Raser im Radar der Anwohner - Dortmunder fordern mehr Blitzer in Tempo-30-Zonen
25.01.2012 | 18:36 Uhr 2012-01-25T18:36:00+0100
Dortmund. Beschwerden über Raser in verkehrsberuhigten Zonen nehmen zu – Polizei und Ordnungsamt verstärken Blitzeinsätze (noch) nicht.
Die Beschwerden über rasende Autofahrer in verkehrsberuhigten Zonen oder in Tempo 30-Zonen nehmen zu. So werden bei den Fragestunden der Bezirksvertretungen immer häufiger scharfe Kontrollen zum Schutz der Kinder gefordert. Auch an unserem Lesertelefon meldeten sich zuletzt viele Bürger, die für mehr Blitzeinsätze plädieren. So kommen Autofahrer, die über die Straßen Am Roten Haus in Marten am Iltisweg in Berghofen oder durch das Kreuzviertel mit überhöhter Geschwindigkeit rasen, in ihren Augen oftmals ungeschoren davon.
„Dass in Wohngebieten zu wenig geblitzt wird, ist ein altbekannter Vorwurf“, sagt Manfred Radecke. Der Pressesprecher der Polizei erklärt aber, dass es nun mal Kriterien gebe, an die sich seine Kollegen halten müssen. „Wir führen unsere Kontrollen gezielt an Unfallschwerpunkten durch“, betont Radecke. Da, wo es regelmäßig kracht, stehen die Beamten häufig und bauen die Radarfallen auf.
Darüber hinaus sei die Dortmunder Polizei aber auch offen für Hinweise von Anwohnern. „Allerdings muss schon eine bestimmte Quantität vorliegen“, erklärt Manfred Radecke. Nach vereinzelten Anrufen kommt also nicht sofort die Laserpistole zum Einsatz, sammeln sich Beschwerden an, dann schon.
15 Euro Bußgeld
Auch in verkehrsberuhigten Bereichen, wo die technischen Geräte meistens nicht anschlagen, kann die Polizei Raser zur Kasse bitten. Dabei genügt es, die Geschwindigkeit zu schätzen. „In mehreren Gerichtsurteilen steht, dass die Erfahrung der Beamten ausreichend ist“, erklärt Manfred Radecke. Deshalb müssen Sünder die 15 Euro Bußgeld auch ohne Beweisfoto zahlen – meistens zähneknirschend.
Zu Ingo Moldenhauer sind derweil noch keine Beschwerden über Tempoverstöße in verkehrsberuhigten Bereichen vorgedrungen. „Ich weiß nichts von einer Anfrage aus Bürgerschaft oder der Politik“, erklärt der Leiter des Dortmunder Ordnungsamtes. Er erinnert sich an andere Probleme in sogenannten Spielstraßen. „Wir hatten vor zwei bis drei Jahren Beschwerden über Autos, die kreuz und quer parken und dadurch anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht versperren. Das kommt mittlerweile aber nicht mehr vor“, sagt Moldenhauer.
Der Ordnungsamtsleiter versichert aber, dass sie Hinweise nicht einfach ignorieren. „Wir gehen jedem nach“, so Ingo Moldenhauer. Und da seine Behörde nur fünf Fahrzeuge und keine mobilen Messgeräte hat, ruft sie im Ernstfall die Polizei zur Hilfe. Zur Sicherheit der Bürger – insbesondere der jüngeren.
10:39
Das erstaunliche an den Ü30 Raser ist,dass es in der Mehrzahl Mütter mit Kinder sind.
So ist es, soeben noch in einer 30er Zone erlebt.
Volle Zustimmung! Und nicht nur dort. Aggressiv fahrende Stress-Mütter fallen mir bei vielen Gelegenheiten im Straßenverkehr auf.
07:17
#1, Sie sind ja ganz schön schnell unterwegs auf Ihrem Rad :-)
Zum Thema: Es wird immer dort geblitzt, wo es auch viel Geld gibt. Und in den Schulgebieten ist eben oft auch rechts-vor-links usw., so dass Autofahrer maximal 20 zuviel fahren können. Das heißt es könnte nur 15 Euro Verwarnung kassiert werden. Das ist doch der eigentliche Grund. Denn Schulbereiche sind IMMER ein (möglicher) Unfallschwerpunkt. Niemand würde sich beschweren, wenn dort geblitzt wird. Zusätzlich sollte man alle Eltern, die dort kreuz und quer parken, um ihre Kinder abzuholen/wegzubringen, zur Kasse bitten.
06:13
gibt es auch in Körne....Die Strasse "Im Defdahl" ist eine "30 Zone"...da wird man als Radfahrer, selbst wenn man mit 35 km/h unterwegs ist, von der Fahrbahn gehupt oder noch überholt.
Verkehrsregeln gelten nur für Anfänger und Fahrschulen, der Rest schält sich doch einen drauf.....aber ich vergass: Radfahrer gehören nach Meinung der Autofahrer unter die Erde und nicht auf die Strasse
Hallo Thomas75NRW
wer als Radfahrer in der Tempo-30-Zone mit 35 km/h unterwegs ist, ist zu schnell. Das kostet ggf. 15 €, auf auf dem Rad.
Zudem, der Bremsweg ist auf dem Rad nicht zu unterschätzen. Wer schon mal wegen einer Vollbremsung eine Pirouette gedreht hat, wird sich solches Tempo zweimal überlegen.
...sind aber ein ganz cleverer, "baldinsoelde". Hilfssheriff?