Prostituierte verlassen in Dortmund wegen der Sexsteuer den Strich
17.01.2011 | 19:48 Uhr 2011-01-17T19:48:00+0100
Dortmund.Die Mitarbeiterinnen von Kober, der Beratungsstelle für Prostituierte, wünschen sie sich für die Frauen vom Straßenstrich: eine Schranke an der Einfahrt zur Ravensberger Straße. Die Politik hat diesem Wunsch aber mittlerweile den Rücken zugekehrt.
Die Idee: Bevor der Freier in die Ravensberger Straße einbiegt, soll er zahlen – einen Euro an der Schranke. Erst dann kann er durchfahren. „Dadurch wird besser kontrolliert, wer rein und raus fährt“, meint Christina Stodt von Kober. Außerdem könnte das Geld dafür genutzt werden, dass zum Beispiel endlich Toiletten aufgestellt werden.
Drei verschiedene Varianten hatte die Verwaltung den Mitgliedern des Sozialausschusses bei der jüngsten Sitzung präsentiert: im Einfahrbereich, im Ausfahrbereich und sowohl als auch. Keines der Mitglieder ging auf die Vorlage ein – sie wurde wortlos zur Kenntnis genommen.
Grüne wollten die Schranke
Für Michael Taranczewski (SPD), Vorsitzender des Sozialausschusses, macht es zurzeit keinen Sinn, über eine Schranke zu diskutieren: „Wir müssen erst abwarten, wie es mit der Sexsteuer läuft.“ Auch die CDU hatte das Thema nicht aufgegriffen. Mario Krüger, Fraktionschef der Grünen, erklärt, warum seine Partei den eigenen Vorschlag nicht mehr vorangetrieben hat: „Wir fürchten, dass eine Schranke dazu führt, dass noch mehr Prostituierte die Ravensberger Straße verlassen und in anderen Teilen der Nordstadt arbeiten.“ Die Grünen hatten sich für eine Schranke am Straßenstrich ausgesprochen, da sie lieber über diesen Weg Steuern direkt von den Freiern statt von den Prostituierten einnehmen wollten. Dann wurde die Vergnügungssteuer vom Rat beschlossen.
Seitdem beobachten auch die Mitarbeiter der Mitternachtsmission, dass immer mehr Frauen die Ravensberger Straße verlassen und woanders anschaffen gehen. „Sie gehen in Bereiche, von denen sie meinen, dass nicht kontrolliert wird“, meint Andrea Hitzke, stellv. Leiterin der Mitternachtsmission. „Dadurch wird zerstört, wofür wir gekämpft haben: sichere und hygienische Arbeitsbedingungen“, so Hitzke.
Für Christina Stodt von Kober erhöhe die Schranke vor allem die Sicherheit – ob es zu einer Abwanderung von der Ravensberger Straße gekommen sei, könne man noch nicht sagen: „Um diese Jahreszeit ist zu wenig los, das wird man erst im Frühjahr richtig beurteilen können.“
19:03
DAS war doch wohl zu erwarten...
Ich Frage mich, wie intellent manche Beamte so sind...
18:15
Die Mitglieder des Sozialausschusses wollen die Schranke nicht, weil dadurch nämlich kontrolliert werden kann, wer rein und wer raus fährt ;-)
14:33
Angebot und Nachfrage. Solange es Frauen gibt, die auf der Strasse ihren Körper verkaufen, solange wird es ein Ärgernis bleiben.
Also Frauen dort weg, Prostition nur in zu gelassenen Häusern, Freiflächen. Schon ist das Problem beseitigt. Kosten, die müssen die Frauen tragen, letztlich sind Sie die Ware!!! die zum Kauf feil geboten wird. Wo kommen wir denn hin wenn schon ansehen von Ware Geld kosten soll. Ausser bei Bauer Ewald, da wird das schon praktiziert.
11:38
ich finde der Strassenstrich gehört im allgemeinen abgeschafft sollense in bordelle gehn da gehören die hin oder am besten ganz weit weg mit dem tripper auf zwei beinen schlimm das manche männern mit nutten rumachen ich find es wiederlich
11:25
Schickt sie zu uns nach Duisburg.
Wir haben noch -Bedarf-.
11:00
Je mehr man ihnen gibt , desto mehr kommen.
In Essen hat die Stadt einen ehmaligen Kirmes-Platz zu Verfügung gestellt, wo die Geschäfte verrichtet werden.
Anfangs kritisiert, jetzt begehrt, und die Frauen werden vor Übergriffen geschützt, Toiletten, ein Aufwärmcafe und eine ehrenamtliche Anfaufstelle sind fest vor Ort.
Der wilde Strassenstrich ist so gut wie verschwunden.
Die Anzahl der damen ist begrenzt und wird kontrollier.
SO GEHT ES AUCH.
10:18
lass sie abwandern - wer braucht denn heutzutage noch nutten...
10:16
Ich weiß auch nicht, ob hier eine Schranke das allglückseligmachende Heilmittel für die offenbar bestehenden Probleme sein kann. Aber ich finde, der Vorschlag ist zumindest erörterungswürdig.
Dass die Ausschußmitglieder die Vorlagen der Verwaltung wortlos zur Kenntnis genommen haben, muss die Verwaltungsmitarbeiter aber unheimlich motivieren ihrer Arbeit sorgfältig nachzukommen. Offensichtlich ist der Ausschuß personell falsch besetzt, wenn schon die einfachsten Umgangsformen nicht beherrscht werden. So züchtet man erfolgreich Politikverdrossenheit auf kommunaler Ebene!!!
09:51
Der Ruhrpottler und der Dativ - ich lach mich weg
09:09
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