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Polizei: Dortmunder Erstaufnahmen müssen sicherer werden

06.02.2016 | 03:17 Uhr
Die Asylbewerber-Erstaufnahme an der Buschmühle nahe der B54 in Dortmund.
Die Asylbewerber-Erstaufnahme an der Buschmühle nahe der B54 in Dortmund.Foto: Oskar Neubauer (Archiv)

Dortmund.  Ein vertraulicher Bericht der nordrhein-westfälischen Polizei nennt die Asylbewerber-Erstaufnahmen in Dortmund als die Standorte mit den meisten Straftaten in NRW-Flüchtlingsunterkünften. Spezialisten des Landeskriminalamtes sollen aufklären, wie das geheime Dokument an die Öffentlichkeit gelangen konnte.

Diebstähle und Gewalttaten sind die häufigsten Straftaten, die Asylbewerber in den nordrhein-westfälischen Unterkünften begehen. Monat für Monat stellt das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg einen aus Texten und Tabellen bestehenden Bericht zusammen, der die Daten nach Regierungsbezirken sortiert und Vergleiche ermöglicht.

In einem Mitte Januar 2016 veröffentlichten Bericht über den Monat Dezember (2015) fallen die beiden Dortmunder Asylbewerber-Erstaufnahmen (EAE) im Stadtteil Hacheney und am Westfalenpark ("Buschmühle") negativ auf: NRW-weit sind sie die Standorte mit den höchsten Einsatz- und Fallzahlen. Obwohl die Belegungszahlen sinken.

Auch in einer "Jahresbetrachtung" fällt die EAE mit den schlechtesten Werten negativ auf. In dem "Nur für den Dienstgebrauch" bestimmten Dokument "LZPD 41.4 - 60.23.07" rät das LZPD die Bezirksregierung ins Arnsberg zu einer "Prüfung der strukturellen und ablauforganisatorischen Bedingungen".

Die Dimensionen der steigenden Einsatz- und Kriminalitätszahlen beschreibt das LZPD als "erheblich über dem Durchschnitt" und "deutlich über dem Landesniveau".

Anfang Februar 2016 tauchte das Mitte Januar 2016 erstellte Dokumente als herunterladbare Datei im Internet auf. Ohne Angaben über den Autor veröffentlichten Rechtsextremisten Auszüge aus der Datei auf einer Internetseite ohne Impressum. Für die Aufklärung von Internet-Kriminalität spezialisierte Ermittler des Landeskriminalamtes sollen erkunden, wie die vertrauliche "Verschlusssache" die Behördenstrukturen verlassen konnten.

Adressaten des fast 100 Seiten starken Dokuments sind das Innenministerium, Dienststellen der Polizei in NRW und die Bezirksregierungen in Arnsberg, Detmold, Münster, Düsseldorf und Köln.

Das LZPD und die Dortmunder Polizei wollten sich zu dem Bericht nicht äußern und Fragen zur Sache nicht beantworten, da der Bericht nur für den internen Gebrauch erstellt worden sei. Die Bezirksregierung in Arnsberg antwortete am Freitag (5.2.2016 ) auf am Vortag gestellte Frage zur Sicherheit in der Asylbewerber-Erstaufnahme nicht.

Als Betreiber der Erstaufnahme teilte die Stadt Dortmund mit, dass sie den Bericht nicht kenne, aber gut mit der Polizei zusammen arbeite und davon ausgehe, dass ihr "entsprechend relevante Informationen" übermittelt würden.

Zahlen

Peter Bandermann

Kommentare
08.02.2016
23:00
Polizei: Dortmunder Erstaufnahmen müssen sicherer werden
von gehtallewaehlen | #9

Ist es nicht schlimm, dass es einen schon kaum noch wundert?
Jedenfalls meine Hochachtung vor dem Informanten!
Ein absolutes Unding, was hier in...
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Polizei: Dortmunder Erstaufnahmen müssen sicherer werden
Polizei: Dortmunder Erstaufnahmen müssen sicherer werden
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/polizei-dortmunder-erstaufnahmen-muessen-sicherer-werden-id11533972.html
2016-02-06 03:17
Dortmund