Prüfcenter bringt 100 neue Jobs
16.05.2010 | 13:34 Uhr 2010-05-16T13:34:00+0200
Dortmund. Rechtzeitig wirtschaftliche Trends erkennen und ein Umfeld zur Entwicklung neuer Produkte schaffen - das ist seit genau 25 Jahren das Erfolgsrezept des Technologiezen-trums.
Aktuell punktet die High-Tech-Schmiede mit dem Aufbau eines Prüfzentrums für Elektromobile. 8,5 Millionen Euro Fördermittel fließen. Hundert Arbeitsplätze entstehen, so TZ-Geschäftsführer Guido Baranowski.
Das Technozentrum hatte - mal wieder - den Trend gerochen. „Für den Ausbau der Elektromobilität werden drei Zentren in NRW entstehen", berichtet Baranowski. Dortmund ist dabei. Aachen kümmert sich um das Chassis. Münster um Batterien. Und Dortmund prüft.
Mobilität ohne Brennstoff
Platz gibt's in der „grünen Halle", weil der Fahrzeug-Zulieferer Albonair wächst und auf die Zukunftsfläche Phoenix West umsiedelt. Sechs Firmen, das Technozentrum und die TU - das sind die Partner aus der Region , die die Mobilität ohne fossilen Brennstoff voranbringen sollen.
„Nach den Sommerferien geht es in der grünen Halle los", kündigt Baranowski an - und macht dem Zentrum im Jubiläumsjahr ein kleines Geschenk. Es werde ein Rollenprüfstand für Elektromobile entwickelt und eine eigene Trafostation aufgebaut.
Gleichzeitig räumt der Geschäftsführer die Vorurteile beiseite, dass neue Technologien ein Zuschussbetrieb auf Steuerzahlerkosten seien. In den 25 Jahren seien 170 Millionen öffentliche Mittel ins TZ geflossen - und hätten 1,2 Milliarden Euro private Mittel aus ganz Deutschland nach sich gezogen.
Das bundesweit erfolgreichste und inzwischen mehrfach preisgekrönte Gründerzentrum in Dortmund schaffe eine Bruttowertschöpfung von über 900 Millionen Euro - jedes Jahr. 16 000 Arbeitsplätze hingen direkt am Technologiezentrum, das aktuell zu 92 Prozent ausgelastet sei.
„Wir gehören zu den fünf größten Technologiezentren in Europa", so Baranowski: Stockholm, Berlin, Cambridge, Sophia Antipolis (Frankreich). Mit Mikrostruktur sowie Oberflächen- und Werkstofftechnologie werde auf der Fläche Phoenix West ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte aufgeschlagen.
Bericht Seite 2 Julia Nawrath, studentische Hilfskraft, in einem Messlabor des Instituts, das Elektromobile testen wird. Foto: Ralf Rottmann
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