Private sollen Ton angeben
09.03.2010 | 18:31 Uhr 2010-03-09T18:31:00+0100
Vor dem Hintergrund der Haushaltslage könnten schon bald kommerzielle Veranstalter tonangebend im FZW sein. Die Stadt prüft derzeit, inwieweit externe Betreiber in die Betriebsstruktur eingebaut werden können.
Das Freizeitzentrum West (FZW) kostet die Stadt Dortmund 154 000 Euro Miete im Jahr. In Zeiten knapper Kassen 154 000 Euro zuviel. Um die Kosten zu reduzieren, denkt die Verwaltung erstmals laut darüber nach, die Privatwirtschaft nun doch stärker ins Boot zu holen. Devise: Wer die Musik bestellt, soll auch daran verdienen - und damit der Stadt finanziell unter die Arme greifen und eventuelle Risiken mindern.
Seit der Betriebsaufnahme am 11. September kamen rund 63 000 Besucher ins FZW, um 133 Veranstaltungen zu sehen. 28 der Angebote lagen im Bereich der Jugendkulturförderung.
Die (kommerziellen) Highlights in den letzten fünf Monaten waren: HIM, Jeanette Biedermann, Stefan Gwildis, Der Popolski Show, Deine Lakaien, 2raumwohnung. Die große Halle im FZW fasst rund 1300 Besucherinnen und Besucher.
Wie berichtet, war das Jugendamt - als verantwortliches Amt - zuletzt heftig kritisiert worden, da man Veranstaltern die Hallen für Konzerte zum Nulltarif überlassen hatte. Dies soll Geschichte sein. Künftig würden Mieten erhoben.
Wie es mit dem Betriebskonzept des Freizeitzentrums West weitergeht? Mit dieser Frage setzte sich gestern der Verwaltungsvorstand ausein-ander. Nachdem die ursprüng-lichen Pläne, mit dem Verein für unabhängige Kultur (VuK) als nicht mehr „zeitgemäß” eingestuft wurden, liegen nun auch bei der generellen Betriebsstruktur neue Denkmodelle auf dem Tisch.
Baute man bisher maßgeblich auf die Zusammenarbeit von Stadt und AWo als Betreiber und die Gründung sowohl einer gemeinnützigen gGmbH als auch einer Betriebs-GmbH mit den beiden Gesellschaftern - schielt man nun auch wieder nach außen und hat die Externen im Blick, um das finanzielle Risiko so gering wie möglich zu halten.
Bei den Überlegungen für das Betriebskonzept sollen nach wie vor die Jugendkulturförderung und Ausbildungsprojekte eine zentrale Rolle spielen. Um die hierfür bereitstehenden städtischen Mittel von 292 000 Euro abrufen zu können, müsse jedoch weiterhin die Gesellschaftsgründungen vorangetrieben werden.
»Wie das Ganze laufen könnte, deklinieren wir noch«
Auf der anderen Seite „ist zu prüfen, ob für den Gastronomiebetrieb und den kommerziellen Konzertveranstaltungsbetrieb neue Möglichkeiten gefunden werden können. Zur Entlastung der Stadt von den Betriebskosten, könnten sich auch privatwirtschaftliche Vertragspartner in diesen Geschäftsbereichen betätigen”, hieß es gestern. Ob die nun „nur” Miete zahlen oder in andere Beteiligungsmodelle einsteigen, werde „noch durchdekliniert”, so Kämmerer Jörg Stüdemann.
16:15
Schön ins Fäustchen lachen können sich dann all die Privaten als da wären z.B. Herr B. und Herr H., die mit ihren eigenen Konzepten aus verschiedenen Gründen in der Verngangenheit eher nicht so erfolgreich waren, nun aber durch Dauerzermürbung und Beschuss des FZWs eine feindliche Übernahme planen und wies scheint auch durchführen wollen.
Zur Belohnung für ihr futterneidisches, feiges egozentrisches und kleinkariertes Verhalten bekommen sie einen inzwischen etablierten Laden, samt Marke, Logo, eingespielten Strukturen und schreiben sich dann den Erfolg und den finanziellen Gewinn auf ihre Fahnen.
Wie blöd ist denn eine Statdtverwaltung, die sich ein offentsichtlich gut laufendes Format aus den Händen reißen lässt,
die einknickt, nur weil ein paar mickereige Clubbetreiber ohne Club (warum nur...???) rummoppern und die Ruhr Nachrichten es auch noch brav abdrucken.
Wo ist hier das Rückrat zu den getroffenen Entscheidungen zu stehen?
Der Wille eine städtisch subventionierte Veranstaltungsstätte für junge Leute zu betreiben?
Denn eines ist doch auch mal klar,
wenn das FZW erst mal in den Händen der Privatwirtschaft ist, dann gibt es dort SICHER GAR NICHTS MEHR für junge MENSCHEN....
oder war in den komerziellen Clubs, (deren Namen ich hier lieber nicht nennen möchte, die sich aber jeder denken kann) etwa irgendwann mal auch nur EINE Jugendkultur Veranstaltung????
Sicher ist nur, auch hier wird garantiert Vetternwirtschaft betrieben, werden Entscheidungsträger bestochen oder erpresst, um zu solchen dramatischen Wendungen zu gelangen.
Es kann doch nicht sein, dass eine Partei (CDU) ein ganzes Konzept in Frage stellt,
nur weil, wie schon oben gesagt, neidische Fatzken und Mitbewerber quengeln und litaneien,
....nein meine Herren Politiker, da fragt man sich schon als Bürger, wer hat Sie in der Hand, um sie zu solchen Erwägungen zu treiben????
21:34
schon lustig das ganze...über 900.000 € für das Equipment. 154.000 € Miete pro Jahr.....292.000 Förderung.....und dann werden Künstler gefeiert, die mittlerweile unter 10.000 € Gage erhalten, aber beim Wort städtisch sofort das doppelte nehmen.....Sind dafür wenigstens die Eintrittspreise für Dortmunder Jugendliche subventioniert? Natürlich nicht. 45 € für ein HIM-Ticket.....ich höre die Jugendlichen jubeln. Die Stadt zahlt? Ne der Bürger tut es. Schön das eine 5-köpfige Famile bisher umgerechnet 12,- € für das FZW bezahlt hat, aber sich nicht erlauben kann seinem Kind die Konzertkarte von 45,- € zu kaufen. Passt schon.....Genau das hat Dortmund noch gefehlt.
Jetzt holen wir uns noch die Privaten rein, die von dem ganzen profitieren ohne einen Cent investiert zu haben.
Dortmund wie es singt und lacht
15:26
Wer oder was ist in der angesprochenen Kultur- und Nightlife-Szene Dortmunds denn bitte wesentlich wichtiger? Abgesehen von ein paar kleinen Clubs, die verschiedene (Sub-)Kulturen bedienen, gibt es hier im Vergleich zu den großen Nachbarstädten nun mal keine andere Venue, in der moderne und relevante Künstler unter guten Bedingungen auftreten können. Das FZW war und ist für viele Musikinteressierte aus und um Dortmund eine der Top-Adressen in Bezug auf Live-Musik und wird in den nächsten Jahren dazu beitragen, dass Dortmund in der Szene wieder vorne mitspielen darf.
14:22
@#1
Sie haben die Antwort doch gleich mitgeliefert: Weil sie keine Ahnung haben...
01:39
Das FZW war schon immer und ist auch heute noch in der Dortmunder Kultur- und Nightlife-Szene so wichtig wie ein Fliegenschiss! Keine Ahnung, warum die Stadt da wieder und wieder mehrere 100.000 Euro reinsteckt!