube war etwas hoch.” Nachdem gestern sechs Zeugen gehört wurden, hat nun ein technischer Gutachter das Wort. Außerdem läuft parallel zur Frage der Schadensregulierung ein Zivilverfahren.
19:49
Wenn es sich bewahrheiten sollte dann muss der Führerschein entzogen werden , auf Lebenszeit .
Solche Leute verursachen im Jahr Schäden von mehreren Millionen wo die Opfer es selber zahlen müssen oder Versicherungen bei der Vollkasko zahlen müssen .