Razzia gegen Einbrecher-Banden in der Dortmunder Nordstadt
13.11.2012 | 09:54 Uhr 2012-11-13T09:54:00+0100
Dortmund-Nordstadt. Mit einer Großrazzia ist die Dortmunder Polizei am Dienstag gegen Wohnungseinbrecher-Banden vorgegangen. Hintergrund der Aktionen im gesamten Ruhrgebiet war die deutlich gestiegene Zahl der Einbrüche. Jetzt zieht die Polizei Bilanz.
Um Punkt 8 Uhr startete auch in Dortmund eine landesweite Aktion gegen Wohnungseinbrecher. Unterstützt von Beamten der Einsatzhundertschaft schlug die Polizei bis etwa 10.30 Uhr an verschiedenen Orten in der Nordstadt zu. Im Visier: Wohnhäuser, Pfandleiher und Hostels. Allein in Dortmund waren 60 Beamte im Einsatz — 61 Personen wurden überprüft. Es gab zwei Festnahmen. Unterstützt wurden die Beamten durch Mitarbeiter der Stadt, u.a. des Jugend- und Ordnungsamtes.
Am Burgwall fiel den Beamten ein 52-Jähriger Mann auf, der sich verdächtig benahm. Bei seiner Überprüfung fand die Polizei in den Hosentaschen über 3500 Euro, deren Herkunft bis jetzt unklar ist. Auch die falschen Personalienangaben des Serben, der zunächst behauptet hatte Bulgare zu sein, führten zu seiner Festnahme. Ebenfalls am Burgwall stellten Kriminalbeamte ein 20-teiliges Silberbesteck sicher, das nach bisherigen Feststellungen aus einem Einbruch in Arnsberg stammt.
Zudem schlug die Polizei bei ihrer Razzia in der Nordstadt auch in der Flensburger Straße 15 zu. Beamten riegelten den Eingang ab, sicherten den Hinterhof. Bei dem Haus handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus, in dem sechs Mietparteien wohnen könnten. Beim Blick ins Melderegister stellten die Behörden fest: Hier sind rund 100 Menschen gemeldet. Und so wurden die dort angetroffenen Personen überprüft, Wohnungen und Hinterhof durchsucht. Ein 46-jähriger Rumäne wurde festgenommen, da er per Haftbefehl gesucht wurde. Im Hinterhof das Bild, das sich in vielen anderen Häusern der Nordstadt zeigt: Müll und Gerümpel stapelten sich, dazwischen Trockenständer mit Wäsche. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die an der Aktion beteiligt waren, hätten das "Problemhaus" ohnehin in den nächsten Tagen kontrolliert — Hinweise auf Kindeswohlgefährdung habe es aber bei den fünf Kindern im Haus nicht gegeben.
Empörung bei den Betreibern von zwei Hostels, die es laut Polizei mit den Meldebescheinigungen nicht so genau nehmen. Auch hier wurden die Gäste geweckt und Zimmer durchsucht. Im Visier der Polizei zudem zwei Pfandleiher. Auch hier fanden Durchsuchungen statt.
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22:08
War das jetzt nur eine PR-Aktion? Was nutzt es, wenn festgestellt wird, welche Personen sich in welchem Haus aufhalten? Hat jemand der Überprüften von sich aus ein Geständnis abgelegt? Wieviel Einbrecher wurden überführt und verhaftet? Ich fürchte, keiner. Viel Rauch um nichts, oder?
18:27
Gibt es nach dieser sehr lauten Aktion schon Resultate?
Es ist gut, dass das Thema endlich auf die Tagesordnung kommt.
Ob eine laute Großrazzia eine Beruhigungspille ist, eine Reaktion auf Banden, die sich über das ganze Ruhrgebiet ausdehnen oder Hilflosigkeit, wird sich an den Ergebnissen und Statitiken zeigen. Ich hoffe,dass die POlizei die richtige Strategie gewählt hat.
12:45
Warum erst jetzt?
10:56
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