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Public Viewing zum Champions-League-Finale offenbar gesichert

14.05.2013 | 13:22 Uhr
Bombenstimmung beim Public Viewing in der Westfalenhalle - die sollte es auch zum Champions-League-Finale geben.
Bombenstimmung beim Public Viewing in der Westfalenhalle - die sollte es auch zum Champions-League-Finale geben.Foto: Archivfoto: Oliver Schaper

Dortmund.  Die BVB-Fans in Dortmund müssen wohl doch nicht auf eine öffentliche Übertragung des Champions-League-Endspiels am 25. Mai verzichten. Die Uefa zerstreute am Dienstag Sorgen, dass das geplante Rudelgucken in der City an Lizenzfragen des Verbandes scheitern könnte.

Update 13.22 Uhr:

Nachdem Oberbürgermeister Ullrich Sierau wegen der Irritationen um mögliche Lizenzauflagen für Public Viewing-Veranstaltungen am Montag einen Brief an den europäische Fußball-Union (Uefa) geschrieben hatte, gab der Verband am Dienstag grünes Licht.

In einem Gespräch mit einem Vertreter der Stadt sicherte die Uefa viel Wohlwollen und sogar ideele Unterstützung für die geplanten Übertragungen des Champions-League-Finales zu. Das Public Viewing kann wie geplant stattfinden, teilte Stadtsprecher Udo Bullerdieck am Dienstagmittag mit.

Auch in München gab es große Diskussionen um das Endspiel-Public-Viewing. Der FC Bayern wollte es im eigenen Stadion veranstalten, die Stadt lieber auf der "Wies‘n"-Fläche in der Stadt. Der Grund: Die U-Bahn zum Stadion wird am Finaltag saniert, ein reibungsloser Verkehr zum Stadion konnte nicht garantiert werden.
Gestern einigten sich beide Seiten dann auf einen Kompromiss. Es gibt Shuttle-Busse zum Stadion für 45.000 Fans und eine Leinwand in der Stadt für 30.000.

Erstmeldung 10.28 Uhr:

Wie im Vorjahr beim DFB-Pokalfinale soll das Champions-League-Endspiel des BVB gegen München in London auf drei Großleinwänden auf City-Plätzen übertragen werden. Partner sind dabei wie gewohnt die Dortmunder Schausteller. Auch in der großen Westfalenhalle 1 ist eine Spielübertragung geplant, die sogar schon ausverkauft ist.Die Stadt hofft nun, vonder Europäischen Fußball-Union (Uefa) eine Genehmigung für die Übertragungen zu bekommen. Oberbürgermeister Ullrich Sierau habe am Montag in Absprache mit dem BVB einen Brief an die Uefa geschrieben.

Hoffen auf Verständnis

Darin verweist er vor allem auf Sicherheitsaspekte. Viele Menschen strömten erfahrungsgemäß in die City, um eine schwarzgelbe Fußball-Feier mitzuerleben.

"Wir hoffen, dass die Uefa diese Aspekte respektiert und uns keine Hürden in den Weg stellt", betont Stadtsprecher Michael Meinders.

Westfalenhalle schon ausverkauft

Darauf hoffen die Westfalenhallen, die ihr Public Viewing als Teil des städtischen Gesamtkonzepts sehen. Ein Problem könnte hier sein, dass für die Übertragung in der großen Halle ein Eintritt von 3 Euro erhoben wird. Wobei betont wird, dass damit lediglich der "zunehmende Aufwand für Betriebskosten und Sicherheit" gedeckt werden soll.

Die Fans scheint der Eintritt auf jeden Fall nicht abzuschrecken: Seit Montagmorgen ist die Halle mit rund 12.000 Plätzen bereits ausverkauft. Und die Westfalenhallen gehen auch davon aus, dass die Veranstaltung weiter stattfinden kann. "Wer bisher eine Karte gekauft hat, muss nicht in Unruhe verfallen", erklärt Hallensprecher Dr. Andreas Weber.

Uefa-Mitteilung: Keine Ausnahmen

In einer Mitteilung zählt die Uefa die Bedingungen auf, unter denen sie "ausnahmsweise" ein nichtkommerzielles Rudelgucken zum Champions-League-Finale erlaubt:

  • Die Veranstaltung findet in Deutschland statt und hat maximal 500 Besucher
  • Es wird kein Sponsoring, keine Darstellung von Marken oder andere kommerzielle Bekundungen (z.B. Werbung) geben;
  • Das Logo und die Markenzeichen der UEFA oder der UEFA Champions League werden nicht verwendet. Das Public Viewing darf nicht als offizielle Veranstaltung der UEFA oder der UEFA Champions League beworben werden; und
  • Der Organisator beschafft auf seine eigenen Kosten alle notwendigen lokalen Genehmigungen und Lizenzen (z.B. GEMA, GEZ, lokale Verwaltungen und Rundfunkanstalten).

Von Oliver Volmerich

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