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Rechtsmediziner nennt Details zum dreifachen Kindermord

05.03.2013 | 18:11 Uhr
Rechtsmediziner nennt Details zum dreifachen Kindermord
Beim Prozess um die drei in der Dortmunder Nordstadt getöteten Kinder kommen immer mehr Details ans Tageslicht.Foto: Stefan Reinke

Dortmund.  Grausige Details im Prozess um die drei getöteten Kinder in der Fichtestraße. Am Dienstag sagte ein Rechtsmediziner aus. Unter anderem überraschte er mit der Aussage, dass die Kinder Beruhigungsmittel im Blut hatten.

Als Rechtsmediziner Eberhard Josefi am Dienstag im Prozess um den dreifachen Kindermord an der Fichtestraße aussagte, herrschte außergewöhnliche Ruhe im Gerichtssaal. Nur eine Zuschauerin flüsterte ihrer Nachbarin zu: "Das ist kein Mensch, der so etwas tut."

Wenn es überhaupt so etwas wie Trost geben kann in so einer Situation, dann vielleicht, dass Mustafa, Mehmet und Zilan nicht lange leiden mussten. Alle drei Kinder wurden in ihren Betten von sehr vielen Messerstichen getroffen . Die Verletzungen waren so schwer, dass der Todeskampf maximal wenige Minuten dauerte.

Der Rechtsmediziner sagte den Richtern am Dienstag, dass die drei Geschwister sehr schnell verblutet sein dürften. Am Blut der Kinder ließ sich später auch feststellen, dass diese vom anschließenden Ausbruch des Feuers kaum noch etwas mitbekommen haben dürften.

Beruhigungsmittel im Blut

Keines der Opfer hatte nennenswerte Mengen von Kohlenmonoxyd eingeatmet. Stattdessen fanden die Rechtsmediziner im Blut von Mustafa, Mehmet und Zilan Spuren eines Beruhigungsmittels. Dr. Josefi: "Die Konzentration war sicher nicht lebensgefährlich, aber sie wird die Kinder verlangsamt haben." Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kann nur die Angeklagte Milka D. den Kindern das Beruhigungsmittel heimlich verabreicht haben. Denn: Der Wirkstoff wurde auch im Blut des Vaters der Kinder festgestellt. Muharrem T. sagte gestern dazu : "Sie muss es uns ins Essen oder Trinken getan haben. Ich habe jedenfalls kein Schlafmittel eingenommen."

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Angeklagte schweigt

Sie soll die drei Kinder ihres Lebensgefährten erstochen und dann die gemeinsame Wohnung in der Dortmunder Nordstadt angezündet haben: Am ersten Prozesstag schwieg Milka D. zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft. Auch ihre Emotionen hielt die Angeklagte zurück, nur ihre Blicke verrieten sie.

Der 41-Jährige bekräftigte noch einmal, dass sich das Verhältnis seiner Lebensgefährtin zu den Kindern in den Wochen vor der Tat verschlechtert hatte. Dass er jedoch nach dem Fund der Leichen zunächst auch selbst verdächtigt wurde, hat ihn schwer getroffen. "Wer kann nur so etwas denken?"

Martin von Braunschweig



Kommentare
06.03.2013
05:55
Rechtsmediziner nennt Details zum dreifachen Kindermord
von MaggiRavioli | #1

Da belügt uns die Werbung doch schon wieder: Ich kann mir durchaus zartere Versuchungen vorstellen als diese Milka ;-) *höhö*

2 Antworten
pietätloses
von gebensiedasverzerrtewortein | #1-1

Stück Scheisse !

Sorry Mods, ich kann nicht anders !

@MaggiRavioli
von mellow | #1-2

Armer Irrer mit zu viel Zeit?

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