Reisebus überrollt zwei Frauen in der Nordstadt

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Sonntagabend zwei Frauen von einem Bus erfasst worden. Bei der Rettung der Verletzten gab es Probleme: Passanten behinderten die Sanitäter bei der Arbeit. Ein Dortmunder musste sogar gefesselt werden.

Dortmund.. Aktualisierung 13.40 Uhr:

Nach Zeugenangaben liefen die zwei Dortmunderinnen auf der Heiligegartenstraße und wollten bei grüner Fußgängerampel die Bornstraße überqueren. Ein 51-jähriger Mann bog mit einem Reisebus von der Heiligegartenstraße in die Bornstraße und erfasste die beiden Frauen dabei aus einer bislang unbekannten Ursache. Der Busfahrer leistete noch erste Hilfe bis die Rettungskräfte vor Ort waren.

Nach Angaben der Polizei haben auch mehrere Passanten die eingeleiteten Rettungsmaßnahmen der Frau "massiv gestört". Ein Dortmunder musste am Unfallort sogar zwischenzeitlich gefesselt werden, weil er die Rettungskräfte behinderte. Sein Eingreifen sei so extrem gewesen, dass die schwer verletzte Frau ohne das Eingreifen der Polizei hätte nicht gerettet werden können, so eine Polizeisprecherin. Über die Gründe seines Ausrasters wurde nichts bekannt.

Die Polizei ermittelt nun. Sie prüft, ob der Busfahrer durch ein Navigationsgerät zur Unfallzeit abgelenkt war.

Ursprüngliche Meldung:

Die Feuerwehr rückte gegen 20.55 Uhr mit 40 Einsatzkräften Richtung Bornstraße aus. Gemeldet war zunächst ein Unfall mit einer eingeklemmten Person - doch vor Ort stellte sich die Situation anders dar.

Vor Ort stellten die Rettungskräfte fest, dass an einer Kreuzung in der Nordstadt zwei Frauen von einem Bus erfasst worden waren. Beim Abbiegen von der Heiligegartenstraße auf die Bornstraße hatte der Bus eine 42- und eine 16-Jährige überrollt. Die ältere der beiden Frauen wurde dabei schwer verletzt, die jüngere leicht. Beide wurden nach dem Unfall in ein Dortmunder Krankenhaus gebracht.

50 Familienangehörige vor Ort

An der Einsatzstelle wurden rund 50 Familienangehörige der Unfallopfer in einem Bus der Feuerwehr betreut. Gegen 23.10 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr beendet.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun die Ursache sowie den genauen Hergang des Unfalls. Insgesamt waren 40 Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz. Außerdem waren ein Team der psychosozialen Unterstützung und ein Notfallseelsorger vor Ort.

In eigener Sache

In einer früheren Version haben wir nach ersten Informationen geschrieben, dass eines der Unfallopfer 17 Jahre alt ist. Mittlerweile hat die Polizei bekannt gegeben, dass es sich bei dem Unfallopfer um eine 16-Jährige handelt.