Polizei legt Bus wegen technischer Mängel still
08.01.2010 | 11:02 Uhr 2010-01-08T11:02:00+0100Dortmund. Die Polizei hat am Donnerstag einen Bus stillgelegt, der mit Sommerreifen, überhöhter Geschwindigkeit und technischen Mängeln auf der B236 unterwegs war. Im Bus saßen 14 geistig- und körperlich Behinderte, die zur Behindertenwerkstatt gebracht werden sollten.
Ein Schulbus mit mehreren behinderten Menschen wurde am Donnerstag (7. Januar) in den frühen Morgenstunden auf der B 236 Richtung Lünen von einer Streife des Verkehrsdienstes der Dortmunder Polizei auf Grund seiner auffälligen Fahrweise angehalten und kontrolliert.
Auffällige Fahrweise
Es hatte bereits seit mehreren Stunden geschneit und die Fahrbahnen waren komplett mit Schnee bedeckt. Im Tunnel (Höchstgeschwindigkeit 80 km/h) staunten die Beamten nicht schlecht, als sie dort ein mit Fahrgästen besetzter Schulbus überholte. Die Beamten versuchten noch durch Schallzeichen den Busfahrer auf eine Reduzierung der Geschwindigkeit aufmerksam zu machen. Dieser setzte seine Fahrt jedoch Ausgangs des Tunnels mit ca. 90 km/h ungehindert auf dem linken Fahrstreifen fort und überholte trotz der widrigen Wetter- sowie Fahrbahnverhältnisse noch einen weiteren Lkw.
Das nahmen die Polizisten zum Anlass den Bus an der Anschlussstelle Derne anzuhalten und zu überprüfen. Im Bus saßen insgesamt 14 geistig- und körperlich behinderte Menschen sowie eine Begleitperson.
Sachverständiger stuft Bus als verkehrsunsicher ein
Aufgrund der augenscheinlich technischen Mängeln, an der Hinterachse war ein Stoßdämpfer abgerissen und die Plakette für die Sicherheitsprüfung war abgelaufen, stellte der Beamte den Bus bei einem Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen zur weiteren Begutachtung vor. In der technischen Durchsicht musste der Sachverständige weitere gravierende Mängel feststellen und stufte den Bus als verkehrunsicher ein.
Die Polizisten legten den Schulbus an Ort und Stelle still, entsiegelten das Kennzeichen und stellten den Fahrzeugschein sicher. Während der technischen Untersuchung stellte der Sachverständige fest, dass der Bus nicht mit den für diese Witterungsbedingungen vorgeschriebene Bereifung ausgerüstet war - und das bei Schnee.
Die Fahrgäste erreichten ihren Zielort (Werkstatt für Behinderte) letztendlich sicher unter Begleitung der Polizei. Der Halter sowie der Fahrer des Busses dürfen sich jetzt auf eine entsprechende Ordnungswidrigkeitanzeige gefasst machen.
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