Prügelei um eine Frau
03.08.2010 | 16:52 Uhr 2010-08-03T16:52:00+0200
Dortmund. Die beiden Arbeitskollegen haben sich auch privat immer prima verstanden – wenn sie unter sich waren. Doch tauchte die Freundin des einen auf, kam es zu Reibereien. Und am 21. Dezember 2009 sogar zu einer handfesten Prügelei auf offener Straße.
Am Dienstag hatte die unschönen Szene, die sich damals mitten in Scharnhorst abspielte, ein Nachspiel vor dem Amtsgericht. Körperverletzung warf die Staatsanwaltschaft jenem 24-Jährigen vor, der damals solo war, sich aber bestens mit der Liebsten seines Kollegen verstand. Doch wer nun Täter und wer Opfer war, blieb unklar.
Aus Eifersucht die Fäuste geschwungen
„Wir hatten an dem Tag frei, haben uns erst in einem Lokal geroffen und einiges getrunken“, erzählte der Angeklagte. „Ich habe mich ganz nett mit Dennis unterhalten, auch mit seiner Freundin. Ich glaube, das hat Dennis nicht gepasst. “ Da könnte der junge Mann recht haben – auf Nachfrage von Amtsrichterin Christine Weber gab er zu, dass man sich wegen der hübschen blonden Dame schon mal in der Wolle hatte. An jenem Abend soll dem Kollegen der Kragen geplatzt sein: „Er haute mir eins aufs Auge, meine Nase blutete.“ Um sich zu wehren, habe auch er zugeschlagen.
Wer anfing, blieb unklar
Sein Widersacher, den die Staatsanwaltschaft bis dahin als Opfer sah, erzählte etwas völlig anderes. „Wir waren vor der Kneipe, er hat mir ohne Vorwarnung einen verbraten.“ Ja, er sei damals eifersüchtig gewesen. Wovon seine Liebste, um die sich damals alles drehte, vor Gericht keine Ahnung haben wollte. Für Richterin Christine Weber war nur eines klar. „Die beiden haben sich geprügelt.“ Wer nun anfing, konnte nicht aufgeklärt werden. Und so wurde das Verfahren eingestellt.
21:41
Jetzt mal im Ernst: Wen interessiert diese nichtssagende Prügelei von zwei Besoffenen??