Querparken ist im Kreuzviertel bald legal
20.10.2010 | 10:27 Uhr 2010-10-20T10:27:00+0200
Dortmund.Es ist so eine Sache mit den Gerüchten. Sie sind schnell im Umlauf – und nicht unbedingt immer richtig. So wie dieses, das die Anwohner und Besucher des Kreuzviertels alles andere als amüsiert.
Die schräg angeordneten Parkplätze sollen, wie im Gerichtsviertel (wir berichteten), gerade neben der Straße verlaufen. Also da, wo zuvor drei Fahrzeuge stehen konnten, soll demnächst nur noch eines stehen können. Wegen der Feuerwehr und so, sagt das Gerücht.
„Das wäre die Vollkatastrophe, es kann ja dann keiner mehr hierhin kommen“, empört sich Anwohnerin Sandra Bingel, die schon seit 39 Jahren an der Lindemannstraße wohnt, mittlerweile mit Familie. Natürlich ist es eng im belebten und beliebten Viertel. „Das war schon immer so und das macht den Charme aus“. Das Kreuzviertel als „der Nabel“ für viele Veranstaltungen, besonders bei Borussia-Spielen, für die vielen Menschen, die wegen der Lokalitäten kommen: „Es war immer schlimm, aber alle, die hier wohnen, kennen das und haben ihr eigenes System entwickelt, damit umzugehen“. Zettel mit Handynummern hinter Windschutzscheiben bei zugeparkten Fahrzeugen lösen das Problem im Handumdrehen. Für die Kreuzviertler ein Leben mit den Umständen. Aber wenn jetzt noch Parkplätze wegfallen sollten . . .
Keller als Tiefgaragen?
„Und wie stellen die sich das vor?“, schüttelt Anwohnerin Sandra Bingel den Kopf, „wollen die aus unseren Kellern dann Tiefgaragen machen?“
Nichts dergleichen. Der Stadt ist das Dilemma um Parksituation und -bedarf wohl bewusst. Und dem Tiefbauamt seien keinerlei Maßnahmen bekannt, Parkplätze einzuschränken, bestätigt Pressesprecher Udo Bullerdieck. Das Feuer, dass das Gerücht entfacht hat, kommt wohl von den Markierungsarbeiten, die zur Zeit am Neuen Graben, östlich der Lindemannstraße stattfinden. Die aber, ganz anders als das Gerücht, mehr Querparkplätze schaffen. „Sechs bis sieben Stellplätze kommen dazu“. Mehr noch: „Die Schrägparkplätze hier werden sogar legalisiert“. Das dürfte ein Bonbon für die Kreuzviertel-Bewohner und -Besucher sein, die nach den langwierigen Umbauarbeiten an und auf der Lindemannstraße ohnehin schon beeinträchtigt genug waren.
22:29
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13:31
@ Dortmunderin:
Ich bestehe auch nicht auf ökologische Lebensweise. Wenn Sie seit 15 Jahren da nicht mehr wohnen, frage ich mich allerdings, woher Sie Ihre aktuellen informationen haben.
Keine Familien mit Kindern im Kreuzviertel? Komisch, daß es 3 Grundschulen im Umkreis von 5 Minuten Fußweg gibt, die alle gut besucht sind? Sind aber wahrscheinlich nur Auswärtige, die Ihre Kinder hinbringen, oder?
Und warum die schönste zeit, die war, als hauptsächlich Studenten dort wohnten, können Sie mir wahrscheinlich auch erklären. Ich liebe das Kreuzviertel, weil es eine bunte Mischung aus allen Bevölkerungschichten beherbergt. DAS macht nämlich die Vielfalt aus.
Ein Hoch auf das Kreuzviertel.
22:14
juergengojny immer wieder...
findet man irgendwo auf www.derwesten.de rassistische, fremdenfeindliche Äußerungen oder plumpe Ressentiments, findet man diesen Namen... traurig!
18:29
Kreuzviertler, nn einer Anwohnerversammlung haben BEWOHNER des Kreuzviertels mal gefordert das ein Spielplatz zum Parkplatz umgebaut wird. Ich bin mit meinen Kindern schon vor 15 Jahren aus dem Öko Viertel weggezogen. Es gibt so gut keine Familien mit Kindern dort. Mit alternativer Lebensweise hat das nichts mehr zu tun. Das Kreuzviertel ist zu einem egoistische Schnicki-Micki und Möchtegern- Intelektuellen verkommen.
Die schönste Zeit war vor 30 Jahren, da war das Kreuzviertel noch bevorzugt von Studenten bewohnt.
16:08
Ich möchte das zuständige Tiefbauamt der Stadt ausdrücklich dafür loben, dass es mittels Markierungen mehr Stellplätze für Schrägparken/Querparken schafft. Vorbildlich geschehen auf der Kreuzstraße zwischen Lindemannstraße und Arneckestraße oder auch jetzt im Neuen Graben östlich der Lindemannstraße.
Oder um es in der Sprache des alternativen Viertels zu sagen: Querparken, legalize it.
#1: cadaaaf42: Was ist der Unterschied zwischen Schräg- und Querparken? Das ist doch das gleiche.
14:58
Es sind im Kreuzviertel nicht unbedingt die Anwohner-Autos, die für Parkplatzknappheit sorgen, sondern vielmehr die Parker, die in die Kneipen wollen, zum Borussia-Spiel oder einer Veranstaltung in der Westfalenhalle.
Als Kreuzviertler mit Auto ist es schon ganz schön arg mit den Parkplätzen, ich fahre nicht selten 20 Minuten durch die Gegend, bis ich etwas finde - vor allem abends (womit wir wieder bei den Kneipenbesuchern wären). Die einzige Möglichkeit, schnell einen guten Parkplatz zu bekommen, ist zwischen 10 und 16 Uhr, wenn alle Leute noch unterwegs sind.
14:21
Es ist schon erstaunlich, daß gerade in dem Stadtviertel, indem sich die Ökos über die zulässige Höchstgrenze hinaus tummeln, so viele Autos zu finden sind. Ist das jetzt ein besonderer Ausweis für Nachhaltigkeit für die Kreuzviertler?
11:22
Die elendige Querparkerei bei eigentlichen Schrägboxen gibt es nicht nur im Gerichtsviertel oder womöglich demnächst im Kreuzviertel. Ist leider in der Wielandstraße und den Parallelstraßen gang und gäbe. Wenn dann noch irgendwelche Parkrowdies meinen, sie müssten entweder 2m Platz zwischen dem eigenen Gefährt und dem Fahrzeug daneben frei lassen oder einfach mal diagonal dazu parken, wird es ganz furchtbar.
Meiner Meinung nach sollten in diesen engen Straßen mit Schrägboxen Transporter und andere Langfahrzeuge nicht parken, sondern beispielsweise in der Schützenstraße auf dem seitlichen Parkstreifen in den normalen Parklücken parken. Rücksicht ist aber leider selten zu erwarten.