Problemlöser wird Weltmarktführer
18.05.2008 | 20:17 Uhr 2008-05-18T20:17:29+0200Die Dortmunder Envio AG schwingt sich vom Standort Hafen auf, Weltmarktführer in Sachen PCB-Entsorgung zu werden. Geschäftsführer Dr. ...
... Dirk Neupert geht davon aus, dass das mit der Inbetriebnahme eines Standortes in Südkorea demnächst der Fall sein wird. Dann wird Envio jährlich etwa 20 000 Tonnen des hochgiftigen PCBs aus Transformatoren entsorgen - ein wichtiger Beitrag zur Ökologie und, was das Unternehmen anbelangt, auch einer zur Ökonomie. Dass Envio dann weltweit die Nase vorn hat, läge daran, dass die Konkurrenz aus den USA keine Gefahrstoffe einführen dürfe, aus dem Wettbewerb um den Spitzenplatz also ausscheide.
"Es wird nicht unsere letzte Anlage sein"
"Es wird nicht unsere letzte Anlage sein, die wir bauen", so Neupert. Er nimmt jetzt Osteuropa in den Fokus. Dadurch, dass die koreanische Anlage jährlich etwa 10 000 Tonnen Transformatoren von PCB befreie, der Markt aber 200 000 Tonnen groß ist, werde man auf Jahre ausgelastet sein.
Weltweit, so Schätzungen, seien bis zum Verbot des Einsatzes von PCB Ende der 80er Jahre etwa 1,5 Mio. Tonnen der Chemikalie hergestellt worden. "800 000 bis eine Million Tonnen davon sind noch nicht entsorgt worden", meint er. Keine Frage: Der Markt wird wachsen und Envio mit. Allerdings geht Neupert davon aus, dass das Unternehmen dort expandiert, wo die Mengen anfallen - also im Ausland. Allein schon deswegen, um Gefahrguttransporte so weit wie möglich einzuschränken.
Das Geld für die Expansion hat sich das Unternehmen mit einem Börsengang im vergangenen Jahr besorgt. Einen anderen Weg sah der Geschäftsführer nicht . Die Banken hätten sich sehr zurückgehalten, was die Kreditvergabe anbelange. Mit dem Emissionserlös von fünf Millionen Euro hätte man genau die Summe zusammengebracht, die man für die Expansion brauchte.
100 000 Tonnen Bioabfälle jährlich
Seit 2008 beackert Envio auch ein zweites Geschäftsfeld. Nachdem im Juni 2007 mit der koreanischen Firma Gyeonggi eine Absichtser-klärung für den Bau von Biogasanlagen unterzeichnet worden war, will man am Ende des Jahres bereits zwei in Betrieb nehmen.
Dort sollen Lebensmittelreste sowie landwirtschaftliche Abfälle in einer Menge von 100 000 Tonnen jährlich aufbereitet werden. "Die Entscheidung ist gereift, als wir erkannt hatten, dass wir in Korea willkommen sind", sagt Neupert.
11:18
Hach das waren noch Zeiten , da war das Gras noch grün und die Luft noch rein .....