Promi-Bonus? Reus könnte Thema im Landtag werden

Der Fall Marco Reus beschäftigt die Politik: NRW-Landtagsmitglied Peter Biesenbach (CDU) will in der kommenden Woche bei der Landesregierung eine Anfrage stellen. Der BVB-Spieler war wegen jahrelangen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden. Biesenbach will wissen, ob es möglicherweise einen Promi-Bonus für den Fußballer gab.

Dortmund.. BVB-Star Marco Reus hat nie seinen Führerschein gemacht und musste dafür 540.000 Euro Strafe zahlen. Biesenbach möchte wissen, wie viele Vorfälle für Reus’ Strafbefehl zugrunde liegen und wie die zu zahlende Strafe ermittelt worden ist.

"Mir geht es darum, aus der Welt zu räumen, dass es einen Promi-Bonus gegeben hat", sagte der Landtagsabgeordnete auf Anfrage unserer Redaktion. Im Moment gebe es für ihn allerdings keinen Anlass, das anzunehmen.

"Ich habe meine Lehren daraus gezogen"

Hintergrund: Mitte Dezember war bekannt geworden, dass der Fußballprofi jahrelang ohne Führerschein Auto gefahren ist. Reus warzwischen September 2011 und März 2014 mindestens sechsmal vorsätzlich ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs.

Deshalb wurde der BVB-Star zu einer Geldstrafe von 540.000 Euro verurteilt. "Ich habe meine Lehren daraus gezogen. So etwas passiert mir nie wieder", sagte Reus, nachdem die Geschichte publik wurde.