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Brandmeldeanlage

Rauch im FZW kostet 70.000 Euro

02.11.2011 | 17:33 Uhr
Rauch im FZW kostet 70.000 Euro
Brandmeldeanlage abgestellt hieß es auch beim Konzert von Casper. Foto: Michael Printz

Dortmund.   Die im FZW installierte Brandmeldeanlage (BMA) ist nicht in Ordnung, ist nicht für Veranstaltungszentren wie das FZW geeignet. Und das schon seit dem Start im September 2009. Die Folge: Allein in diesem Jahr fielen Kosten von bis zu 10.000 Euro pro Monat an.

Viel Rauch um Nichts? Im FZW könnte man das nicht sagen. Denn die dort installierte Brandmeldeanlage (BMA) ist nicht in Ordnung, ist nicht für Veranstaltungszentren wie das FZW geeignet. Und das schon seit dem Start im September 2009. Die Folge: Allein in diesem Jahr fielen Kosten von bis zu 10 000 Euro pro Monat an. Und das durch eine Aufstockung der Brandwachen im FZW.

Die Brandmeldeanlage reagiert auf Partyrauch und Nebel. Und löste schon, kurz nachdem das FZW an den Start gegangen war, aus. Die Folge: Bei Veranstaltungen an der Ritterstraße 20 wird diese Anlage ausgeschaltet, um nicht gleich die Feuerwehr mit drei Löschzügen vor Ort zu haben. Doch die Brandwachen, wie sie in allen Veranstaltungszentren von der Westfalenhalle bis zum Konzerthaus üblich sind, müssen je nach Veranstaltung aufgestockt werden.

„Zwischen dem FZW und der Stadt ist eine bestimmte Eingruppierungen der Veranstaltungen vorgenommen worden“, so Boris Thiemrodt, Sprecher der Dortmunder Feuerwehr. Die Einstufung sieht fünf Stufen vor. Je nach Stufe werden dann bis zu fünf Mitglieder der Feuerwehr zu den Veranstaltungen in das Freizeitzentrum West geschickt.

Handelt es sich um eine kleine Lesung, dann ist die Wehr mit einem Mann/Frau vertreten, handelt es sich etwa um das Westend-Festival am vergangenen Wochenende, dann versehen fünf Feuerwehrleute ihren Dienst. Diese müssen dafür Sorge tragen, dass die Notausgänge frei sind, dass die Aufstellflächen für die Löschfahrzeuge im Ernstfall frei sind.

Kosten von bisher 70.000 im Jahr 2011

Und im Ernstfall leiten sie die erforderlichen Maßnahmen ein, evakuieren ggf. das Gebäude. Die Notwendigkeit solcher Brandwache wird im § 41 der Versammlungsstättenverordnung geregelt. Dort heißt es u.a.: „Bei Veranstaltungen mit erhöhten Brandgefahren hat der Betreiber eine Brandsicherheitswache einzurichten.“ Und „Bei jeder Veranstaltung auf Großbühnen sowie Szenenflächen mit mehr als 200 m² Grundfläche muss eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr anwesend sein.“

Allein in diesem Jahr sind bislang Kosten in Höhe von etwa 70.000 Euro aufgelaufen, die bisher von der Stadt getragen wurden. Nun soll in absehbarer Zeit Abhilfe geschaffen werden und eine Anlage installiert werden, die den Anforderungen (Bühnenrauch und Disconebel) eines solchen Zentrums gerecht wird. Das FZW war von der Immobiliengesellschaft Limberg gebaut worden und ist an die Stadt verpachtet. Seit Januar 2011 hat das FZW private Betreiber.

Andreas Winkelsträter

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Kommentare
03.11.2011
14:10
@#2 vaikl
von MartinFaust | #4

Zur Beantwortung der Frage einfach mal die Antworten zu #1 lesen!

03.11.2011
09:29
Inkompetenz
von esass | #3

Nicht nur die Planung der Brandschutzanlage, die Gesamtplanung des FZWs - und damit ist der Bau, aber auch das Konzept gemeint - beruhen auf städtischer Inkompetenz. Da, wo es ausnahmsweise funktioniert Musik- und Lichtanlage, hat man auf externe Beratung zurückgegriffen. Dass man den Laden nicht stemmen kann, hat die Stadt/Jugendamt ja mittlerweile eingesehen und ihn konsequenterweise privatisiert. Dies hält aber sie aber nicht davon ab, weiter beträchtliche städtische Mittel also Steuergeld in das FZW zu pumpen - natürlich auf Basis vertraglicher Vereinbarungen, die von kompetenten städtischen Bediensteten geschlossen wurden. Recherchieren sie doch mal bitte die Gesamtsumme ...
Dagegen dürfte das Geld für die Brandwachen, welches ja wohl irgendwie in einen anderen Topf der Stadt zurückfließt, ein Klacks sein.

1 Antwort
Planung
von dj_ruben | #3-1

Achtung. Die Kommentare vom Kistenschubser 2 Antworten bei "vernebelter Sachverstand" geben die richtige Antwort auf deinen Einwand.

03.11.2011
02:56
@#1 Fakeilein
von vaikl | #2

Ein gewisser Klaus Schäfer war doch noch bis Ende 2008 Feuerwehrchef in Dortmund und der FZW-Rohbau wurde Mitte 2008 begonnen. Warum ist da wohl nix passiert, um dieses planungstechnische Malheur zu verhinden?

02.11.2011
23:51
vernebelter Sachverstand
von MartinFaust | #1

Wer plant und installiert denn eine Brandmeldeanlage in einer Versammlungsstätte und berücksichtigt dabei nicht die nutzungsbedingten Rauchquellen der Bühnentechnik? Es gibt wahrlich genug Beispiele für entsprechende Brandmeldeanlagen in Versammlungsstätten, die fehlerfrei funktionieren. Vielleicht hätte die Verwaltung da einfach mal Fachleute fragen sollen?

2 Antworten
@#1
von Kistenschubser | #1-1

Die Verwaltung hat sogar noch vor dem Bau Leute aus dem Veranstaltungstechnikgewerbe als Berater ins Boot geholt. Noch vor dem ersten Spatenstich ist immer wieder darauf hingewiesen worden, daß die BMA mit Bühnennebel klarkommen muß.
Leider meinten dann aber die entsprechenden "Fachplaner" des Bauträgers nicht der Verwaltung, daß man nicht auf die blöden Techniker hören muß.

@#1
von Kistenschubser | #1-2

Die Verwaltung hat sich sogar tatsächlich lange vor dem ersten Spatenstich Veranstaltungstechniker als Berater ins Boot geholt. Die Techniker haben auch von Anfang an auf die Problematik von Bühnennebel und Brandmeldeanlagen hingewiesen und geraten, entsprechende Meldersysteme zu verbauen.

Leider meinten aber wohl die "Fachplaner" des Bauträgers, nicht der Verwaltung, nicht auf Techniker ohne Dpl.-Ing-Titel hören zu müssen.

Die nicht geeignete BMA ist jedenfalls tatsächlich ein Thema der ersten Stunde.

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