Posse um einen Brief von Hund zu Hund

Tierische Weihnachtsgrüße: Einen Tag vor Heiligabend hatte Gracia-Patricia Hager eine gelbe Abholkarte der Deutschen Post im Briefkasten. Adressiert war die an "Bär Hager" - den Hund der Familie. Doch der konnte seine Sendung nicht selbst abholen und auch keine Vollmacht ausstellen.

Dortmund.. "Ihre Sendung ist da." Abzuholen in der Hauptpost an der Kurfürstenstraße. Adressiert war die Karte an "Bär Hager". Falls der Empfänger die Sendung nicht selbst abholen könne, sei eine Vollmacht für den Abholer auszustellen, hieß es auf der Karte.

Keine Vollmacht, kein Brief

Doch "Bär Hager" ist der Chow-Chow der Hagers mit 40 Kilogramm Lebendgewicht. Und Bär "weigerte sich hartnäckig, uns diese Vollmacht auszufüllen und eigenhändig, wie gefordert, zu unterschreiben", erzählt Gracia-Patricia Hager. Keine Vollmacht, auch kein Brief.

Gracia-Patricia Hager fragte wegen Bärs eigenhändiger Unterschrift bei der Post nach und erhielt den Rat: "Fälschen Sie diese, sonst bekommen Sie den Brief nie ausgehändigt!"Gracia-Patricia Hager:"Ich hab unserem ,Bär‘ tief in die dunklen Augen geblickt: ,Das ist Anstiftung zu einer Straftat.‘"

Schallendes Gelächter über den Problembären

Also ist Frauchen dann am vergangenen Freitag zur Hauptpost gegangen - ohne gefälschte Unterschrift und ohne Vollmacht. Die nette Postbeamtin fragte, ob Gracia-Patricia Hager sich als Empfängerin ausweisen könne. Sie erzählte von ihrem Problembär. Die Postfrau brach in schallendes Gelächter aus - und holte den Brief.

Der war übrigens von Willi Hoffmann - dem Chow-Chow von Sabine und Jürgen Hoffmann, einem befreundeten Paar aus dem Allgäu. Im Umschlag befanden sich drei dicke Kaurollen. Statt Festtage verspätete Fresstage für Bär.