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Probieren geht über Studieren - Probleme bei zentraler Online-Studienplatzvergabe

25.05.2012 | 16:09 Uhr
Probieren geht über Studieren - Probleme bei zentraler Online-Studienplatzvergabe
Die ehemalige ZVS an der Sonnenstraße heißt seit einiger Zeit bereits Stiftung für Hochschulzulassung (SfH). Foto: Franz Luthe

Dortmund.   Die Pläne der Bundesländer, eine zentrale Vergabe von zulassungsbeschränkten Studiengängen über die Stiftung für Hochschulzulassung auf hochschulstart.de zu organisieren, gingen bislang voll daneben. Seit dem 15. Mai läuft ein neuer Versuch in Dortmunds Sonnenstraße. Nach wie vor gibt es Probleme.

Als wäre es eine unerforschte Wissenschaft für sich, gingen die Pläne der Bundesländer, eine zentrale Vergabe von zulassungsbeschränkten Studiengängen über die neue Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) und deren Internet-Plattform hochschulstart.de zu organisieren, bislang voll daneben. Seit dem 15. Mai ist es nun - erneut - Ernst mit dem neuen bundesweiten Studienplatzvergabesystem, das von der Dortmunder Sonnenstraße aus gesteuert wird. Das Probieren im Realbetrieb geht übers Studieren weiterer Techniksysteme.

Kräftig aufgestockt wurde das Personal der ehemaligen ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen). „Wir haben 31 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt“, so Kerstin Lütge-Varney, SfH-Pressesprecherin. Man sei zufrieden mit dem Auftakt der Bewerbungen: Rund 2000 Interessierte hätten sich in den ersten zehn Tagen des Angebots registriert, um sich für einen örtlich zulassungsbeschränkten Studiengang zu bewerben. Unabhängig hiervon läuft der SfH-Service für die harten bundesweiten NC-Fächer Medizin , Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie wie gewohnt.

Nur 18 Hochschulen nutzen das Angebot

Das Vertrauen der deutschen Universitäten und Fachhochschulen in das Angebot von hochschulstart.de scheint indes noch klein zu sein: Gerade mal 18 Hochschulen nutzen das Angebot. „Wir denken, dass noch im Laufe des jetzigen Vergaberunde weitere Hochschulen dazu kommen.“ Auffällig ist, dass sich unter den 18 Hochschulen keine einzige aus NRW befindet, dafür die meisten aus Süddeutschland und den neuen Bundesländern.

Nach wie vor gibt es auch technische Probleme : Nicht jede von den Hochschulen genutzte Software ist vereinbar mit dem System, das über hochschulstart.de die große Erleichterung bringen sollte. Eigentlich könnten - und sollten rund 180 deutsche Uni und Fachhochschulen den Service der ZVS-Nachfolgeorganisation nutzen. Das würde die massenhafte - oft bis zum letzten Moment dauernde - Blockade von raren Studienplätze durch Bewerber verhindern, die sich an vielen Hochschulen bewerben und gleich mehrere Zusagen erhalten.

Klaus Buske



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