Polizei trotz Bahn-Krawall zufrieden nach Ajax-Spiel des BVB
19.09.2012 | 13:27 Uhr 2012-09-19T13:27:56+0200
Dortmund. Drei Festnahmen, 52 vorübergehende Ingewahrsamnahmen - die Polizei zieht nach dem Spiel des BVB gegen Ajax Amsterdam eine positive Bilanz. Allerdings hätten Ajax-Fans eine Stadtbahn derartig demoliert, dass der Wagen fahruntüchtig war.
Polizeieinsatzleiter Michael Stein sagte zum Einsatzende: "Wir haben einen schwierigen Fußballeinsatz mit brisantem Problemfanpotenzial im Endergebnis ordentlich bewältigt. Durch die Präsenz starker Polizeikräfte wurden körperliche Auseinandersetzungen und mögliche Übergriffe auf die Dortmunder Bevölkerung verhindert."
Zu Problemen mit Ajax-Fans sei es dennoch gekommen. Kurz nach Stadionöffnung, gegen 18:50 Uhr, hätten niederländische Anhänger vorübergehend für Störungen gesorgt, als sie für großen Druck an den Stadiontoren sorgten. Der Ordnungsdienst sei durch die Polizei unterstützt worden. Im Gästeblock hätten dann einige Chaoten Sicherheitsnetze, die gegen Wurfgeschosse gespannt waren, heruntergerissen und Gegenstände in benachbarte Stadionblöcke geworfen. Verletzt wurde laut Polizei niemand.
Videoaufzeichnungen halfen der Polizei
Zwei Tatverdächtige seien durch Videoaufzeichnungen überführt worden. Nach Rücksprache mit szenekundigen Beamten der niederländischen Polizei würden die Männer nun mit Stadionverboten belegt, Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung seien gefertigt worden. In der zweiten Halbzeit zündete ein alkoholisierter Amsterdamer Pyrotechnik im Gästeblock. Auch dieser polizeibekannte Mann sei durch szenekundige Beamte identifiziert und noch in der Abmarschphase vorläufig festgenommen worden.
Die schnelle Aufklärung dieser Straftaten und Identifizierung der drei Tatverdächtigen seien das Resultat der eingesetzten Kameratechnik und der Unterstützung durch szenekundige Beamte der niederländischen Polizei.
Wagen der Stadtbahn zerstört
Die niederländischen Fans wurden nach Spielende noch rund 30 Minuten im Gästeblock zurück gehalten, um ein mögliches Aufeinandertreffen gegnerischer Fangruppen weitestgehend zu verhindern. Entsprechende Stadionansagen, auch in niederländischer Sprache, erfolgten noch während der Schlussphase des Spiels.
Als überaus bedauerlich bezeichnete Polizeidirektor Michael Stein die Aktionen einiger Gewalttäter, denen es gelungen war, insgesamt fünf Waggons der Stadtbahn zu beschädigen . Die Bahn war im Anschluss nicht mehr fahrbereit, sodass größere Amsterdamer Fangruppen zu Fuß in Richtung Stadion durch starke Polizeikräfte begleitet werden mussten.
Mehr als tausend Polizeibeamte seien im Einsatz gewesen. Unterstützt wurde die Polizei von vier szenekundigen Beamten aus den Niederlanden. In Zusammenarbeit mit den eigenen szenekundigen Beamten der Dortmunder Polizei seien Krawallmacher frühtzeitig erkannt worden.
17:17
Man muss das Niveau nur weit genug senken, dann ist man immer erfolgreich.
Wer zahlt jetzt die Reparaturen?