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Pumpenhersteller Wilo baut neue Fabrik am  Stammsitz Hörde

05.10.2012 | 06:00 Uhr
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Pumpenhersteller Wilo baut neue Fabrik am  Stammsitz Hörde
Wilos Stammsitz in Dortmund

Dortmund.   Der Pumpenhersteller Wilo investiert in den Standort Hörde: Das Unternehmen aus Dortmund will sein Werk an der Nortkirchenstraße ausbauen — für einen „guten zweistelligen Millionenbereich“. Das bestätigte das Unternehmen am Donnerstag.

Der Pumpenhersteller Wilo will am Standort in Hörde einen Ausbau im „guten zweistelligen Millionenbereich“ vornehmen. Das bestätigte am Donnerstag das Unternehmen und zerstreute gleichzeitig Gerüchte, man wolle nach Unna „oder sonst wohin“ abwandern „Wir sind auf Expansionskurs“, erklärte Sprecher Kay Hoffmann und gab ein Bekenntnis zum Stammsitz ab: „Dortmund ist ein Hightech-Standort“. Für Wilo gebe es einen Platzbedarf in einer Größenordnung von rund 50.000 Quadratmetern.

Schon bei der Bilanz-Pressekonferenz im Frühjahr war angekündigt worden, dass es einen Spatenstich für den geplanten Neubau an der Nortkirchenstraße noch in diesem Jahr geben wird. „Jetzt stehen wir kurz vor dem Abschluss“, versichert Unternehmenssprecher Kay Hoffmann. Grundstücksverhandlungen mit nicht näher genannten Nachbarn auf dem projektierten Gelände an der Nortkirchenstraße seien weit gediehen. Danach stehe dem Startschuss nichts mehr im Wege, weil die bergrechtliche Frage und Blindgänger-Suche abgeschlossen seien.

Wilo steigt immer weiter auf

„Wir sind ein dynamisch wachsendes Unternehmen und müssen uns den modernen Gegebenheiten stellen“, beantwortet Hoffmann die Frage nach der Notwendigkeit eines Neubaus. Wilo werde durch den Ausbau der Produktion auch neue Arbeitsplätze schaffen. In diesem Zusammenhang war einmal die Rede von 200 neuen Jobs innerhalb von vier bis sechs Jahren. Hoffmann ist jetzt vorsichtiger. Es lasse sich heute realistisch noch nicht einschätzen, da der Pumpenherstellen letztlich vom Weltmarkt abhängig sei.

Aktuell brummt es aber bei Wilo. Das führt dazu, dass die Fertigung der Elektromotoren mit rund 287 Mitarbeitern nach Oestrich verlegt werden musste. „Wir beliefern alle ausländischen Werke mit Motoren aus unserem Werk am Stammsitz Dortmund“, erläutert Hoffmann. Wilo ist längst zu einem „global player“ aufgestiegen. Weltweit existieren 60 Tochterfirmen und Vertriebsgesellschaften. In der kommenden Woche wird Wilo ein neues Werk in Peking eröffnen.

„Wir haben weltweit 6700 Mitarbeiter“, berichtet der Wilo-Sprecher. „In Dortmund sind es zum Jahreswechsel 1300 gewesen.“ Die Verschärfung der EU-Richtlinien sorgen aktuell für rege Nachfrage bei Hocheffizienzpumpen an Heizungen. Wilo hat zuletzt einen Jahresumsatz von knapp 1,1 Milliarden Euro geschafft. Der Dortmunder Pumpenhersteller liegt auch im laufenden Jahr „über Plan“, verrät Hoffmann.

Gerald Nill

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